Mit der Kamera war er auch noch unterwegs, da hatte er die aktive Zeit als Lokaljournalist schon lange hinter sich gelassen. Volker Möller, knapp 40 Jahre Lokaljournalist bei der Augsburger Allgemeinen und davon 31 Jahre in der Lokalredaktion in Neuburg, ist am Samstag, 31. Januar, nach schwerer Krankheit und einen Tag vor seinem 82. Geburtstag im Kreis seiner Familie in Heinrichsheim gestorben. Er hinterlässt seine Frau Faniza und seinen Sohn Alexander.
Volker Möller arbeitete von Juli 1973 bis Januar 2004 in der Lokalredaktion in Neuburg. Gemeinsam mit Michael Bickel bildete er das Führungsteam der NR, war stellvertretender Redaktionsleiter. Seine Leidenschaft fürs Lokale entdeckte das Kriegskind aus Osnabrück als Freier Mitarbeiter bei der Regionalzeitung. "Ich machte wirklich alles - außer Fußball, das war nicht so meins", sagt er bei einem Interview zu seinem 80. Geburtstag gegenüber dieser Redaktion.
1964 startete er sein Volontariat bei der Augsburger Allgemeinen. Für unsere Zeitung arbeitete er über die Jahre in Dillingen, Wertingen, Füssen sowie im Augsburger Land. Doch auch für die Badische Zeitung war Möller tätig, und zwar in Lörrach - und dort stieß er Anfang der 1970er-Jahre auf die Liebe seines Lebens. Seine Faniza, die ihn bis zum letzten Atemzug umsorgt hat, lernte er auf der Mustermesse in Basel kennen. Nur vier Tage nach dem Kennenlernen waren sie verlobt, drei Monate später hat er sie geheiratet. Sohn Alexander, der ebenfalls in Neuburg lebt, erblickte fünf Jahre später das Licht der Welt. Im Laufe der Jahre wuchs die Familie, Volker Möller hat drei Enkelkinder.
NR-Redakteur Volker Möller stirbt mit 81 Jahren nach schwerer Krankheit
Möller war "mit Leib und Seele Lokaljournalist" wie er sich selbst beschrieb. Er schätzte die viele Facetten der Ottheinrichstadt - und natürlich auch deren Menschen. "Der Kontakt mit ihnen, nah am Geschehen zu sein, das war es, was ich an diesem Beruf so liebte." Auch die Berichterstattung über die örtliche Bundeswehr gehörte zu seinen Steckenpferden, brachte ihn in viele Länder dieser Erde. Auch nach seiner aktiven Zeit, rief er immer wieder in der Redaktion an und meldete, wenn er den Alarmstart mitbekommen hatte.
Nach seiner aktiven Zeit war die Kamera sein beliebtestes Werkzeug. Die vielfältigen Gesichter und Menschen in der Stadt - egal welcher Nation - waren sein Lieblingsmotiv. Es ging ihm weniger um die bekannten Gesichter, als die, die besondere Spuren aufweisen konnten. Er setzte sie gekonnt in Szene.
Info: Die Beerdigung von Volker Möller mit Stadtpfarrer Herbert Kohler wird am Montag, 9. Februar, um 13 Uhr auf dem alten Friedhof in Neuburg in der Franziskanerstraße stattfinden.
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