B-Klasse Neuburg

17.05.2019

Zum Zuschauen verdammt

Drückt dem VfR Neuburg II die Daumen: Dominic Schmidtner und der SC Feldkirchen können am Sonntag aufsteigen, ohne selbst zu spielen.
Bild: Xaver Habermeier

Für den SC Feldkirchen ist die Saison bereits beendet. Nun benötigt er Schützenhilfe des VfR Neuburg II, um den Aufstieg perfekt zu machen.

Erst einmal genauer hinschauen muss man bei einem Blick auf die Tabelle der B-Klasse Neuburg. Während etwa der SC Feldkirchen seine Saison bereits beendet hat, müssen der VfR Neuburg II und die DJK Sandizell noch zwei Spiele absolvieren.

„Ehrlich gesagt, finde ich diese Situation nicht so geil“, sagt Stephan Fieber, der zusammen mit seinem Bruder Christoph in der zweiten Saison als Spielertrainer beim derzeitigen Tabellenzweiten SC Feldkirchen (55 Punkte) tätig ist. Denn die DJK Sandizell (51) kann mit zwei Siegen noch am SCF vorbeiziehen und aus allen Aufstiegsträumen reißen. Daher heißt es in Feldkirchen: Daumen drücken für den VfR Neuburg II (55), der am morgigen Sonntag in Sandizell antritt und Feldkirchen bereits mit einem Unentschieden in die A-Klasse schießen würde.

„Mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir für unsere starke Saison belohnt werden“, sagt Stephan Fieber. „Der VfR Neuburg ist richtig stark und wird in Sandizell gewinnen.“ Ein wenig Bange ist Fieber dann aber doch. Die Mannschaft des SC Feldkirchen wird nicht zum Zuschauen nach Sandizell fahren, sondern sich am eigenen Sportheim treffen. „Falls Sandizell doch erfolgreich sein sollte, wollen wir ihnen nicht unbedingt beim Feiern zuschauen.“

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Für Feldkirchen würde in diesem Fall das große Ziel A-Klasse in weite Ferne rücken und eine starke Saison ohne Krönung bleiben. Denn 55 Punkte zum jetzigen Zeitpunkt stellen eine deutliche Steigerung zu den vergangenen Jahren da, als es für Feldkirchen in der B-Klasse lediglich zu schwächeren Platzierungen (8., 12. 10., 10.) reichte. Doch seit die Fieber-Brüder – beide Urgesteine des BSV Neuburg – seit zwei Jahren in Feldkirchen tätig sind, geht es bergauf. „Die Mannschaft ist voll dabei, wir haben eine Trainingsbeteiligung von durchschnittlich 20 Mann und alle sind voll motiviert“, nennt Stephan Fieber die Gründe für den Aufschwung. Großen Anteil an der überzeugenden Spielzeit hat Safiullah Nazari, der 28 Saisontore erzielt hat.

VfR Neuburg II fehlt noch ein Punkt

Geht es nach Fieber, soll der Stürmer seine Treffer künftig in der A-Klasse erzielen. „Da wollen wir über kurz oder lang unbedingt hin“, sagt der Spielertrainer, der diese Spielklasse als deutlich interessanter einstuft als die B-Klasse, in der in erster Linie zweite Mannschaften an den Start gehen.

Ebenfalls den Aufstieg im Visier hat der VfR Neuburg II, der diesen etwas verfrüht auf seiner Facebook-Seite bereits als perfekt vermeldete. Noch aber benötigen die Lilaweißen aus den beiden verbleibenden Spielen in Sandiziell und daheim gegen die SG Wagenhofen-Rohrenfels einen Zähler, um gänzlich auf der sicheren Seite zu sein. Einen Aufstieg bezeichnet Trainer Karl Iblher als „eminent wichtig“ für den Verein. Mittelfristig soll auch die A-Klasse nur eine Durchgangsstation sein. Schließlich werde ein guter Unterbau für die erste Mannschaft, die in der Landesliga spielt, benötigt. Bei den Neuburgern sind die Planungen für die kommende Saison bereits angelaufen. Nicht mehr als Trainer mit dabei sein wird dann Karl Iblher, der den Job von vornherein nur ein Jahr machen wollte. Ihm folgen Helder Fernandes und Adijan Kadic, die bereits jetzt als Spieler für die Zweitvertretung auflaufen.

Zunächst einmal sind aber alle Augen auf den Auftritt der Lilaweißen in Sandizell gerichtet. „Wir wollen unbedingt gewinnen und die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel auswetzen“, sagt Iblher. Worte, die man gerade beim SC Feldkirchen gerne hören dürfte. In diesem Fall könnten beide Vereine feiern.

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