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Dänemark

14.02.2018

Prinz Henrik von Dänemark mit 83 Jahren gestorben

Der Gesundheitszustand von Prinz Henrik hatte sich in letzter Zeit bereits ernsthaft verschlechtert.
Bild: Carsten Rehder, dpa (Archivbild)

Der dänische Prinz Henrik ist am Dienstagabend mit 83 Jahren gestorben. Seine Familie stand ihm in seinen letzten Stunden bei.

Prinz Henrik, der Mann der dänischen Königin Margrethe II, ist tot. Er starb am späten Abend friedlich im Alter von 83 Jahren auf Schloss Fredensborg nördlich von Kopenhagen, wie das Königshaus am frühen Morgen mitteilte. Seine Frau und seine beiden Söhne seien an seiner Seite gewesen. Der gebürtige Franzose war seit 1967 mit Margrethe verheiratet, fünf Jahre bevor diese zur Königin gekrönt wurde, und galt als ihre große Stütze. Im vergangenen Jahr feierten sie ihre Goldene Hochzeit. Danach ging es Henrik gesundheitlich immer schlechter.

Prinz Henrik von Dänemark war gesundheitlich angeschlagen

Prinz Henrik war Ende Januar ins Krankenhaus eingeliefert worden. Nach Angaben der Ärzte litt er an einem Lungeninfekt sowie an einem gutartigen Tumor im linken Lungenflügel. Am vergangenen Freitag hatte sich sein Zustand so stark verschlechtert, dass Kronprinz Frederik seinen Aufenthalt bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea abbrach und nach Dänemark zurückkehrte, um bei seinem Vater zu sein.

Erst am Dienstag hatte der Palast mitgeteilt, Prinz Henrik sei auf eigenen Wunsch nach Schloss Fredensborg verlegt worden, um dort "seine letzten Tage zu verbringen". Die königliche Residenz liegt rund 40 Kilometer nördlich von Kopenhagen.

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Prinz Henrik: Stets an der Seite seiner Frau

Geboren am 11. Juni 1934 als Henri Marie Jean André de Laborde de Monpezat in Talence in der Nähe von Bordeaux in Frankreich, heiratete der Graf im Juni 1967 die dänische Thronerbin Margarethe. Er änderte seinen Vornamen in Henrik, wechselte vom katholischen zum evangelischen Glauben und verzichtete zugunsten der dänischen auf die französische Staatsangehörigkeit.

Seitdem Margarethe im Januar 1972 gekrönt wurde, haderte Prinz Henrik damit, dass er nie zum König ernannt wurde. Er akzeptiere das Spiel, doch es sei für einen Mann sehr schwer, nicht auf dieselbe Stufe gestellt zu werden wie seine Frau, räumte er 1997 in seinen Memoiren ein.

Prinz Henrik litt offenbar unter Demenz

Erst im September hatte das Königshaus bekanntgegeben, dass Henrik unter Demenz litt. Die genaue Diagnose wurde nicht genannt, damals hieß es lediglich, seine Krankheit gehe mit einem "Verfall der kognitiven Fähigkeiten" einher. Seit 2016 lebte er weitgehend zurückgezogen von der Öffentlichkeit.

Im vergangenen Jahr hatte der Prinz mitgeteilt, dass er nicht neben seiner Frau in der königlichen Gruft begraben werden wolle, weil er nie mit ihr gleichgestellt gewesen sei. Wo er nun seine letzte Ruhestätte finden soll, teilte das Königshaus noch nicht mit. mit afp/dpa

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