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11.11.2017

„Vorsprung nach unten ist wichtiger“

Kann mit der bisherigen Saison des SV Karlshuld nur bedingt zufrieden sein, da gerade gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller Punkte hergegeben wurden: Trainer Peter Krzyzanowski.
Bild: Roland Geier

Karlshulds Trainer Peter Krzyzanowski will in der Kreisliga Donau/Isar nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Wie eine bessere Ausgangsposition verschenkt wurde

Eine regelrechte Achterbahnfahrt hat der SV Karlshuld in der Kreisliga Donau/Isar in der Hinrunde hinter sich. Am morgigen Sonntag (14.30 Uhr) steht nun das letzte Spiel vor der Winterpause beim Spitzenreiter TSV Gaimersheim auf dem Programm. Die Neuburger Rundschau hat sich mit Trainer Peter Krzyzanowski darüber unterhalten, wie er mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden ist und wo der Weg der Grünhemden noch hinführt.

Herr Krzyzanowski, Ihre Mannschaft steht nach 15 Spieltagen mit sechs Siegen, zwei Unentschieden und sieben Niederlagen auf Rang acht. Sind Sie mit dem bisherigen Abschneiden zufrieden?

„Unterm Strich bin ich zufrieden. Unser Minimalziel war, vor der Winterpause 20 Punkte zu erreichen. Das haben wir erfüllt, wobei ich es nicht immer an den Punkten oder Ergebnissen festmachen will. Man muss schauen, wie die Entwicklung der Mannschaft ist. Da hat man schon gesehen, dass wir anfangs weit weg waren von dem, was wir wollten. Aber in den vergangenen Wochen, als wir Siege einfuhren, haben wir uns von der taktischen Disziplin her stark verbessert und man merkt, dass sich unsere Arbeit bestätigt.“

Sind der Zehn-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsplätze für Sie wichtiger als die sechs Punkte Rückstand zur Tabellenspitze?

„Logisch ist der Vorsprung zu den Abstiegsplätzen wichtiger. Vor sechs, sieben Wochen waren wir Vorletzter. Wir schauen jetzt, dass wir bis zur Winterpause den Abstand nach hinten halten, damit wir im Frühjahr befreiter aufspielen können.“

Für Ihre Mannschaft hätte bisher aber mehr drin sein können als der achte Rang. Mit 24 geschossenen Toren gehört der Angriff zu den besten der Kreisliga. Mit 27 Gegentreffern aber gehört die Abwehr zu den schwächsten der Liga. Was ist der Grund der fehlenden Balance zwischen Angriff und Abwehr?

„Die Gründe sehe ich klar in der Grundordnung und der taktischen Disziplin. Da muss die Mannschaft noch viel lernen. In erster Linie muss sie kompakter verteidigen. Deshalb haben wir am Anfang auch so viele Gegentore bekommen.“

Auffallend war, dass Ihre Mannschaft ausgerechnet gegen Teams wie den Tabellenletzten FC Hepberg und den Vorletzten FC Wackerstein/Dünzing nicht gerade glänzte und sechs Punkte verschenkte. Sechs Zähler mehr und Ihre Mannschaft hätte mit dem Spitzenduo TSV Gaimersheim und dem TSV Baar/Ebenhausen gleichgezogen. Ist die Mannschaft gegen solche Gegner nicht motiviert genug oder fehlt ihr einfach die Erfahrung?

„Da gibt es einen einfachen Grund. Wir tun uns einfach schwer, wenn wir das Spiel machen und aufbauen müssen. Daran aber arbeiten wir.“

Am morgigen Sonntag (14.30 Uhr) sind Sie mit Ihrer Mannschaft beim Tabellenführer TSV Gaimersheim zu Gast, gegen den Ihre Truppe in der Hinrunde mit 2:5 die höchste Saisonniederlage kassierte. Gaimersheim ist der Remiskönig (lacht) der Liga. Der TSV siegte sechs Mal und verlor nur eine Partie (am vergangenen Spieltag überraschend glatt mit 1:4 gegen Sandersdorf). Wie wichtig wäre es für Sie, mit einem Sieg in die Winterpause zu gehen?

„Wir waren im Hinspiel eine Klasse schlechter als der TSV Gaimersheim. Da waren wir viel zu ruhig und das ist Motivation genug, vor einer viermonatigen Pause noch einmal einen rauszuhauen. Ich denke, wir sind nicht chancenlos.“

Was sind Ihre Ziele im Frühjahr? Wollen Sie mit Ihrer Mannschaft noch einmal vorne angreifen?

„Wir schauen, dass wir uns im spielerischen und taktischen Bereich enorm verbessern und schauen lieber nach unten in der Tabelle, dass in diese Richtung nichts mehr passiert.“

Der TSV Lichtenau (8.), der mit sieben Unentschieden in der Kreisklasse einfach nicht vom Fleck kommt, erwartet am morgigen Sonntag (14.30 Uhr) den TSV Reichertshofen (3.), den die Truppe von Dominik Berchermeier in der Hinrunde mit 2:0 geschlagen hat. Für den TSV Lichtenau steht dann am nächsten Wochenende noch die Nachholpartie gegen den SV Geroldshausen an.

Am morgigen Sonntag um 12.30 Uhr steht das Duell der Tabellennachbarn zwischen den zweiten Anzügen des TSV Gaimersheim (6.) und des SV Karlshuld (5.) an. Auch Thorsten Möbius muss, bevor er mit seinem Team in die Winterpause gehen kann, nächsten Sonntag beim FC Böhmfeld ein Nachholspiel bestreiten.

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