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Nördlingen

03.11.2020

Ärger um Laub auf dem Friedhof in Nördlingen

Die überfüllte Sammelstelle in der Nähe des Eingangs und Laubberge auf dem Friedhof haben einen unserer Leser an Allerheiligen geärgert.
Foto: Christian Berger

Plus Einen Besucher stören Abfälle an den Sammelstellen und Laubhaufen an Allerheiligen. Die Friedhofsverwaltung in Nördlingen wundert sich - und liefert Erklärungen.

Wenn es einen Tag gibt, an dem viele Menschen auf den Friedhof gehen, dann ist es Allerheiligen. Auch Christian Berger hat am vergangenen Wochenende in Nördlingen die Gräber besucht. Doch was er dort zu sehen bekam, gefiel ihm nicht. Vom „Totengedenken im Müll“ spricht der Nördlinger in einer E-Mail an unsere Redaktion.

Auf Fotos, die er uns zugeschickt hat, ist zu sehen, wie sich der Müll an der Sammelstelle am Eingang häuft, zudem hat Berger einen Laubberg auf einem der Wege zwischen den Gräbern dokumentiert. „Wenn der Wind kommt, ist alles wieder verteilt“, sagt er. Nach eigenen Angaben war er sowohl am Samstag als auch tags darauf auf dem Friedhof am Emmeramsberg unterwegs, die Fotos seien am Sonntagmorgen entstanden. „Offenbar hält es die Friedhofsverwaltung für nicht notwendig, dem Feiertag Allerheiligen den nötigen Respekt und Arbeitsaufwand entgegenzubringen“, schreibt Berger. „Bei allem Verständnis, dass der Feiertag dieses Jahr auf einen Sonntag fiel, wäre hier ein bisschen mehr Einsatz doch sehr wünschenswert.“

Die Mitarbeiter auf dem Friedhof Nördlingen haben vor Allerheiligen viel zu tun

„Die Beschwerde wundert mich“, sagt Ursula Schweier. Sie leitet die Nördlinger Friedhofsverwaltung und gibt an, dass ihre Mitarbeiter sowohl unter der Woche als auch am Sonntagmorgen mit großen Einsatz daran gearbeitet hätten, den Friedhof insbesondere für Allerheiligen herzurichten. Die Sammelstellen etwa habe man täglich geleert. „Aber vor Allerheiligen können sie auch schnell innerhalb einer Stunde voll werden“, sagt Schweier. „Und so häufig schaffen wir das dann nicht.“

Sie und ihre Mitarbeiter – zwei Vollzeitkräfte, eine Teilzeikraft und zwei Aushilfen – hätten „extra Gas gegeben“, um den Laubbergen im Herbst Herr zu werden, die sich durch die zahlreichen Bäume auf dem Nördlinger Friedhof ergeben. Zudem würden manche Besucher helfen, den Friedhof vom Laub zu befreien.

Ein Mitarbeiter musste wegen eines Corona-Kontaktes in Quarantäne

Diesen Einsatz lobt Schweier – nicht erfreut sei sie hingegen über die mit Laub gefüllten Mülltüten, die Berger bei seinem Besuch vorgefunden hatte. „Meine Mitarbeiter waren das nicht“, sagt Schweier. „Wir transportieren das gesammelte Laub sofort ab.“ Die Arbeit erschwert habe den Mitarbeitern, dass einer von ihnen am Freitag in Quarantäne musste, wie die Chefin sagt.

Der Friedhof finanziere sich mithilfe der Einnahmen, die die Verwaltung für die Gräber erhalte – also in beträchtlichem Teil durch Angehörige, die für die Gräber Geld zahlen. Besonders ihnen gegenüber steht die Verwaltung in der Verantwortung, den Friedhof zu pflegen.

Der Müll an der Sammelstelle ärgere sie auch, sagt Schweier. Auch wenn Berger sich über den Anblick ärgert, der sich ihm an Allerheiligen bot, könne man diesen nicht verallgemeinern, sagt er. „Im Großen und Ganzen ist es ein gepflegter Friedhof“, findet er. Und an den meisten Sammelstellen habe es auch am Sonntag etwas besser ausgesehen.

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