Gabriele Gien bleibt Präsidentin der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU). Die Amtsinhaberin, die seit 2014 die KU leitet, wurde am Mittwoch für eine dritte Amtszeit wiedergewählt.
Die Vorsitzende des Wahlgremiums, Barbara Loos, gratulierte der wiedergewählten Präsidentin:„ Gabriele Gien hat in den vergangenen Jahren wichtige Impulse für die Entwicklung der KU gesetzt und die Universität in einem anspruchsvollen Umfeld mit Umsicht und strategischem Blick geführt.“ Bei der Wahl entfielen auf Gabriele Gien 24 Ja-Stimmen und eine Nein-Stimme. Drei Mitglieder des Wahlgremiums nahmen aus Termingründen nicht an der Wahl in Präsenz teil.
Horst Seehofer und Markus Blume gratulierten Gabriele Gien zur Wiederwahl
Glückwünsche kamen auch vom bayerischen Wissenschaftsminister Markus Blume: „Für mich ist klar: Sie ist genau die richtige Präsidentin für unsere Hochschul-Perle in der Mitte des Freistaats – die Hochschulmanagerin des Jahres 2024 führt die beliebteste Universität Deutschlands 2026.“ Er lobt die Erfolge bei der Einwerbung von Drittmitteln und die Studienbedingungen in Eichstätt.
Als Großkanzler der KU äußerte sich stellvertretend für die bayerischen Bischöfe der Münchener Erzbischof Reinhard Kardinal Marx: „In den vergangenen Jahren hat sie wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der Universität gegeben. Das sehen und wertschätzen nicht nur wir als Trägerin der Universität, sondern auch die breitere Gesellschaft nimmt ihre Verdienste und die Bedeutung der Katholischen Universität Eichstätt wahr.“
Auch aus Sicht des Stiftungsrats setzt die Wiederwahl ein wichtiges Signal für die weitere Entwicklung der Universität. Dessen Vorsitzender Horst Seehofer betonte: „Sie hat die KU in den vergangenen Jahren in Forschung, Lehre und Profilbildung sichtbar vorangebracht.“
Alle fünf Jahre wird an der Uni Eichstätt ein neuer Präsident gewählt
Die wiedergewählte Präsidentin richtete den Blick auf die anstehenden Aufgaben: „Mein wichtigstes Ziel für die kommende Amtszeit ist es, die laufenden Verhandlungen mit dem kirchlichen Träger und dem Freistaat Bayern zur Finanzierung der KU nach 2028 zu einem guten Abschluss zu bringen, um die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Universität nachhaltig zu sichern.“
Eine Präsidentenwahl findet an der KU turnusgemäß alle fünf Jahre statt. Dem 28-köpfigen Wahlgremium gehören die acht internen und acht externen Hochschulräte an, außerdem acht Vertreterinnen und Vertreter, die der Senat aus seinen Reihen benennt, sowie vier Vertreterinnen und Vertreter, die der Stiftungsrat entsendet. Damit sind alle Gruppierungen der Universität – Professorinnen und Professoren, der akademische Mittelbau, das wissenschaftsunterstützende Personal sowie die Studierenden – am Wahlverfahren beteiligt.
Gien steht seit 2014 an der Spitze der KU. Sie war zunächst vom Träger der Universität zur kommissarischen Präsidentin ernannt worden, nachdem der vorherige Präsident kurzfristig zurückgetreten war. 2016 und 2021 wurde sie durch Wahlen im Amt bestätigt. Mit ihrer heutigen Wiederwahl tritt sie ihre dritte Amtszeit an.
Die Germanistin wurde am 11. Januar 1962 in München geboren, ist verheiratet und zweifache Mutter. Nach dem Studium ging sie zunächst in den Schuldienst. Es folgten wissenschaftliche Stationen in Augsburg und Freiburg, ehe sie 2009 an die KU auf den Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur berufen wurde. Wenig später wurde sie Vizepräsidentin für Studium und Lehre. In den Jahren 2013 und 2014 war sie Vorsitzende des Senats der KU. (AZ)
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