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Dänemark schließt Grenzen für deutsche Urlauber

DEL-Finale

23.04.2015

Titeltraum zerplatzt

Lieferten in dieser Saison auf der Panther-Bank eine prima Arbeit ab: Cheftrainer Larry Huras (hinten links) und sein Assistent sowie künftiger Nachfolger Emanuel „Manny“ Viveiros (hinten rechts).
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Lieferten in dieser Saison auf der Panther-Bank eine prima Arbeit ab: Cheftrainer Larry Huras (hinten links) und sein Assistent sowie künftiger Nachfolger Emanuel „Manny“ Viveiros (hinten rechts).
Bild: Xaver Habermeier

ERC Ingolstadt verliert sechste Partie mit 1:3 gegen die Adler Mannheim, die sich damit die deutsche Meisterschaft krallen. Für Trainer Huras war es zugleich das letzte Spiel

Der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung ist geplatzt: Gestern Abend unterlag der ERC Ingolstadt im sechsten DEL-Finalspiel den Adlern Mannheim mit 1:3 (0:0, 1:1, 0:2). Der Hauptrunden-Erste setzte sich damit in dieser packenden Serie mit 4:2 durch und konnte nach der Schlusssirene die Meistertrophäe aus den Händen von DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke entgegennehmen.

Trotz dieser Endspiel-Niederlage und der daraus resultierenden ersten Enttäuschung kann man vor der Leistung der Schanzer in dieser Saison nur den Hut ziehen. Nach einer großartigen Punktrunde (Platz drei) kämpfte man sich völlig unerwartet erneut ins Finale vor, indem letztlich der Liga-Krösus aus Mannheim mit seinen zahlreichen deutschen Nationalspielern verdient die Oberhand behielt. Nach NR-Informationen war dies zugleich auch das letzte Spiel von Cheftrainer Larry Huras, der die Panther nach einem Jahr wieder verlässt. Nachfolger wird sein bisheriger Assistent Emanuel „Manny“ Viveiros.

Wie erwartet mussten die Oberbayern in diesem gestrigen Aufeinandertreffen auf Ryan MacMurchy verzichten. Der kanadische Angreifer, der erst am vergangenen Sonntag nach überstandener Gehirnerschütterung sein Comeback gefeiert hatte, zog sich beim Training am Donnerstag eine tiefe Fleischwunde am Fuß zu, die im Krankenhaus genäht werden musste. Seinen Platz am Angriff nahm Martin Davidek ein, während Verteidiger Aaron Brocklehurst als neunter ausländischer Akteur in den Kader zurückkehrte. Aber auch die Adler waren erneut nicht frei von Sorgen. Neben „Oldie“ Glen Metropolit konnte Headcoach Geoff Ward auch auf die Dienste von Stürmer Frank Mauer nicht zurückgreifen. Dadurch kam Youngster Mirko Höfflin zu einem Endspiel-Debüt.

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Den Angriffsbemühungen der Gäste tat dies allerdings keinen Abbruch. Im Gegenteil, sie übernahmen von Beginn an das Kommando und erarbeiteten sich ein drückendes Übergewicht. Die Schussbilanz in den ersten zwölf Minuten: 10:1 für Mannheim! Die Panther kamen in dieser Phase mit dem extrem frühen Forechecking der Adler überhaupt nicht zurecht, leisteten sich bereits im Spielaufbau etliche Fehlpässe und konnten sich dementsprechend im gegnerischen Drittel kaum festsetzen. Da die Kurpfälzer auch die Mehrzahl der Zweikämpfe für sich entschied, lag deren Führungstreffer förmlich in der Luft. Doch ERCI-Schlussmann Timo Pielmeier reagierte mehrfach prächtig. Erst eine Strafzeit gegen Martin Buchwieser (12.) ebnete den Schanzern auch offensiv den Weg in dieses Match. Den ersten Warnschuss gab dabei Thomas Greilinger ab (12.). Der 33-Jährige scheiterte jedoch ebenso an Adler-Keeper Dennis Endras wie Michel Periard (14.) und Jeffrey Szwez (16.), der sich auch im weiteren Verlauf dieser Begegnung immer wieder vor Endras aufbaute, um diesem die Sicht zu nehmen.

Nachdem die Oberbayern ein weiteres Powerplay ungenutzt verstreichen ließen (24.), machten sie es in der 29. Minute besser: Bei „Fünf-gegen-Fünf“ bewies Brandon Buck eine tolle Übersicht, als er seitlich hinter dem Mannheimer Gehäuse die Scheibe so lange hielt, bis der durchgestartete Christoph Gawlik plötzlich frei stand. Seinen ersten Versuch konnte Endras noch parieren, doch den Nachschuss beförderte der künftige Düsseldorfer zur Führung über die Linie (29.).

Lange freuen konnten sich die Panther-Anhänger allerdings nicht. Nach einem fulminanten Lattenknaller von Greilinger (30.) sowie einem großzügigen „Strafzeiten-Geschenk“ der beiden Unparteiischen Daniel Piechaczek und Lars Brüggemann, die Dustin Friesen für eine Nichtigkeit in die „Kühlbox“ schickten, dauerte es ganze sieben Sekunden, ehe der Favorit ausgeglichen hatte. Torschütze war Kurtis Foster mit einem platzierten Schuss (32.).

Der entscheidende Schritt in Richtung Titelgewinn gelang der Ward-Truppe schließlich in der 44. Minute: Andrew Joudry gab einem Schuss von Steven Wagner mit dem Rücken zum Ingolstädter Gehäuse stehend die entscheidende Richtungsänderung - 1:2! Die Hausherren kämpften zwar auch im Anschluss verbissen weiter. Aber mit schwindenden Kräften konnten sie die drohende Niederlage nicht mehr abwenden. Den Schlusspunkt setzte schließlich Rheault exakt 24 Sekunden vor der Schlusssirene mit seinem Empty-Net-Goal.

ERC Ingolstadt: Pielmeier – Köppchen, Picard; Friesen, Schopper; Kohl, Periard; Brocklehurst - Hager, Ross, Brooks; Taticek, Buck, Greilinger; Laliberte, Hahn, Szwez; Gawlik, Boucher, Davidek. – Tore: 1:0 Gawlik (29.), 1:1 Foster (32./PP1), 1:2 Joudrey (44.), 1:3 Rheault (60./EN). – Zuschauer: 4815 (ausverkauft).

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