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Auhausen

28.05.2019

500 Jahre Kirchweih in Auhausen gefeiert

Preisverleihung des Kirchweih-Bürgerschießens unter Leitung des Vorsitzenden Sascha Ziegler und Schützenmeisters Ralf Winkler.
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Preisverleihung des Kirchweih-Bürgerschießens unter Leitung des Vorsitzenden Sascha Ziegler und Schützenmeisters Ralf Winkler.
Bild: Robert Kaußler

Die Dorfgemeinschaft stellte ein erstaunliches Festwochenende auf die Beine.

Unter dem Motto „Ein Dorf hilft zusammen“ ist am Wochenende in der Gemeinde Auhausen Kirchweih gefeiert worden. Hierbei scheint sich eine neue Tradition herauszubilden, welche sich in der Ortsbevölkerung noch vor ein paar Jahren keiner so recht hätte vorstellen können. Wer als Auhausener alt genug ist, kann sich noch an eine gelebte Kirchweih-Tradition mit den alteingesessenen Gasthäusern, einem feierlichen Wochenende mit Tanz und Musik und viel Geselligkeit erinnern. Jedoch sollte der allgemein einsetzende Strukturwandel auch vor dem ehemaligen Klosterdorf nicht haltmachen, so daß mit der Schließung des letzten Wirtshauses nur noch einzelne Kirchweihtage im Schützenhaus oder in der gemeindlichen Mehrzweckhalle abgehalten werden konnten.

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500 Jahre Kirchweih in Auhausen

Im Laufe der vergangenen Jahre war immer weniger von einem feierlichen Charakter des ursprünglichen Gedenktages der Kirchenweihe im Dorf zu verspüren, einem Jahrhunderte überdauernden Feiertag zu Ehren der Namensgeber der altehrwürdigen Klosterkirche „St. Maria und St. Godehard“. Dies erklärt zugleich den ungewöhnlichen Kirchweih-Termin, im Marienmonat Mai, jeweils am Wochenende vor dem Feiertag Christi Himmelfahrt. Darüber hinaus war es Pfarrer Wolfgang Layh in diesem Jahr außerordentlich wichtig, auf den 500. Jahrestag des Neubaus des spätgotischen Chors der Klosterkirche Auhausen hinzuweisen. Aus diesem Grund sind zum sonntäglichen Festgottesdienst sämtliche Ortsvereine mit Fahnenabordnungen geladen gewesen.

Das festliche Wochenende heutiger Prägung fußt inzwischen auf einem enormen bürgerlichen Engagement unter Führung von Bürgermeister Martin Weiß. So konnte vor drei Jahren erstmals in der Gemeindehalle eine Dorfkirchweih ausgerichtet werden. „Auf deren alljährliche Fortführung freut sich seither wahrlich das gesamte Dorf“ sagte Weiß. Von dieser positiven Stimmung der Vorjahre getragen, haben sind aus zahlreichen Haushalten des kleinen Dorfes in der schwäbisch-fränkischen Grenzregion die Helfer bereiterklärt, bei allen Aktivitäten mitzuwirken.

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Diese Feier durfte allemal nicht ohne eine entsprechende musikalische Begleitung abgehalten werden. Die aus den Reihen des örtlichen Posaunenchors gegründeten „Wörnitz-Musikanten“ sowie das „dorfeigene“ Gesangsduo „Julia und Basti“ haben am Freitag zum Tanz aufgespielt.

Einem stimmungsvollen Kirchweih-Samstag mit der Tanzmusik „Four oh the Floor“ und dem Terzium Laszivus folgte der „Fest-Sonntag“ mit einer ganztägig sehr gut besuchten Veranstaltung. Bereits zur mittäglichen Stimmungshebung konnte sich die Musikkapelle Dornstadt verantwortlich zeigen. Der schon fast legendäre und abermals abendfüllende Auftritt des Obermögersheimer Duo´s „Max und Bifi“ sollte bei bester Stimmung einen würdigen Kirchweih-Sonntag abschließen.

Den Ausklang am Montag krönte die Preisverleihung zu dem parallel vom Schützen- und Sportverein Auhausen ausgerichteten Bürger- und Kirchweihschießen.

Unter den 68 Luftgewehr- und 21 Laserlichtgewehr-Schützen reichte es für Franziska Schreitmüller zur Bürgerkönigin und Florian Hirsch zum Bürgerkönig; die Würde der Jugendkönigin (12- bis 18-Jährige) ist Leonie Müller, des Jugendkönigs Arik Meierhuber zuteil geworden.

Wie selbstverständlich gehört zu einem traditionellen „Kirba-Wochenende“ auch ein Karussell, eine Schiffschaukel und eine Schießbude, wobei zum Vorteil der jüngsten Gäste auf einen „Erlös“ verzichtet worden ist, so daß bei einem „Fuchzgerl pro Fahrt“ ein inzwischen nicht mehr alltägliches Kindererlebnis mit nach Hause genommen werden durfte.

Zum Abschluss dieses „wahrlich die Dorfgemeinschaft fördernden Fest-Wochenendes“ erklärte Bürgermeister Weiß, dass „die Gemeinde Auhausen mit diesem Fest und mit der Organisation einen Weg gegangen ist, der für eine lange Zeit fortgesetzt werden soll“.

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