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Tagespflege Burgheim erhält Startschuss am Ellerhof nach langem Ringen

Burgheim

Nach jahrelangem Ringen: Startschuss für Tagespflege in Burgheim ist gefallen

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    Schaufeln macht Spaß, vor allem wenn damit die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches einhergeht. Der scheidende Bürgermeister Michael Böhm (4.v.r.), sein Nachfolger Alexander Brot (3.v.r.) sowie Böhms Stellvertreter Andreas Flath (3.v.l.) und Margit Kugler (4.v.l.) wirbeln am Ellerhof kräftig Erde durch die Luft.
    Schaufeln macht Spaß, vor allem wenn damit die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches einhergeht. Der scheidende Bürgermeister Michael Böhm (4.v.r.), sein Nachfolger Alexander Brot (3.v.r.) sowie Böhms Stellvertreter Andreas Flath (3.v.l.) und Margit Kugler (4.v.l.) wirbeln am Ellerhof kräftig Erde durch die Luft. Foto: Reinhard Köchl

    Ziemlich genau 32 Stunden vor dem offiziellen Ende seiner Amtszeit hat Michael Böhm das Etappenziel erreicht, das er seit 2019 fest im Auge hatte. „Den Triumph wollte ich keinem anderen Bürgermeister gönnen“, bekannte der 59-jährige Politaussteiger klipp und klar am Mittwochnachmittag vor einer handverlesenen Schar von Gästen auf einem brachliegenden Grundstück an der Burgheimer Zieglerstraße, während sein Nachfolger Alexander Brot diese Aussage diplomatisch gekonnt weglächelte. Und selbst wenn es bis zum tatsächlichen Baubeginn des Tagestreff „Ellerhof“ mindestens einen weiteren Monat dauert, wollte Böhm unbedingt noch in offizieller Funktion als Bürgermeister der Marktgemeinde den ersten Spatenstich zusammen mit Projektbeteiligten durchführen. „Das möchte ich mir auf keinen Fall nehmen lassen“, stellte der scheidende Rathauschef klar.

    So durften dann auch neben ihm unter anderem Quartiersmanagerin und Dritte Bürgermeisterin Margit Kugler sowie sein Stellvertreter Andreas Flath, die beide aus dem Gremium ausscheiden, Alexandra Plenk vom Hauptamt der Marktgemeinde und natürlich Brot, der die weitere Entwicklung des Tagestreffs künftig als Bürgermeister federführend begleitet, plakativ Humus mit Schaufeln durch die Luft werfen. Michael Böhm erinnerte noch einmal an den mühevollen, teils steinigen Weg, den die kühne Vision einer Begegnungsstätte für ältere Menschen mit Anschluss an eine barrierefreie Wohnanlage mit sieben seniorengerechten Wohnungen, 18 Tagespflegeplätzen, einen Nutzgarten, einen Garten der Begegnung, das Quartiersmanagement sowie die lang ersehnte öffentliche Toilette wenigstens 60 Sitzungen des Marktgemeinderats lang gedauert habe.

    Spatenstich für „Ellerhof“: Burgheim setzt 4,7-Millionen-Euro-Projekt um

    Außerdem wird der angrenzende Stadel saniert und in einen multifunktionalen Veranstaltungsort umgewandelt. Schon während seines ersten Wahlkampfes 2014 habe der damalige Gemeinderatskandidat Rudi Meßmer das eigentliche Ziel treffend auf den Punkt gebracht: „Wir brauchen keine Kita, sondern eine Seta“ – was nichts anderes bedeutet wie Senioren-Tagesstätte.

    In einem kleinen Rückblick zeigte das Gemeindeoberhaupt noch einmal den Weg von der Idee über den Grundstückserwerb, respektive -tausch in den Jahren 2020 bis 2022, der Installation einer Quartiersmanagerin 2023, der Erstellung von Bürgerbefragungen und Machbarkeitsstudien bis hin zum formellen Bauantrag auf. Sämtliche Beschlüsse zum Thema seien jeweils einstimmig gefallen, erklärte er stolz. Im August 2025 wurden die bestehenden Gebäude auf dem Gelände abgerissen, im vergangenen März gab es schließlich den formalen Startschuss für das insgesamt rund 4,7 Millionen Euro teure Vorhaben, für das die Marktgemeinde rund 355.000 Euro in die Hand nimmt.

    BRK-Kreisverband betreibt Tagespflege "Ellerhof“ in Burgheim

    Aus dem Topf des EU-Förderprogramms Leader zur Stärkung ländlicher Regionen gibt es eine Finanzspritze in Höhe von 153.000 Euro. Der BRK-Kreisverband Neuburg-Schrobenhausen fungiert als Betreiber der Tagespflege, die Vermietung der Wohnungen liegt in Händen des Quartiersmanagements.

    Böhm wollte es sich in seinen finalen Worten nicht nehmen lassen, auch noch einmal an die unzähligen Hürden zu erinnern, die ihm und seinen Weggefährten in den Weg gestellt worden waren. „Es gibt einen ganzen Ordner voll mit Bürokratie-Irrsinn“, kommentierte er dieses Schlusskapitel seiner Zeit als Bürgermeister. Dennoch sei alles bei der Tagespflegeeinrichtung „Ellerhof“ genau durchkalkuliert, und nachdem inzwischen auch die letzten Förderzusagen eingegangen seien, „müsste es eigentlich funktionieren, wenn ihr nicht maßlos übertreibt“.

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