Donaumoos Open

08.08.2018

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Starker und erfolgreicher Auftritt: Tomas Novy vom TC Pöttmes (links) und Johannes Keil vom TC Schrobenhausen (rechts) konnten bei den Donaumoos Open in Karlshuld ihre Konkurrenzen für sich entscheiden.
Bild: Xaver Habermeier

Großes Zuschauer-Interesse bei der hochkarätig besetzten Traditions-Veranstaltung. Mit Tomas Novy und Johannes Keil triumphieren auch zwei Akteure aus der Region

Die Tennisabteilung des SV Karlshuld hatte am vergangenen Wochenende wieder allen Grund zur Freude. Nicht nur, dass die einzelnen Konkurrenzen bei den „Donaumoos Open“ hervorragend besetzt waren. Auch der Zuspruch der Fans war überragend. Trotz der tropischen Temperaturen waren genügend Anhänger aus der Region gekommen, um die Teilnehmer entsprechend anzufeuern.

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Herren 40

Insgesamt 16 Teilnehmer (die maximale Feld-Größe im Senioren-Bereich) kämpften um Punkte für die Leistungsklassen (LK) und deutsche Rangliste. Schon bei der Meldung war zu erkennen, dass diese Spielklasse derart stark besetzt war, dass Akteure mit der LK 10 gerade noch ins Feld rutschten. Der topgesetzte Gerhard Hemm (LK 5) vom TC Friedberg musste schon in seiner zweiten Partie gegen Gerhard Stöckl (LK 6/TC Utting) mit Krämpfen geplagt aufgeben. Stöckl war dann auch von Matthias Lübbert (LK 6) aus Marxheim im Halbfinale nicht zu stoppen.

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Auch in der unteren Hälfte des Tableaus war für die gesetzten Spieler schnell Schluss. Dort zog Harald Janson vom TC Walldorf-Astoria nach drei Partien, die stets im Match-Tiebreak zu seinen Gunsten entschieden wurden, ins Endspiel ein. Dabei trat Stöckl beim Einspielen derart unglücklich auf einen Ball, dass er das Match gegen Janson kampflos abgeben musste.

Herren 30

Hier hatten ebenfalls 16 Akteure gemeldet. Topgesetzt war Herbert Jarczyk (DR 138) von der SpVgg Zolling mit Leistungsklasse 3. Im Halbfinale wurde ihm durch Andreas Prechtl (LK 5) vom ASV Burglengenfeld, dem Sieger aus dem Jahr 2015, alles abverlangt. Er konnte sich erst im Match-Tiebreak mit 10:6 durchsetzen. In der unteren Hälfte des Tableaus setzte sich Tomas Novy (LK 5) vom TSV Pöttmes durch. Er entschied sein Halbfinale gegen Thomas Vogl (LK 8) vom TC Großhesselohe nach hart umkämpften Sätzen mit 6:4 und 6:3 für sich.

Auch im Endspiel schenkten sich beide Kontrahenten nichts und kämpften sich – nach einem 6:1 für Novy – in den Tiebreak des zweiten Satzes. Novy hatte hier die besseren Ideen und siegte mit 7:6. Damit konnte er seinen Titel aus dem Jahr 2014 wiederholen und trug sich erneut in die Siegerliste ein.

Herren B

Diese Kategorie wurde wie immer von Akteuren mit Leistungsklasse 7 bis 23 ausgetragen. Insgesamt 28 Teilnehmer aus der ganzen Region lieferten sich spannende Wettkämpfe. Die Setzliste wurde von Gregor Lohmüller (LK 8) aus Ergolding angeführt. Er musste aber schon im Viertelfinale seine Koffer packen, da Andreas Ehstand (LK 11) vom TC Rot-Weiß Straubing an diesen Tag nicht zu packen war. Mit 6:4 und 6:0 zog Letzterer in die nächste Runde ein. Johannes Keil (LK 9) vom TC Schrobenhausen war an Nummer fünf gesetzt. Er präsentierte sich an diesem Wochenende in absoluter Topform und dominierte seine Gegenspieler derart souverän, dass er bis ins Finale nur sechs (!) Spiele in vier Partien abgab.

In der unteren Hälfte spielte sich Paul Brandl (LK 9) vom FC Langweid bis ins Halbfinale vor und musste dort – wie schon im vergangenen Jahr, als Verlierer vom Platz gehen. Tobias Bauer (LK 8) vom TC Pfaffenhofen verlor den ersten Satz mit 4:6, fand dann aber zu seinem Spiel und setzte sich mit 6:2 im zweiten Durchgang durch. Somit musste der Match-Tiebreak entscheiden. Hier hatte Bauer das glücklichere Händchen und zog mit 10:7 ins Endspiel ein. Dieses wurde dann zu einer Macht-Demonstration Keils. Er ließ Bauer nicht den Hauch einer Chance und erteilte ihm die „Höchststrafe“ im Tennis. Mit 6:0 und 6:0 beendete er die Partie und darf sich nun Donaumoos-Open-Sieger 2018 nennen.

Herren A

Hier waren ebenfalls 32 Akteure angetreten, um sich den Siegerpokal, Ranglisten-Punkte und das Preisgeld zu sichern. Für ein Turnier dieser Kategorie war das Niveau immens. Sage und schreibe zwölf Teilnehmer hatten die LK 1 beziehungsweise Positionen unter den ersten 600 der deutschen Rangliste.

Der noch 18-jährige Johannes Fleischmann (DR 122) vom TC Teublitz war als Topgesetzter in der ersten Runden nicht sonderlich gefordert und zog locker ins Halbfinale ein. Auch der an „Zwei“ gesetzte Patrick Schmitt (DR 236) vom TC Bamberg hatte in der unteren Hälfte keine Mühe, seine Partien zu gewinnen und traf dann am Sonntagvormittag auf Alexander Braun (DR 250) vom MTTC Iphitos München.

Die beiden Halbfinal-Begegnungen waren dann wieder einmal Werbung für den Tennissport. Michel Hopp (DR 287) vom TC Apolda (bei Erfurt) hielt in der Partie gegen Fleischmann lange Zeit mit. Spektakuläre Ballwechsel wurden vom Publikum immer wieder mit Applaus bedacht. Nach verlorenen ersten Satz war aber seine Gegenwehr gebrochen und er verlor den zweiten Durchgang schnell mit 1:6. Fleischmann konnte sich somit ein bisschen schonen und musste nicht an seine Leistungsgrenzen gehen.

Auch das zweite Halbfinal-Duell zwischen Schmitt und Braun war überaus sehenswert. Leider bleibt von dieser Partie aber nur das unsportliche Verhalten Schmitts in Erinnerung, der sich nie beherrschen konnte und durch seine Unmutsäußerungen die Zuschauer gegen sich aufbrachte. Am Ende unterlag er mit 2:6, 6:2 und 6:10.

Im anschließenden Finale (mit weniger Zuschauern als in den letzten Jahren) wurde Fleischmann stark gefordert und musste sich seine Punkte immer wieder hart erkämpfen. Ihm wurde von Braun wahrlich alles abverlangt. Fleischmann überzeugte dann schließlich durch sein druckvolles Tennis und holte sich Punkt um Punkt. Sein Gegenüber kämpfte bis zum Umfallen und wurde dabei vom Publikum immer wieder unterstützt. Dennoch war Fleischmann an diesem Nachmittag nicht zu bezwingen und gewann mit 6:3 und 6:3.

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