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Hallenfußball

07.01.2019

VfR Neuburg siegt nach Krimi

Jubel beim VfR Neuburg: Die Mannschaft von Trainer Christian Krzyzanowski gewann im Finale gegen den FC Rennertshofen.
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Jubel beim VfR Neuburg: Die Mannschaft von Trainer Christian Krzyzanowski gewann im Finale gegen den FC Rennertshofen.
Bild: Xaver Habermeier

Lilaweiße verteidigen ihren Titel durch einen 6:5-Finalsieg nach Neunmeter-Schießen gegen den FC Rennertshofen. Das Turnier bietet so manche Überraschung.

Der letzte Neunmeter im Endspiel war einem Urgestein vorbehalten. Karl Iblher lief an. Er schoss in die linke Ecke, der Torhüter sprang in die rechte. Das Finale war entschieden, die Spieler des VfR Neuburg durften jubeln. Durch einen 6:5-Erfolg nach NeunmeterSchießen gegen den FC Rennertshofen verteidigte der Top-Favorit seinen Titel.

Für Iblher, 47 Jahre alt, bedeutete der Triumph den neunten Titelgewinn bei der Traditionsveranstaltung. „Die jungen Kerle haben weiche Knie bekommen, dann habe ich mir den Ball genommen“, scherzte Iblher, der als neunter Feldspieler im Kader zuvor in der Vorrunde ein paar Minuten mitspielen hatte dürfen. Denn der VfR Neuburg bewies, dass ihm das Turnier von Bedeutung ist, lief mit seinen besten Hallenspielern auf. Dementsprechend sah es lange nach einem ungefährdeten Durchmarsch des Landesligisten aus. Angeführt von Kapitän Sebastian Habermeyer, der zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde, dominierte der VfR die Gruppenspiele nach Belieben. Neun von zehn Partien wurden gewonnen, zum Teil trotz der kurzen Spielzeit von neun Minuten überaus deutlich.

Doch als es in die K.o.-Phase ging (eine Partie dauerte nun 15 Minuten) hatte der Favorit zu kämpfen. Im Viertelfinale bereitete ihm die SpVgg Joshofen-Bergheim II, die große Überraschung des Turniers erhebliche Probleme. Bis fünf Minuten vor Schluss stand es 2:2, ehe noch ein 5:2-Erfolg gelang. Auch das Halbfinale gegen Untermaxfeld war knapp. Die TSG verteidigte geschickt und hielt bis kurz vor Schluss ein 0:0. Dann erlöste Rainer Meisinger den VfR. Im Endspiel gegen den FC Rennertshofen drehte Robert Zisler mit zwei Treffern (7., 9.) den Gegentreffer von Lukas Ferschl (3.). Doch Khalid Abunemah gelang noch das 2:2 (11) und Torhüter Maxi Kober vereitelte die ein oder andere VfR-Chance. „Mich hat geärgert, dass wir im Endspiel fünf klare Torchancen vergeben haben“, sagte Trainer Christian Krzyzanowski, der mit dem Auftritt seines Team während des gesamten Turniers „sehr zufrieden“ war. Denn im Neunmeterschießen versagten Rennertshofens Roland Heckel und Simon Pickhard die Nerven, während beim VfR einzig Zisler vergab.

Nils Lahn vom BSV Neuburg erzielt eine Sekunde vor Schluss ein Tor gegen SV Echsheim

Trotz der Finalniederlage war auch FCR-Trainer Tommy Mutzbauer mit dem Abschneiden zufrieden: „Wir haben einen guten Kampf geliefert. Es war ein anspruchsvolles Finale. Uns ist es gelungen, nach vorne zu spielen und Chancen zu kreieren.“ Beim Neunmeter-Schießen würden nun mal wenige Zentimeter über Sieg oder Niederlage entscheiden. Diese Erfahrung hatte der FC Rennertshofen bereits im Viertelfinale gemacht. Dort allerdings mit positivem Ausgang, da man sich letztlich mit 5:4 gegen den Bezirksligisten TSV Rain II durchsetzte. Überhaupt waren die Partien in der Runde der letzten Acht an Spannung kaum zu überbieten. Nils Lahn vom BSV Neuburg erzielte etwa mit einem Treffer mit dem Hinterkopf eine Sekunde (!) vor Schluss den umjubelten 3:2-Siegtreffer gegen den SV Echsheim. Außerdem mühte sich der FC Ehekirchen vergeblich, die 1:2-Niederlage gegen Untermaxfeld zu verhindern. „Wir haben natürlich mehr erwartet“, sagte FCE-Spielertrainer Michael Panknin. Die TSG habe „sehr gut gekämpft und gespielt“ und seiner Mannschaft „keine Räume gelassen“. Für Untermaxfeld reichte es am Ende zum dritten Platz, der durch einen 5:1-Erfolg gegen den BSV Neuburg errungen wurde.

Größte Überraschung des Turniers war die SpVgg Joshofen-Bergheim II, die weiter kam als die hoch gehandelte erste Mannschaft. „Wir haben eine Allstar-Truppe zusammengestellt mit einigen Spielern, die gar nicht im Spielbetrieb sind“, sagte Max Fischer-Stabauer. Am ersten Turniertag stürmte sogar Rinaldo Markati, der auch als Trainer des FC Zell/Bruck am Turnier teilnahm. Nach überzeugenden Partien in der Vor- und Zwischenrunde war dann allerdings gegen den späteren Turniersieger VfR Neuburg Schluss. „Die VfR-Spieler sind schneller und flinker als alle anderen Teams und haben eine ganz andere körperliche Konstitution“, lobte Fischer-Stabauer den Turniersieger. Den Titel für die junge Mannschaft sicherte letztlich Karl Iblher. Ebenfalls ein Routinier.

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