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12.12.2010

Volles Haus soll die Löwen ausbremsen

Er war mal ein echter 60er: Andreas Görlitz spielte vier Jahre in der Jugend des TSV 1860 München, bevor er nach einem Jahr bei der zweiten Mannschaft - drei Spielzeiten im Aufgebot des A-Teams stand. Nun hofft der Schanzer auf einen Einsatz gegen seinen Ex-Verein am Sonntag. Foto: Roland Geier
Bild: Roland Geier

Ingolstadt Schon vor dem morgigen Aufeinandertreffen des FC Ingolstadt und des TSV 1860 München im ausverkauften Audi Sportpark (13.30 Uhr) sorgen die Spieler der Löwen für mächtig Zündstoff: In einer Münchner Boulevardzeitung sprachen sie der Partie jegliche Brisanz ab. Es sei allenfalls ein "Möchtegern-Derby", meinte Moritz Leitner, der Jungstar der Mannschaft. Das einzig wahre Derby ist für ihn das gegen den FC Bayern München, Spiele gegen den FC Augsburg lasse der 18-Jährige gerade noch durchgehen. Auch bei Stefan Aigner kommen keine besonderen Gefühle auf, wenn es morgen gegen die Schanzer geht. Ingolstadt liege für ihn kurz vor Preußen, da kommen "keine Emotionen hoch."

"Ob Paderborn oder Ingolstadt, das nimmt sich nicht viel"

Diplomatischer dagegen drückte sich Benny Lauth aus, der von einem "kleinen Derby" sprach. "Ob der Gegner Paderborn oder Ingolstadt heißt, nimmt sich nicht viel", sagte der Vizekapitän der 60er. Nur Trainer Reiner Maurer, der den Tabellenvorletzten nicht unterschätzten möchte, erwartet eine ganz heiße Partie. Maurer rechnet mit einem halben Heimspiel für die Löwen, denn von den 15 000 Besuchern im Audi Sportpark baut er auf 7 500 Anhänger der Weiß-Blauen.

Hoch motiviert geht der 50-Jährige in diese Partie. Bisher hat er nämlich gegen seinen Trainerkollegen Benno Möhlmann zu dessen Fürther Zeiten zwei Siege und ein Unentschieden geholt. Aber der bleibt gelassen. Wenn Reiner Maurer ein Zahlenspiel mitmachen wolle, dann "soll er das gerne tun". Schließlich kann auch der Schanzer Coach auf Erfolge gegen die Löwen verweisen, wie zum Beispiel das eindrucksvolle 3:0 der Fürther in der Allianz Arena im Januar 2007. Auch vom Galaauftritt der Münchner gegen Hertha BSC will sich Möhlmann nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sicher, die 60er hätten einen guten Lauf und gingen selbstbewusst in die Partie. Sein Team habe er aber auf den Gegner vorbereitet, überhaupt habe die Mannschaft "ein ordentliches Trainingsprogramm durchgezogen."

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Trotzdem bleibe die Ausgangslage unverändert: "1860 München ist Favorit und wir sind der Außenseiter." Die Giesinger schielen nach den jüngsten Erfolgen wieder auf die Aufstiegsplätze. Dabei wird es wohl nicht ausbleiben, dass zur Winterpause Spieler verkauft werden, um den Traditionsverein zu sanieren.

Der 56-jährige Schanzer-Coach freut sich derweil auf das erste ausverkaufte Heimspiel. Das sei für einen Fußballer immer etwas Besonderes, auch wenn nicht alle Fans hinter seiner Mannschaft stehen werden. Die Atmosphäre müsste alle beflügeln, meinte Möhlmann, der am Sonntag zwar nicht die Qual der Wahl hat, aber aus einer großen Auswahl seines Kader schöpfen kann. Trotzdem: Viele Gründe, die Startelf zu ändern, wird er nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen wohl nicht sehen.

Aufgrund der starken Schneefälle bitten die Verantwortlichen des FC Ingolstadt die Fans schon im Vorfeld des Spiels um Mithilfe: Wer Zeit und eine Schneeschaufel zur Hand hat, könnte heute Vormittag ab 10 Uhr im Audi Sportpark vorbei kommen, um Platz und Ränge zu räumen. Getränke, Brotzeit und eine Stehplatzkarte für ein Rückrundenspiel gibt es als Dankeschön.

Ex-Schanzer: Comeback von Andreas "Zecke" Neuendorf: Der 35-Jährige, der vor der Saison vom FC Ingolstadt zu Hertha BSC Berlin zurückgekehrt ist und die U 23 verstärkte, trainierte diese Woche bei den Profis mit und könnte am Sonntag gegen Erzgebirge Aue auflaufen.

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