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30.04.2015

15 Millionen Jahre im Schnelldurchlauf

In einer Vitrine befindet sich das Prunkstück des Museums: Mondgestein, welches 1972 von der Mission Apollo 16 mitgebracht wurde.
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In einer Vitrine befindet sich das Prunkstück des Museums: Mondgestein, welches 1972 von der Mission Apollo 16 mitgebracht wurde.
Bild: William Harrison-Zehelein

Das Rieskrater-Museum in Nördlingen bietet Kindern und Erwachsenen eine faszinierende Mischung aus Geschichte, Biologie und Geologie. In einem Punkt ist man sogar dem Deutschen Museum eine Schippe voraus

Der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler war schon da, der Präsident von Singapur auch, und im Sommer kommt ein Team der US-Raumfahrtbehörde NASA: Das Rieskrater-Museum in Nördlingen ist Ausflugsziel von Personen aus aller Welt. Auch für Erwachsene und Kinder aus der Region lohnt sich ein Besuch, vor allem bei schlechtem Wetter. Das Museum bietet für jeden eine faszinierende Mischung aus Geschichte, Astronomie, Biologie und Geologie an.

Vor 25 Jahren wurde das Museum in einem restaurierten Stadel in Nördlingen eröffnet und durfte seitdem mehr als eine Million Besucher begrüßen. Interessierte erfahren dort alles zur Entstehung des Rieskraters durch den Einschlag eines Meteoriten vor rund 15 Millionen Jahren. Das Museum schafft es, die Geschichte des Rieses sowohl für den Laien als auch für den Experten verständlich und interessant zu vermitteln. Der einstündige Rundgang stellt in logischer Abfolge den Meteoriteneinschlag, seine Ursachen und Auswirkungen auf die Landschaft vor. Gleich im Eingangsbereich steht man vor einem imposanten 3D-Modell des Rieskraters, welches das Ausmaß des Meteoriteneinschlags auf die Umgebung deutlich macht.

Eine Besonderheit sind die vielen Gesteinsproben, welche mühevoll aus aller Welt zusammengetragen wurden. So hat man erst vor Kurzem ein Stück des Meteoriten Tscheljabinsk erworben, der vor zwei Jahren in Russland einschlug und für internationales Aufsehen sorgte. Sehenswert ist auch der 1,75 Kilogramm schwere Meteorit Neuschwanstein, der 2002 in der Nähe des gleichnamigen Schlosses einschlug. Über die Mechanik der Kraterbildung, die Geologie und Nutzung des Riesgebietes gelangt man beim Schlendern durch das Museum schließlich zum Höhepunkt des Rundgangs: In einer Glasvitrine befindet sich originales Mondgestein, eine Leihgabe der NASA, die 1972 während der Mission Apollo 16 im südlichen Mondhochland entnommen wurde.

Diesem Exponat verdankt das Rieskrater-Museum seine besonderen Beziehungen zur NASA. Zum Vergleich: Das Deutsche Museum in München besitzt viel weniger Mondmasse. „Wir schaffen es immer wieder, dank unserer besonderen Lage mitten im Krater, uns gegen die großen Museen dieser Welt zu behaupten “, sagt Museumsleiter Stefan Hölzl. Jeder Besucher könne laut Hölzl von einem Besuch profitieren. „Man wird aus seinem Alltag herausgehoben und kann viel über das menschliche Dasein lernen “, sagt Hölzl.

Gerade für Kinder sei dies faszinierend.

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