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DEL-Finale

11.04.2015

Zum Auftakt ohne Glück

Erstes Spiel der Finalrunde gestern Abend in Mannheim: Abgeblockt wurde in dieser Szene der Angriff von Christoph Gawlik durch Adler-Torwart Dennis Endras. Zu Hilfe kam ihm dabei Verteidiger Kurtis Foster. Der ERC-Stürmer verletzte sich kurz vor Ende des dritten Drittels und verließ humpelnd das Eis.
Bild: P-I-X.org/Michael Ruffler

Im ersten Spiel gestern Abend verkaufte sich der ERC Ingolstadt bei den Adlern in Mannheim teuer. Gereicht hat das am Ende nicht. Er verlor 1:2 nach Verlängerung

Mit einer Niederlage ist der ERC Ingolstadt ins diesjährige DEL-Finale gestartet. Der amtierende deutsche Meister musste sich gestern Abend dem Hauptrunden-Ersten Adler Mannheim unglücklich mit 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:1) geschlagen geben. Den entscheidenden Treffer erzielte Ronny Arendt nach exakt 64.46 Minuten. Die zweite Begegnung dieser „Best-of-Seven“-Serie findet am Sonntag (14.30 Uhr) in der Saturn-Arena statt.

„Jetzt geht er los - der ‘Big Dance’ (übersetzt: Großer Tanz)“, so Larry Huras vor dem gestrigen Eröffnungsbully. Auch für den Headcoach der Panther waren die Rollen in diesem Endspiel klar verteilt: „Die Adler sind zweifelsohne der große Favorit. Aber wir wollen unsere Außenseiterchance nutzen.“ Was seine Schützlinge dabei zum Auftakt in der SAP-Arena erwarten würde, war Huras freilich bewusst: „Mannheim wird von Anfang an mit seinem aggressiven Forechecking sehr viel Druck ausüben. Wir müssen daher mental und körperlich von der ersten Sekunde an bereit und hochkonzentriert sein.“

Dass der 59-jährige Kanadier mit seiner Prognose recht behalten sollte, wurde schnell deutlich. Bereits in den ersten 30 Sekunden musste ERCI-Schlussmann Timo Pielmeier sowohl gegen Martin Buchwieser als auch Andrew Jourdy zwei Glanzparaden auspacken, um einen frühen Rückstand zu verhindern. Das einzig Positive dieses Mannheimer Blitzstarts aus Panther-Sicht: Pielmeier war sofort auf Betriebstemperatur.

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Während sein Nationalmannschafts-Kollege auf der anderen Seite, Dennis Endras, im ersten Durchgang keine einzige brenzlige Situation zu überstehen hatte (auch während eines Ingolstädter Powerplays kam kein gefährlicher Schuss auf seinen Kasten), wurde es „Pille“ warm und wärmer. Vor allem während der ersten Adler-Überzahl (Jean-Francois Boucher hatte sich in der neutralen Zone eine dumme Strafzeit geleistet), lag der Führungstreffer der Hausherren mehrfach in der Luft. Doch sowohl Alex Foster (10.) als auch Jonathan Rheault und Regisseur Glen Metropolit (beide 11.) verzweifelten schier am Ingolstädter „Teufelskerl“ zwischen den Pfosten. Als wenige Minuten später erneut Boucher in der „Kühlbox“ saß, war es schließlich Ex-NHL-Star Jochen Hecht, der den Puck nicht an Pielmeier vorbei brachte (19.). Die beste Gelegenheit für die Schanzer in diesem Abschnitt hatte bezeichnenderweise ein Verteidiger: Benedikt Kohl bekam die Scheibe in Mittelstürmer-Position glänzend auf den Schläger gespielt, zielte aber knapp am rechten Tordreieck vorbei (5.).

Auch wenn die Gäste gleich unmittelbar zu Beginn des zweiten Durchgangs zwei weitere, direkt aufeinanderfolgende Überzahl-Möglichkeiten ungenutzt verstreichen ließen (man agierte erneut viel zu umständlich), so sorgten diese zumindest dafür, dass die Adler zunächst keinen großen Druck in Richtung Pielmeier aufbauen konnten. Im Gegenteil, das Huras-Team setzte nun sogar immer wieder vereinzelte Nadelstiche in der Offensive und sorgte dafür, dass auch Endras endgültig in diese Partie integriert war. Konnte sich der Mannheimer Keeper gegen Thomas Greilinger (24.), Dustin Friesen und John Laliberte (beide 25.) noch auszeichnen, war er in der 29. Minute schlichtweg chancenlos: Ein gewaltiger „Hammer“ von Petr Taticek schlug zur Panther-Führung unter der Latte ein. Lange freuen konnten sich die über 600 mitgereisten ERCI-Anhänger allerdings nicht, denn nur 18 Sekunden später hatte Christoph Ullmann zum 1:1 ausgelichen. Nachdem Pielmeier zuvor noch einen Mauer-Alleingang vereitelt hatte, traf der Stürmer im Nachsetzen.

Eine weitere Forderung, die Huras seiner Truppe mit auf den Weg gegeben hatte: Strafzeiten gegen die Powerplay-Spezialisten aus Mannheim vermeiden! Dumm nur, dass es ausgerechnet Taticek mit seinem Einsatz übertrieb und innerhalb kürzester Zeit dreimal hintereinander (!) in die „Kühlbox“ wanderte. Doch glücklicherweise war in diesen Phasen sowohl auf die Unterzahl-Formationen der Schanzer (musstenn sogar ein 28-sekündiges „Drei-gegen-Fünf“ überstehen) als auch Pielmeier Verlass. Da auch im weiteren Verlauf des dritten Drittels keine weiteren Treffer trotz einiger Chancen auf beiden Seiten mehr fielen, ging es in die Verlängerung. Und dort hatten die Hausherren nach einem Patzer des bis dahin überragenden Pielmeier, der einen harmlosen Arendt-Rückhand-Schuss passieren ließ (65.), das bessere Ende für sich.

Pielmeier - Schopper, Friesen; Picard, Köppchen; Periard, Kohl; Brocklehurst - Taticek, Buck, Greilinger; Laliberte, Hahn, Szwez; Hager, Ross, Brooks; Gawlik, Boucher, Davidek. - Tore: 0:1 Taticek (29.), 1:1 Ullmann (29.), 2:1 Arendt (65.). - Zuschauer: 13 600 (ausverkauft).

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