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Bezirksliga

23.05.2015

„Wir sind eine Bezirksligamannschaft“

Akrobatisch zum Klassenerhalt: Spielertrainer David Bulik (vorne) tritt mit dem FC Ehekirchen am letzten Spieltag beim TSV Dinkelscherben an. Mit einem Sieg wäre der Abstieg in jedem Fall verhindert.
Bild: Xaver Habermeier

FC Ehekirchen spielt in einem Herzschlagfinale in Dinkelscherben um den Klassenerhalt. TSG Untermaxfeld könnte mit einem Erfolg gegen Wemding helfen

Die Einen bereiten sich auf die alles entscheidende Partie um den Klassenerhalt vor, die Anderen treten erhobenen Hauptes den Weg in die Kreisliga Ost an und dürfen sich noch einmal die Ehre in der Bezirksliga geben.

Nein, gegensätzlicher könnte die Ausgangslage des FC Ehekirchen und der TSG Untermaxfeld vor dem letzten Spieltag kaum sein. Letztere haben nach der vorwöchentlichen 2:3-Niederlage beim Spitzenreiter und feststehenden Aufsteiger Meitingen keine Chance mehr auf das rettende Ufer und wollen sich laut Trainer Sepp Lösch sauber aus der Bezirksliga und von den eigenen Fans verabschieden. Gegner ist dann der TSV Wemding, der auf dem Relegationsplatz liegend selbst noch um den Ligaverbleib kämpft (heute, 15.30 Uhr).

Die Stimmung im Team, das in der nächsten Saison ausnahmslos zusammen bleiben wird, und beim Trainer sind trotz des Abstiegs nicht so trüb, wie man vielleicht vermuten mag. „Die Welt geht nicht unter. Wir haben uns schon seit Wochen mit etwaigen Szenarien auseinandergesetzt und richten nun den Blick nach vorne in Richtung Kreisliga“, beteuert Lösch. Abschließend werde es unmittelbar nach dem Duell mit Wemding ein gemeinsames Spanferkel-Essen und in der nächsten Woche eine Donaufahrt geben, bevor der Ball in Untermaxfeld erst einmal ruhen wird.

Derartiges konnte man beim FC Ehekirchen noch nicht planen. Für die Truppe von David Bulik geht es in einem Herzschlagfinale in Dinkelscherben (heute, 15.30 Uhr) um alles oder nichts. Sieg oder Niederlage? Erfolg oder Scheitern? Abstieg oder Klassenerhalt? Alles fokussiert sich auf 90 Minuten, in denen die Schwarz-Weißen aus eigener Kraft Antworten auf diese Fragen geben und über ihr eigenes Schicksal entscheiden können.

Schon vergangenes Wochenende hätte man vor eigenem Publikum theoretisch alles klar machen können. Doch die Ehekirchener kamen nicht über ein 1:1 gegen Günzburg hinaus und gleichzeitig holte Wemding gegen eben jene Dinkelscherbener drei Punkte. Enttäuscht, den Klassenerhalt nicht zu Hause gefeiert zu haben, ist Bulik aber nicht. „Zum Saisonende gewinnen die unteren Teams natürlich häufiger gegen vermeintliche Favoriten, weil es für sie meist um mehr geht. Uns war klar, dass sich das erst am letzten Spieltag entscheiden wird“, sagt der Spielertrainer, der seiner Mannschaft großen Kampfgeist gegen Günzburg attestiert und das Endergebnis fairerweise als gerecht ansieht.

Dieses Spiel gelte es nun aber zu vergessen und sich voll auf Dinkelscherben zu konzentrieren, gegen die Bulik voraussichtlich auf alle seine Akteure zurückgreifen kann. Auch die zuletzt verletzten Dominik Neff und Max Käser könnten auf die Bank rutschen.

Angesichts dessen ist der Übungsleiter zuversichtlich und überzeugt von seinem Team: „Wir sind eine Bezirksligamannschaft. Ich bin davon überzeugt, dass wir das packen werden.“ Wie bereits erwähnt: Veranstaltungstechnisch hat man in Ehekirchen noch nichts Konkretes geplant, denn Bulik weiß: „Die spontanen Feiern sind die besten.“

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