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28.03.2015

Tommy Mutzbauer trifft auf seine alte Liebe

Ein gewohntes Bild: Bis vergangenen Oktober stand Tommy Mutzbauer über viele Jahre im Tor des SV Klingsmoos, zuletzt als Spielertrainer. Inzwischen ist er als Torwarttrainer des morgigen Gegners SV Bertoldsheim tätig.
Bild: Xaver Habermeier

Der ehemalige Torwart und Coach des SV Klingsmoos ist nun als Torwarttrainer beim SV Bertoldsheim tätig. Im NR-Interview erzählt er, wie er zu dem Job kam, was er künftig vorhat und wem er morgen die Daumen drückt

Es war ein abruptes Ende. Im Oktober vergangenen Jahres trennte sich der Fußball-Kreisklassist SV Klingsmoos von seinem langjährigen Torwart und Trainer Tommy Mutzbauer. Inzwischen ist der 37-Jährige als Torwarttrainer beim morgigen Klingsmooser Gegner SV Bertoldsheim tätig. Die NR hat sich mit Mutzbauer unterhalten.

Herr Mutzbauer, Sie sind beim SV Bertoldsheim gelandet. Wie kam es dazu und was machen Sie genau?

Ich wohne ja schon seit 14 Jahren in Rennertshofen. Bertoldsheims Trainer Benjamin Libal kenne ich schon länger. Er hat mit mir Kontakt aufgenommen. Nach meiner Entlassung in Klingsmoos habe ich zunächst ein bisschen mittrainiert. Inzwischen habe ich das Torwarttraining übernommen.

Ist eine Rückkehr als Spieler ins Tor denkbar?

Ich habe meinen Pass nach Bertoldsheim gegeben. Falls Not am Mann wäre und Stammkeeper Matthias Hudler ausfällt, würde ich mich reinstellen. Aber ich habe grundsätzlich nicht den Anspruch, heuer noch mal zu spielen. Nach meinem Bandscheibenvorfall, wegen dem ich in der Hinrunde nicht einsatzfähig war, habe ich jetzt keine Probleme mehr und die Vorbereitung komplett mitgemacht. Im Testspiel in Stammham habe ich bereits Hudler vertreten.

Ist das Aufeinandertreffen morgen mit dem SV Klingsmoos ein komisches Gefühl für Sie?

Bisher noch nicht. Wenn ich morgen dann aber zum Platz fahre, dann wohl schon, wenn man die ganzen Klingsmooser wieder sieht.

Sie sind seit 30 Jahren Mitglied beim SV Klingsmoos und haben lange dort gespielt. Dabei haben Sie einige Auf- und Abstiege erlebt. Was ist besonders in Erinnerung geblieben?

Es war eine durchgängig schöne Zeit. Ich habe mit fünf Jahren angefangen, dort Fußball zu spielen und bin 32 Jahre geblieben. Wir haben mit der 1. Mannschaft einige Erfolge gehabt, aber auch die Misserfolge gehören im Fußball mit dazu. Höhepunkt war die Zeit in der Bezirksliga, aber ich möchte auch die anderen Zeiten, die auch sehr intensiv waren, nicht missen.

2012 haben Sie dann das Traineramt übernommen. Wenn man solange in einem Verein ist und dann Trainer wird, begibt man sich auf einen Schleudersitz. War es im Nachhinein ein Fehler, den Posten als Trainer übernommen zu haben?

Nein, ich habe bereits ein, zwei Jahre zuvor angedacht, ins Trainergeschäft einzusteigen. Es war mir bewusst, als ich dem Traineramt zugestimmt habe, dass es irgendwann einmal beendet sein wird und ich nicht bis ins Grab Trainer beim SV Klingsmoos sein werde. Schade ist nur, dass es auf diese Weise zu Ende gegangen ist. Ich will da aber jetzt nicht mehr nachkarten.

Demnach werden Sie wieder als Trainer arbeiten?

Ja, dass habe ich vor. Zur neuen Saison werde ich wieder ein Traineramt übernehmen. Aber spruchreif ist noch nichts.

Wie beurteilen Sie allgemein die Lage in der Liga? Es hat sich ein Vierkampf gegen den Abstieg entwickelt?

Es wird wahrscheinlich bis zum Ende so bleiben, da sich in den Kadern der Abstiegskandidaten nicht so viel getan hat und wohl keiner eine Serie starten wird.

Wie ist es zu erklären, dass der SV Klingsmoos in diese Tabellenregionen geraten ist?

Die Mannschaft ist relativ jung. Die vergangenen Jahre musste man immer wieder Leistungsträger abgeben. Christoph Meitinger und Kevin Irl, der jetzt wieder zurückgekehrt ist, sind etwa als Trainer nach Echsheim gegangen. Auch andere Spieler haben den Verein gewechselt, dazu viele Langzeitverletzte. Es gab einfach einen ziemlichen Umbruch in den jüngsten beiden Jahren, der nicht kompensiert werden konnte.

Ist bei Ihnen irgendwann eine Rückkehr zum SV Klingsmoos möglich? Man sollte zwar niemals nie sagen, aber im Moment ist es eher weniger vorstellbar.

Schaffen beide Teams, sowohl Bertoldsheim als auch Klingsmoos, den Klassenerhalt?

Wenn ich es mir aussuchen könnte, dann sollten beide die Klasse halten. Momentan bin ich aber beim SV Bertoldsheim, daher drücke ich ihm morgen die Daumen.

Und wie geht das Spiel aus?

Ich tippe auf ein 2:1 für Bertoldsheim. Interview: Benjamin Sigmund

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