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Unfälle im Kreis Neuburg leicht gestiegen, Alkohol am Steuer nimmt zu

Neuburg

Unfälle steigen leicht, Alkohol am Steuer nimmt stark zu – Kreisverkehrswacht zieht Bilanz

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    Für ihr teils jahrelanges Engagement bei der Kreisverkehrswacht wurden mehrere Mitglieder bei der Jahresversammlung mit Ehrennadeln in Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet.
    Für ihr teils jahrelanges Engagement bei der Kreisverkehrswacht wurden mehrere Mitglieder bei der Jahresversammlung mit Ehrennadeln in Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet. Foto: Vicky Müller-Toùsa

    Die Kreisverkehrswacht Neuburg-Schrobenhausen hat ihre Bilanz für 2025 vorgestellt und dabei ein Bild zwischen stabiler Lage, positiven Unfallfolgen und weiterhin klaren Handlungsfeldern im Straßenverkehr gezeichnet. Insgesamt wurden 2.800 Verkehrsunfälle registriert, ein leichter Anstieg um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig zeigt sich eine erfreuliche Entwicklung bei den Unfallfolgen: Sowohl die Zahl der Verletzten (486) als auch die der Verkehrstoten (fünf) ist rückläufig.

    Weniger erfreulich ist dagegen die Entwicklung bei Unfallfluchten (+9,5 Prozent), Alkoholunfällen (+27,9 Prozent) sowie Verkehrsunfällen unter dem Einfluss anderer berauschender Mittel, die sich von vier Fällen im Jahr 2024 auf acht Fälle im Jahr 2025 verdoppelt haben. Auf konstant hohem Niveau bleiben Wildunfälle sowie Unfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen, die häufig auf Vorfahrtsverstöße zurückzuführen sind. Als Hauptursachen nennt die Polizei weiterhin klassische Verkehrsfehler wie zu geringen Sicherheitsabstand, Missachtung der Vorfahrt sowie Abbiege- und Einfahrfehler.

    Verkehrswacht plant Pedelec-Trainings in Weichering, Neuburg und Burgheim

    Besonders im Blick stehen Kinder und Jugendliche als gefährdete Gruppen im Straßenverkehr. Vor diesem Hintergrund setzt die Verkehrswacht konsequent auf Prävention, Ausbildung und Aufklärung. Für 2026 sind bereits drei Pedelec-Trainings für Seniorinnen und Senioren terminiert: am 13. Mai in Weichering, am 16. Mai in Neuburg und am 29. Mai in Burgheim. Im vergangenen Jahr wurden zudem 19 Fahrsicherheitstrainings durchgeführt, wie Egon Möller zusammenfasste, darunter ein „Könner durch Erfahrung“-Training sowie zwei Trainerausbildungen zur nachhaltigen Wissensvermittlung.

    In der Jugendverkehrsschule nahmen 669 Kinder teil, 548 bestanden die Prüfung, 83 auch nach Wiederholung nicht (auch wegen Nichterscheinens) – ein Hinweis auf die Bedeutung kontinuierlicher Verkehrserziehung. Im Vorschulbereich wurden in 32 Kindergärten 610 Kinder an 35 Tagen an richtiges Verhalten im Straßenverkehr herangeführt. Besonders anschaulich ist das Schulbustraining von Busfahrer Thomas Felbier, bei dem rund 950 Kinder geschult wurden. „Wir sind eine echte Landkreis-Verkehrswacht“, betonte Vorsitzender Heinz-Jürgen Schermbach.

    Verkehrssicherheitstage starten 2026 in der Mittelschule Neuburg

    Ein wichtiger Bestandteil sind die ehrenamtlichen Schulweghelfer. Ihre nächste Ehrung findet am 9. September um 19 Uhr im Gemeindehaus Marienheim statt. Im Rahmen der Jahresmitgliederversammlung im Landratsamt wurde die gesamte Bandbreite der Arbeit deutlich. „Jeder Verletzte bei einem Schulwegunfall ist einer zu viel“, mahnte Bernd Schwarz, der die Jugendverkehrsschule leitet. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Verkehrssicherheitstage unter Leitung von Geschäftsführer Christian Linden, die 2026 am 22. und 23. September in der Mittelschule Neuburg stattfinden. An 16 Stationen mit 112 Themenblöcken erwartet die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen ein Programm aus Simulationen und Vorträgen; bereits 27 Klassen haben sich angemeldet.

    Für ihr langjähriges Engagement wurden insgesamt 16 Mitglieder geehrt, wobei sieben der Geehrten die Auszeichnungen im Rahmen der Versammlung persönlich entgegennehmen konnten. Gewürdigt wurden dabei 25 und 30 Jahre Mitgliedschaften ebenso wie Verdienste, die mit den Ehrennadeln in Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet wurden – als Zeichen langjährigen Engagements im Dienst der Verkehrssicherheit. Letztlich bleibt eine klare Botschaft: Die Unfallzahlen mahnen zur Aufmerksamkeit, die Präventionsarbeit ist breit aufgestellt und das Ehrenamt bleibt das Rückgrat der Verkehrssicherheitsarbeit im Landkreis.

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