Seit dem 13. März herrscht auf der Anlage des Wittelsbacher Golfclubs wieder reges Treiben. Bereits eine Woche vor dem offiziellen Frühlingsanfang wurden die sogenannten „Sommergrüns“ auf den insgesamt 18 Spielbahnen freigegeben, sodass die Mitglieder und Gäste wieder in den vollen Genuss des landschaftlich herrlich gelegenen Platzes kommen. Im Gespräch mit unserer Zeitung äußert sich Geschäftsführer Korbinian Kofler über...
...den aktuellen Zustand des Platzes: „Trotz eines für unsere Verhältnisse doch eher strengen Winters sind wir, was den Platz betrifft, noch nie so gut aus diesem herausgekommen. Natürlich ist es gerade im Herbst immer ein großes Thema, wie man sich im Winter vorbereitet, um diesen möglichst gut zu überstehen. Neben dem Faktor Glück, den man in diesem Fall sicher benötigt, haben wir auch sehr viel Vorarbeit geleistet. Wir haben beispielsweise sehr spät aerifiziert, was letztlich die Durchlässigkeit der Grüns gewährleistet hat. Das war zweifelsohne einer der Erfolgsfaktoren dafür, dass von Anfang an die Spielfreude gegeben ist.“
...die Neuanpflanzungen von Bäumen nach dem Sturm im vergangenen Jahr: „Durch diesen Sturm haben wir sage und schreibe insgesamt 78 Bäume verloren. Mittlerweile haben wir 15 Bäume in Form von Streuobstwiesen nachgepflanzt. Da wir bereits über genügend Linden und Eichen verfügen, war unser Gedanke, etwas für die Nachhaltigkeit zu tun. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, auf hiesige alte Apfel- und Birnen-Sorten zu setzen, welche nun auf zwei Streuobstwiesen-Flächen beheimatet sind. Auf dem Platz selbst wurden hingegen „nur“ drei für das Golfspiel strategisch wichtige Bäume nachgepflanzt - und zwar auf den Spielbahnen eins, sieben und neun. Ich denke, dass uns dieser Mix - neben den zusätzlichen Heckenpflanzungen - ganz gut gelungen ist.“
...die teilnehmenden Mannschaften am Punktspiel-Betrieb: „Wir sind in der glücklichen Lage, in diesem Jahr elf Mannschaften in den verschiedenen Altersklassen bis hinauf zur AK 65 ins Rennen zu schicken - so viele wie noch nie! Besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass darunter auch zwei Jugendteams sind. Schließlich ist genau das die Basis dafür, dass wir später die Herren- und Frauenmannschaften entsprechend besetzen können. Unser erstes Herrenteam spielt als Aufsteiger aktuell in der Oberliga und hat sich für dieses Jahr die erneute Meisterschaft sowie den damit verbundenen Sprung in die 3. Liga, die Regionalliga, als Ziel gesetzt. Als einer von zwei Neuzugängen wird dabei auch „unser“ Profi Nico Lang ein Teil dieses Teams sein.“
...die Wichtigkeit der Nachwuchsarbeit im Witelsbacher Golfclub: „Bei jedem Verein muss die Nachwuchsarbeit grundsätzlich oberste Priorität genießen. Und genau darauf lege auch ich als Geschäftsführer des Wittelsbacher Golfclubs meinen Fokus. Als ich vor acht Jahren hier angefangen habe, sind wir quasi beim Punkt null gestartet. Mittlerweile sind die Entwicklungsschritte, was dieses Thema betrifft, immer größer und größer geworden. Mittlerweile haben wir rund 90 Kinder und Jugendliche in unserem Club, wovon über 60 im Jugendtraining sind. Wir wären dadurch sogar in der Lage gewesen, drei Jugendteams für den Punktspiel-Betrieb zu stellen. Nachdem jedoch bereits der eine oder andere Nachwuchsgolfer bereits bei den Herren zum Einsatz kommt, haben wir uns, wie bereits erwähnt, für zwei Teams entschieden. Gleichzeitig spielt aber natürlich auch der Breitensport eine große Rolle, um den Aspekt der Familiensportart Golf entsprechend zu bedienen. Wenn zum Beispiel das Kind im Jugendtraining ist und die Eltern gleichzeitig eine schöne Runde spielen oder unsere Gastronomie auf der herrlichen Terrasse genießen, ist die ganze Familie bestens aufgehoben. Daher gibt es in meinen Augen keinen besseren Familiensport als Golf.“
...die „German Challenge“ auf der Anlage des Wittelsbacher Golfclubs vom 9. bis 12. Juli: „Die sechste Auflage dieser Veranstaltung findet in diesem Jahr eine Woche nach den „BMW International Open“ in München-Eichenried statt. Der eine oder andere Profi, der bei uns in Neuburg spielt, wird hoffentlich auch einen Startplatz in München bekommen. Für diese Akteure ist es sicherlich eine tolle Sache, zwei Wochen am Stück in der Heimat zu spielen. Aus diesem Blickwinkel heraus sind diese beiden Heimspiele nacheinander definitiv kein Nachteil. Das einzige kleine Problem für uns könnte hingegen das Thema Volunteers werden. Da es doch auch viele von außerhalb gibt, stellt sich die Frage, ob diese bereit sind, quasi 14 Tage in Folge diese Tätigkeit zu übernehmen, da ja oftmals ein Urlaub dranhängt. Ansonsten freue ich mich freilich riesig auf dieses Turnier. Gerade auch für die Golf-Fans ist es großartig, mehr oder weniger Schulter an Schulter mit den Profis auf dem Platz zu stehen, da es keine Seile zur Abgrenzung gibt. Dementsprechend kann man sich von diesen Spielern auch sehr viel abschauen. Hinzu kommt natürlich auch, dass dort die „Stars von morgen“ zu sehen sind, von denen heute etliche bereits auf der PGA-Tour spielen oder auch auf der DP-World-Tour schon Turniere gewonnen haben.“
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren