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Region Hesselberg

19.08.2011

400000 Euro in das Flussbad investiert

In Wassertrüdingen wurde das erneuerte und erweiterte Flussbad an der Wörnitz feierlich in Betrieb genommen. Ein großes Nichtschwimmerbecken und zahlreiche weitere Neuerungen bereichern die von der EU geförderte Badestelle.
Bild: Foto: Tippl

Wassertrüdingen feiert die mutige Aufwertung des Freibads an der Wörnitz

Wassertrüdingen Bei strahlendem Sonnenschein wurde in Wassertrüdingen die neue Flussbadestelle an der Wörnitz mit Festakt und Bürgerfest seiner Bestimmung übergeben. Wassertrüdingen gebühre für so viel Mut und Bürgersinn großes Lob, sagte amtierender Landrat Kurt Unger.

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Aus einer Idee vor drei Jahren entstand auf dem neuen Gelände des Wörnitzfreibads mit Blick zum Oettinger Forst und Hesselberg eine Badelandschaft ersten Ranges. Für die ausgeklügelte Umsetzung erhielt die Stadt Wassertrüdingen und das beauftragte Institut „Wasserwerkstatt Bamberg“ von allen Seiten großes Lob. Mit brasilianischen Rhythmen stimmte eine Big Band rund 400 Besucher in die offizielle Eröffnung der Flussbadestelle ein.

Vorzeigeprojekt

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Bürgermeister Günther Babel hieß die Ehrengäste – darunter zahlreichen Bürgermeister der Region – willkommen und dankte dem Stadtrat für den gemeinsamen Weg bei diesem Vorzeigeprojekt. Auf 400000 Euro bezifferte Babel die Investition, 150000 Euro wurden aus Europäischen Leader-Fördermitteln zur Verfügung gestellt. Naturfreibäder seien eher die Ausnahme, die Modernisierung dieses landschaftlichen Kleinods sei eine Herzensangelegenheit gewesen. Die hohe Akzeptanz der Flussbäder in Oettingen und Dinkelsbühl habe den Anreiz geschaffen, das Wörnitzfreibad attraktiver zu gestalten, so Bürgermeister Babel.

Neben einem rund 1000 Quadratmeter großen Nichtschwimmerbecken wurde ein natürlicher Flusslauf als Matschplatz nachgebaut. Ein Sandkasten und eine Wasserrutsche wurden angelegt. Im zweiten Bauabschnitt, den Babel für das kommende Jahr ankündigte, soll der Kiosk erneuert werden. Außerdem ist ein „Grünes Klassenzimmer“ geplant, weitere Parkplätze sollen angelegt werden.

Seit zehn Jahren hatte Ute Vieting als verantwortliche Regionalmanagerin das Wörnitzfreibad schon als Förderprojekt im Auge, sagte die Oettingerin. Mit der Aufwertung des Nichtschwimmerbereichs habe Wassertrüdingen einen Meilenstein bei den Freibädern der Region gesetzt. Dieses Bad sei bestes Beispiel für die Regionalentwicklung mit Europäischen Fördermitteln, so Vieting. Hier sah auch Oettingens Bürgermeister Matti Müller eine Verknüpfung zur Region Hesselberg, denn die Wörnitz und der Blick zum Hesselberg seien verbindende Elemente. Eine Angliederung der schwäbischen Nachbarkommune in die Region Hesselberg sei „überdenkenswert“.

Naturklärung

Ingenieur Claus Schmitt von der „Wasserwerkstatt Bamberg“ erläuterte das Projekt mit einem kompletten Nichtschwimmerbereich im sicheren Abstand zum natürlichen Flusslauf. Durch Naturklärung und Umwälzung sei ein kostengünstiger Betrieb erreicht worden.

Erholung für Leib und Seele sei das Flussbad, führten Dekan Hermann Rummel (Wassertrüdingen) und der katholische Pfarrer Klaus Gruber (Burgoberbach) an. (pet)

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