Halbmarathon Ingolstadt stellt Teilnehmerrekord auf und fordert Läufer
Ingolstadt
Große Emotionen und Grenzerfahrungen: Halbmarathon in Ingolstadt sprengt Rekorde
3392 Läuferinnen und Läufer gingen beim Halbmarathon Ingolstadt an den Start. Chris Göltl und Cornelia Griesche setzten sich durch. Das Wetter war nicht nur für die Einsatzkräfte eine Herausforderung
Die Athletinnen und Athleten des TSV Neuburg kurz vor dem Startschuss des Ingolstädter Halbmarathons.Foto: Michael Kienastl
Die Schlange auf der Konrad-Adenauer-Brücke war gefühlt endlos. Über sechs Minuten dauerte es am späten Samstagnachmittag, bis alle der 3392 Läuferinnen und Läufer aus insgesamt 68 verschiedenen Nationen zu ACDCs „Highway to Hell“ die Startlinie überquert hatten. Erneut gab es beim Halbmarathon Ingolstadt einen Teilnehmerrekord. Ganze 900 Athletinnen und Athleten mehr waren es zum 25. Jubiläum im Vergleich zum vergangenen Jahr.
An der gesamten Strecke bis hin zum Baggersee drängten sich die Zuschauer und sorgten für gute Laune. Während sie die brennende Sonne genossen, warnte Organisator Ralf Schmiedeke die Sportler: „Geht es vorsichtig an. Bei Kilometer 17 werdet ihr an meine Worte denken.“
25. Ausgabe: Das war der Halbmarathon Ingolstadt 2026
Bei hohen Temperaturen und einer Rekordbeteiligung fand der 25. Halbmarathon Ingolstadt statt. Unsere schönsten Bilder vom Jubiläumslauf.
Viele nahmen sich das zu Herzen – die Siegerzeit von Chris Göltl vom MTV Ingolstadt liegt mit 1:13:07 fast vier Minuten hinter seiner Zeit vom Halbmarathon Frankfurt im März. Auch Martin Winter vom TSV Neuburg machte die Hitze zu schaffen – er landete letztlich bei 1:33:20. „Gerade auf dem Donaudamm hat die Sonne richtig gebrannt“, sagte er nach dem Rennen. Das Wetter forderte bei so manchem Tribut. „Viele unterschätzen die aggressive Sonne“, sagte Moritz Walter. Der Malteser-Einsatzleiter sprach von einem „definitiv dynamischeren“ Einsatz als im vergangenen Jahr – sogar eine Sonderlage wurde einberufen, um zusätzliche Einsatzkräfte zum Zielbereich am Theatervorplatz zu bekommen. Etwa 60 Personen mussten ärztlich versorgt werden, sieben wurden ins Krankenhaus gebracht. „Es gab sehr viele Kreislaufprobleme, teilweise bis zur Bewusstlosigkeit“, berichtete Walter. Insgesamt 76 Läuferinnen und Läufer konnten die 21,095 Kilometer nicht beenden.
Etwa 450 Helferinnen und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf
Doch es gab auch einige Erfolge zu feiern, angefangen beim Organisator. „Das war wirklich Mega! Es lief besser, als erwartet“, so Schmiedeke. „Bei so einer großen Veranstaltung hat man immer auch Angst vor kleineren Problemen.“ Um die 450 Freiwillige, rekrutiert aus mehreren lokalen Vereinen, haben jedoch für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.
Auch Chris Göltl zeigte sich zufrieden. Bereits mit 16 Jahren stand der Hitzhofener das erste Mal am Start – nun gewann er das erste Mal. „Die Stimmung hier ist immer brutal“, so der 25-Jährige. Auch für seinen MTV sei die Veranstaltung stets ein „richtiges Highlight“. Seine Teamkollegin Cornelia Griesche konnte ihren Titel vom vergangenen Jahr verteidigen – mit 1:22:25.
Zwei Altersklassensiege für den TSV Neuburg
Zufrieden waren auch die 15 Athleten des TSV Neuburg, die mit zusätzlicher „Fan“-Unterstützung für den Streckenrand angereist waren. Als klar wurde, dass sie mit einer Zeit von 1:33:57 ihre Altersklasse W45 gewonnen und somit 59 Frauen hinter sich gelassen hat, brach Olga Reimer in Jubel aus. Auch Teamkollege Filippo Aceto hat seine Altersklasse M65 mit einem überragenden Vorsprung in 1:36:57 gewonnen – erneut. „Erst auf dem letzten Kilometer habe ich Krämpfe bekommen“, sagte er. Bereits im vergangenen Jahr triumphierte der Inhaber der Karlshulder Pizzeria Da Franco. Ans Aufhören denkt er noch lang nicht.
Diskutieren Sie mit
XXX 0 Kommentare
hier kommen komentare rein
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren