Newsticker

RKI meldet am Sonntag 14.611 neue Corona-Fälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Lokalsport
  4. TSV Ober-/Unterhausen: Aus der Not eine Tugend gemacht

NR-Doppelpass

09.11.2018

TSV Ober-/Unterhausen: Aus der Not eine Tugend gemacht

Muss in der aktuellen Situation auf zahlreiche Akteure aus der eigenen A-Jugend zurückgreifen: Ober-/Unterhausens Trainer Thomas Mertel, der mit seinen „jungen Wilden“ hochzufrieden ist.

Aufgrund des großen Verletzungspechs muss Trainer Thomas Mertel etliche A-Jugend-Spieler ins kalte Wasser werfen. Diese müssen auch gegen Sinning ran.

Wenn der TSV Ober-/Unterhausen und SV Sinning am Sonntag (14 Uhr) im Gemeindederby aufeinandertreffen, dann dürfte zumindest auf dem Papier die Favoritenrolle klar verteilt sein. Die Gäste gewannen sechs ihrer vergangenen sieben Partien, die Hausherren dagegen nur zwei. Wir haben mit Oberhausens Trainer Thomas Mertel gesprochen.

Herr Mertel, die Hinrunde ist nun vorbei und der TSV Ober-/Unterhausen steht mit 14 Zählern auf dem zehnten Rang. Wie bewerten Sie das Abschneiden Ihres Teams?

Mertel: Aufgrund der Personallage bin ich sehr zufrieden. Uns fehlen seit sechs Wochen sieben Stammspieler, die wir nicht ersetzen können. Das kann keine Mannschaft in dieser Klasse auffangen.

Welche Gründe hat die schlechte Personallage?

Mertel: Es liegt schlicht am Verletzungspech. Wir können unsere Leistungsträger leider nicht vollends ersetzen. Die jungen Spieler machen das trotzdem sehr gut. Gegen den FC Staudheim haben wir beispielsweise überragenden Fußball gespielt und auswärts vier Tore erzielt. Leider haben wir trotzdem verloren, da wir hinten immer eiskalt bestraft wurden.

Also ist die Unerfahrenheit der jungen Nachrücker der Grund dafür, dass man aus sechs Spielen lediglich vier Punkte holen konnte?

Mertel: Ich würde das Ganze mal mit der Arbeit eines Zeitungsreporters vergleichen. Die ersten zwei bis drei Berichte sind wahrscheinlich weniger souverän und flüssig. Wenn man jedoch über längere Zeit im Geschäft ist, wird es besser. So ist das mit unseren Jungs auch. Viele rücken aus der A-Jugend nach und brauchen noch ein bisschen Zeit. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit den Leistungen. Da gibt es nichts zu kritisieren.

Also müssen diese jungen Spieler den erfahrenen Akteuren in naher Zukunft weichen, damit die Ergebnisse wieder stimmen?

Mertel: Dass kommt ganz auf die Situation an. Die A-Jugend-Spieler helfen aktuell nur aus. Es kann aber durchaus sein, dass wir einige oben behalten. Die Konzentration gilt aber erst einmal der kommenden Partie.

Dann kommen wir gleich zum anstehenden Match gegen den SV Sinning. Wie schätzen Sie das Team von Trainer Iwo Sommer ein?

Mertel: Ich denke, dass Sinning einen großen Vorteil hat, da sie alle Mann an Bord haben und ein eingespieltes Team sind. Dass sie außerdem mit 2:1 gegen den FC Illdorf gewonnen haben, ist eine Ansage. Sinning kocht aber auch nur mit Wasser. Wir lassen das Spiel daher auf uns zukommen.

Das hört sich so an, als würden sie ihr Team in der absoluten Außenseiterrolle sehen…

Mertel: Laut Tabellenplatz sind wir das sicherlich auch. Sinning hat einen starken Lauf und gute Ergebnisse eingefahren. Es wird schwer, aber im Fußball ist bekanntlich alles möglich.

Ihr Team dürfte jedoch ausgeruht in das Derby gehen, da man am vergangenen Wochenende spielfrei hatte. Ist das vielleicht sogar ein Vorteil für ihre Mannschaft?

Mertel: Alles hat Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite sind wir ausgeruht, auf der anderen Seite nicht mehr im Rhythmus.

Welche Erwartungen haben Sie an ihre Mannschaft?

Mertel: Ich denke, vor so einem Derby braucht man gar nicht viel zu sagen. Jeder ist willig und hoch motiviert. Wir wollen den Zuschauern etwas bieten.

Das Match gegen Sinning ist das erste in der Rückrunde. Was wünschen Sie sich für die zweite Hälfte der Saison?

Mertel: Ich denke, mit dem Abstieg haben wir definitiv nichts mehr zu tun. Zur selben Zeit standen wir in der vergangenen Saison schlechter da, weswegen ich aufgrund der Umstände mit den bisherigen Leistungen sehr zufrieden bin. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre aber wünschenswert. Zudem hoffe ich, dass meine Spieler wieder gesund werden.

Das hört sich fast so an, als würden Sie die Winterpause herbeisehnen. Liege ich damit richtig?

Mertel: Ich glaube, dass kaum ein Trainer in meiner Lage etwas anderes sagen würde.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren