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NR-Doppelpass

02.10.2017

Torhüter wird zur tragischen Figur

Umkämpft: Die TSG Untermaxfeld (von links Maximilian Wenger und Thomas Edler) besiegte den SV Münster (links Manuel Wenzel) durch einen Treffer kurz vor Schluss mit 2:1.
Bild: Xaver Habermeier

Münsters Keeper Florian Hedorfer zeigt bei der 1:2-Niederlage in Untermaxfeld bis kurz vor Schluss eine starke Leistung, boxt sich den Ball dann aber ins eigene Tor. Wie die beiden Trainer das Spiel bewerten

„Ja mit der Leistung bin ich sehr zufrieden“, antwortete TSG-Trainer Wolfgang Rückel auf die Frage nach seinem Spielfazit. Mit dem 2:1-Erfolg gegen den SV Münster hat Aufsteiger Untermaxfeld nun die jüngsten drei Partien gewonnen. „So müssen wir weitermachen und noch möglichst viele Punkte bis zur Winterpause holen“, gibt Rückel als Marschroute aus. Zu bemängeln habe er nur, dass sich seine Mannschaft früher belohnen hätte müssen.

Belohnt hätte sich zu Anfang des Spiels fast der SV Münster. SVM-Stürmer Michael Kerbstadt hatte in der neunten Spielminute das Leder im TSG-Tor untergebracht, allerdings regelwidrig. Laut Schiedsrichter Stefan Ebenbeck hatte Kerbstadt bei der Ballmitnahme die Hand zu Hilfe genommen. Ab der 15. Minute bestimmte die TSG das Spiel und kam zu einigen Torchancen. Marco Veitinger scheiterte in der 31. Minute am Außennetz, Andre Fleury mit einer schönen Direktabnahme an der starken Parade des SVM-Torhüters Florian Hedorfer. Münster kam jetzt nur noch selten zu Entlastungsangriffen. Einer davon hätte in der 40. Minute beinahe die Führung zur Folge gehabt, als der Schuss von Peter Mayrhofer im letzten Moment von TSG-Spieler Manuel Veitinger geblockt wurde. Besser machte es Mayrhofer zehn Minuten nach der Pause, als er frei vor dem TSG-Gehäuse auftauchte und Torhüter Zach keine Chance ließ.

Die Reaktion der Mösler folgte postwendend. Eine Minute später staubte Andre Fleury zum 1:1 ab, nachdem Hedorfer einen Schuss nicht festgehalten hatte. In der 61. Minute hatte die TSG-Abwehr alle Mühe, einen Gegentreffer zu verhindern, als sich Kerbstadt in den Strafraum getankt hatte. Danach spielte nur noch die TSG und kam fast im Minutentakt zu Chancen, die aber weder Michael Beck (76.), Matthias Guther (78.) noch Fleury nutzten. Zur tragischen Figur wurde in der Schlussphase der ansonsten glänzend haltende SVM-Torhüter Hedorfer. In der 85. Minute fischte er einen schönen Schuss von Andre Ruf aus dem Winkel, nur um sich nach der anschließenden Ecke von Marco Veitinger den Ball ins eigene Tor zu boxen (87.). Den TSG-Spielern war das egal. Ausgelassen feierten sie ihren dritten Sieg in Folge.

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Anders war die Stimmungslage bei Münster-Trainer Bernhard Schuster, der enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft war. „Vor allem in der zweiten Halbzeit war Untermaxfeld besser“, kommentierte Schuster. Wegen einiger strittigen Entscheidungen die Schuld beim Schiedsrichter zu suchen, davon halte er nichts. „Wir hatten zwar die jüngsten drei Spiele und auch heute etwas Pech mit einigen Entscheidungen, aber das gleicht sich im Laufe einer Saison immer aus.“

TSG Untermaxfeld Zach – Scharbatke, Seissler, Manuel Veitinger, Fleury, Ruf, Marco Veitinger, Koschig, Reiter, Edler, Wenger (Kies, Guther, Beck)

SV Münster Hedorfer – Werner, Krabler, Drexler, Wenzel, Wiener, Mayrhofer, Fetsch, Kerbstadt, Spies, Schuster (Hörmann, Sommer, Wiest)

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Erleichterung in Untermaxfeld

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