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Fußballer-Spitznamen

07.08.2019

Von Bumsi, Zizek, Klöner bis Cesenatico

Bekam vom Busfahrer den Spitznamen „Cesenatico“ verpasst: Karlshulds Claudio Maritato (rechts).
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Bekam vom Busfahrer den Spitznamen „Cesenatico“ verpasst: Karlshulds Claudio Maritato (rechts).
Bild: Roland Geier

Spitznamen kommen oftmals durch puren Zufall oder auch ein bestimmtes Ereignis zustande. Die Neuburger Rundschau hat sich bei den Vereinen in der Region umgehört und lüftet nun einige Geheimnisse

Es gibt sie in jedem Verein und jedem Team – und das zuhauf! Gemeint sind Spitznamen, die sich oftmals die Mannschaftskameraden untereinander verpassen. Einige dieser lustigen Namensgebungen kommen eher zufällig zustande, während hinter den anderen oftmals sogar eine lustige und kuriose Entstehungsgeschichte steckt. Wir haben uns bei den Fußball-Vereinen der Region einmal umgehört und sind auch fündig geworden.

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Fabian Habermeier (SV Sinning) alias „Klöner“: „In unserer Siedlung in Sinning wohnen auch vier von meinen besten Kumpels. Nachdem diese zwischen einem und vier Jahre älter waren, war ich stets der Kleinste und Jüngste. Aus diesem Grund ist dann – als ich vier oder fünf Jahre alt war – mein ursprünglicher Spitzname ’Kleiner’ entstanden“, erinnert sich Fabian. Im Laufe der Zeit sei dieser dann auf ’Klöner’ übergegangen. „Nachdem ich ihn jetzt schon derart lange trage, habe ich auch überhaupt kein Problem damit und kann damit auch ganz gut leben“, lacht der 20-jährige Kicker des A-Klassisten SV Sinning.

„Klöner“ gegen die „Großen“: Sinnings Fabian Habermeier (links) zählt eher zu den schmächtigen Kickern in seiner Mannschaft.
Bild: Dirk Sing

Peter Leimser (Trainer SV Weichering) alias „Lupo“: In Fußball-Kreisen ist der Coach des A-Klassisten SV Weichering seit Jahrzehnten unter dem Spitznamen „Lupo“ bekannt. Doch wie kam es dazu? „Das Ganze ist eigentlich aus purem Zufall und völlig spontan entstanden“, berichtet Leimser. Und zwar während seiner aktiven Zeit beim BSV Neuburg. „Als wir nach einer Partie unter der Dusche gestanden sind, hat mein Teamkollege Siggi Heckl plötzlich den Namen ’Lupo’ laut gerufen. Ich habe mich dann umgedreht und ihn gefragt, wen er denn damit meint“, so Leimser. Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: „Dich! Du bist ab sofort der Lupo.“ Und das seit nunmehr rund 25 Jahren.

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Thomas Seißler (FC Zell/Bruck) alias „Hector“: Eigentlich heißt der 21-jährige Abwehrspieler des A-Klassisten FC Zell/Bruck mit Vornamen Thomas. „Doch irgendwie meint mittlerweile jeder, dass Hector mein richtiger Name sei“, lacht Seißler, der damit „aber überhaupt kein Problem“ habe. Wer ihm den Spitznamen ’Hector“ einst verpasste, daran kann sich der Youngster freilich noch sehr gut erinnern. „Das war der Christoph Vetter“, so Seißler und erklärt: „Während unserer gemeinsamen B-Jugend-Zeit waren wir öfter abends unterwegs. Und an einem Tag sind wir – aus welchem Grund auch immer – auf die Idee gekommen, uns altertümliche Spitznamen zu geben. Und schon war ich der ’Hector’.“ Auch bei seinen FC-Teamkollegen ist dementsprechend der Name ’Thomas’ quasi absolut tabu.

Claudio Maritato (SV Karlshuld) alias „Cesenatico": „Mit dem Nachnamen unseres letztjährigen Co-Trainers hatten einige Leute doch gelegentlich ihre Schwierigkeiten. Da kam dann oftmals nur Mario heraus“, berichtet SVK-Kapitän Max Seitle. Als die Mösler ins Trainingslager gefahren sind, habe der Busfahrer das Ganze getoppt. „Wir haben abends Karten gespielt. Dabei ist Claudio zwischendurch aufgestanden und hat eine Runde Bier geholt. Als er dann mit ein paar Flaschen zurückgekommen ist, hat der Busfahrer in die Runde gefragt: Hat er mir jetzt auch eines mitgenommen, der Cesenatico?“, so Seitle weiter. Und Schwupps, schon war der neue Spitzname für Claudio Maritato kreiert!

Peter Berger (SV Klingsmoos 2) alias „R2“: Ein Buchstabe in Verbindung mit einer Zahl als Spitzname? Das gibt’s bei der zweiten Mannschaft des SV Klingsmoos. Wie es dazu kam, erklärt Bergers Teamkollege Stefan Brosi: „R2 ist auf dem Playstation-Controller bekanntlich die Taste für’s Sprinten. Nachdem der Peter jetzt nicht zu den Edeltechnikern in unserer Mannschaft zählt, dafür aber laufen und sprinten kann wie kein Anderer beziehungsweise 90 Minuten lang die Linie rauf und runter rennt, nennen wir ihn oft ’R2’ (lacht)“.

Stefan Klink (VfR Neuburg) alias „Bumsi“: Quasi einen „vererbten Spitznamen“ trägt Stefan Klink vom Landesligisten VfR Neuburg mit sich herum. „Seit ich im Alter von sieben oder acht Jahren bei der TSG Untermaxfeld mit dem Fußballspielen begonnen habe, heiße ich bei meinen Teamkollegen und Kumpels eigentlich nur ’Bumsi’“, verrät der 23-Jährige. Seine damaligen Mannschaftskameraden hatten erfahren, dass bereits sein Vater immer ’Bumsi’ gerufen wurde. „Das hat ihnen anscheinend so gut gefallen, dass sie mir diesen Spitznamen auch verpasst haben“, sagt Klink. Warum sein Papa einst so genannt wurde, wisse er jedoch nicht. „Es gibt zwar mehrere Theorien. Aber genau nachgefragt habe ich bislang noch nicht“, meint der Mittelfeld-Akteur mit einem Augenzwinkern.

„Bumsi“ in Aktion: Bereits als Kleiner Knirps bekam VfR-Akteur Stefan Klink (links) seinen Spitznamen verpasst.
Bild: Dirk Sing

Markus Öxler (SV Ludwigsmoos) alias „Ömer“: Den Spitznamen „Ömer“ bekam der 29-jährige Abwehrspieler des B-Klassisten SV Ludwigsmoos von seinem Spielertrainer Daniel Marx verpasst. „Als ich vor zwei Jahren zum SVL gekommen sind, habe ich auf seinem Trainingsanzug die Initialen ÖM gesehen. Irgendwann bin ich dann auf ’Ömer’ gekommen, was einige Teamkollegen sofort lustig fanden. Seitdem heißt Markus bei uns Ömer“, berichtet Marx.

Marcel Schiele (FC Illdorf) alias „Mauzi“: „Unser Marcel ist ein echter Paradiesvogel, der hin und wieder Sachen bringt, die kein Anderer schafft. In dieser Hinsicht ist er wirklich einzigartig“, lacht Illdorfs Kapitän Uli Birkmeir. Nachdem der Mittelfeldspieler des A-Klassisten „gerne mal über alle möglichen Dinge jammert, hat vor fünf Jahren mal ein Teamkollege ’Du bist a Mauzi’ zu ihm gesagt. Und seitdem heißt er bei uns eigentlich nur noch ’Mauzi“, so Birkmeir und erklärt: „Der Begriff ’Mauzi’ stammt von ’Rummiezen’. Daher passt er schon auch ziemlich gut (lacht).“

Matthias Rutkowski (FC Ehekirchen) alias „Zizek“: Der Spitznamen des 26-Jährigen stammt aus dem Polnischen. „Mein großer Bruder und ich haben den Matze als kleinen Jungen immer damit aufgezogen, weil er sehr stark an unserer Mama hing. Letztlich bedeutet dieser Spitzname so etwas wie Muttersöhnchen“, erklärt FCE-Kapitän und Bruder Sebastian Rutkowski. Ginge es nach Matze selbst, hätte der Begriff „Zizek“ indes eine (ganz) andere Bedeutung: „Nachdem ich ja immer kämpfe wie ein Löwe, darf man mich auch gerne ’Löwe’ nennen (lacht).“

„Zizek“ gibt Gas: Ehekirchens Matthias Rutkowski (links) bekam seinen Spitznamen von seinen Brüdern verpasst.
Bild: Dirk Sing

Nico Bessle (SpVgg Joshofen-Bergheim) alias „Sepp": Die Entstehung geht nahezu zehn Jahre zurück. „Wir saßen nach dem Training bei einer Besprechung zusammen. Und nachdem Nico einfach keine Ruhe geben konnte, hat ihn unser damaliger Coach Tobias Bauer mit ’Sepp’ ermahnt. In diesem Moment hatte Tobi einfach - warum auch immer - nen Vornamen Sepp im Kopf“, erinnert sich Daniel Tobolars, Bessles Teamkollege bei der SpVgg. Von da an war der Spitzname „Sepp“ geboren.

Markus Meilinger (SC Ried) alias „Mambo“: „Markus hat vor etlichen Jahren auf unserer Weihnachtsfeier mal mit dem Keyboard gespielt“, berichtet SCR-Akteur Lukas Huber. „Zu diesem Zeitpunkt war ’Mambo-Kurt’, der unter anderem Lieder von Rammstein auf seiner Orgel spielt, in unserer ’Ersten’ ziemlich angesagt. Schließlich haben wir Markus einfach den Spitznamen ’Mambo’ verpasst und nennen ihn bis heute so.“

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