Wie man mit nur fünf Spielerinnen und somit ohne Auswechslerin ein Finale der Ü45-Basketball-Frauen um die deutsche Meisterschaft gewinnen kann? Diese Frage musste Ingrid Heidler nach dem letzten Spiel oft beantworten. Vor dem Meisterschafts-Wochenende in Düsseldorf hätten die Neuburgerin und ihre Mannschafts-Kolleginnen des Teams „Ladies First“ darauf wohl keine Antwort gehabt. Zum vierten Mal in Folge sicherte sich die Truppe den begehrten Titel und war nach Abpfiff des Finals fast zu erschöpft, um ausgelassen zu feiern.
Lediglich sechs Spielerinnen standen im Kader für das Turnier mit vier Vorrunden- und anschließenden Platzierungspartien zur Verfügung. Eine mutige Entscheidung, trotzdem den Weg ins Rheinland anzutreten. Verletzungsbedingt musste allerdings Alke Dietel im zweiten Match der Vorrunde auf der Reservebank Platz nehmen und konnte nur noch von außerhalb auf den Spielverlauf einwirken.
Niederlage im ersten Vorrunden-Spiel
Als Titelverteidigerinnen ging das Team der „Ladies First“ in das erste Vorrunden-Spiel gegen die BG West aus Hamburg. Einige Unaufmerksamkeiten in der Defense und Fehlwürfe bescherten dem Team um Coach Nils Klauck die erste Niederlage (22:24) seit geraumer Zeit. In der nächsten Begegnung gegen das Team der „No Names“ stand dann ein deutliches 37:20 zu Buche. Auch gegen die DJK Köln hatten sich die verbleibenden fünf Damen gut aufeinander eingestellt, was einen deutlichen 39:18-Sieg zur Folge hatte. Im vierten Vorrundenspiel gegen die „Golden Ladies 50Plus“ sprang schließlich der dritten Erfolg (44:23) und damit der zweite Tabellenplatz hinter der BG West heraus.
Am zweiten Turniertag standen nun das Überkreuzspiel sowie Viertelfinale gegen den Dritten aus der Gruppe B an. Gegen das Team der „Fusion Forty-Five“ stand am Ende ein weiterer Sieg, wodurch es in der Runde der letzten Vier erneut gegen die BG West ging. Auch hier gab es einen überzeugenden Triumph (33:12), wodurch die Finalteilnahme gegen den Osnabrücker TB feststand. Auf dem Großfeld und vor den zahlreichen Zuschauern führte man zur Pause bereits mit 24:17. Bis zum Ende wurde der Vorsprung sogar noch weiter ausgebaut, sodass man letztlich einen 42:27-Erfolg sowie den erneuten Gewinn der deutschen Meisterschaft feiern konnte. (AZ)
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