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Wohnen

21.06.2017

Alerheim: Weiteres Baugebiet kommt

Mit der Umgestaltung der ehemaligen Schwalbmühle in Bühl hat der Alerheimer Gemeinderat nun eine Megesheimer Firma beauftragt.

Auch westlich der Schule kann bald gebaut werden. Warum sich Bürgermeister Christoph Schmid für einen Erhalt der Deininger Mittelschule ausspricht.

Auftragsvergaben, Bebauungspläne, Sondergebiete, Breitbandberatung, Anschaffungen und Schule – der Alerheimer Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am Dienstagabend einiges zu beraten.

Zunächst ging es um zwei Bebauungspläne, wobei erst die Meitinger Landschaftsarchitektin Cornelia Sing kleinere Änderungen für das vorgesehene Alerheimer Sondergebiet „Breiten“ erläuterte. Nach der Abwägung der Einwendungen von Trägern öffentlicher Belange durch den Gemeinderat wird jetzt die vierte Änderung des Alerheimer Flächennutzugsplanes sowie die zweite Änderung des Bebauungsplanes „Breiten“ noch einmal zwei Wochen zur Einsichtnahme in der Gemeindeverwaltung ausgelegt.

Auch private Häuslebauer können in Alerheim bald weitermachen, denn für die vierte Bebauungsplanänderung des Wohngebietes „Westlich der Schule“ hatte Susanne Moser-Knoll vom Architekturbüro Moser und Ziegelbauer nach einem Gespräch mit dem Kreisbaumeister nur noch kleinere Tekturen anzubringen. So können jetzt 13 weitere Bauplätze in dem Lückenschluss zwischen dem Baugebiet an der Straße nach Grosselfingen und dem Altdorf ausgewiesen werden. Diese werden an einer verkehrsberuhigten Ringstraße liegen und erlauben auch zweigeschossige Häuser, etwa im „Toskana“-Stil.

Zur Deininger Mittelschule äußerte sich Bürgermeister Schmid kämpferisch. Es könne nicht sein, dass von Nördlinger Seite eine Deininger Schülerumlage von 2500 Euro genannt werde, wenn 1650 Euro aktuell seien, wie sie nun in der Verbandsversammlung veröffentlicht wurden. Man müsse um den Erhalt der Deininger Einrichtung selbst für die derzeit 230 Schüler kämpfen, auch wenn dort schon einmal 780 Schüler unterrichtet wurden, so Schmid. Es sei zwar eine kleinere Schule geworden, dennoch ist es eine „feine Einrichtung“ in der Nähe, so Schmid. Wenngleich keine Generalsanierung anstünde, seien heuer dort doch rund 200000 Euro für baulichen Erhalt eingeplant, davon die Hälfte für den Brandschutz, sagt der Bürgermeister. Neun Prozent der Deininger Mittelschüler kommen aus Alerheim.

Einig waren sich die Räte bei der Anschaffung eines nötigen Salzstreuers für Alerheimer Straßen. Das bevorzugte Modell sei als Vorführgerät 2000 Euro günstiger zu haben und kostet mit diversem Zubehör noch 14 000 Euro.

Bei der Auftragsvergabe für die Breitbandberatung nach dem Musterleistungsbild „Gigabitgesellschaft“ entschieden sich die Räte für das wirtschaftlichste Angebot der Firma Corwese in Höhe von 10 600 Euro. Diese seien abgedeckt in einem bereits enthaltenen Bescheid aus dem Bundesförderprogramm, so Schmid.

Nur am Ende der öffentlichen Sitzung gab es noch unterschiedliche Meinungen, und das ausgerechnet bei dem an diesem Abend kleinsten Betrag. Doch den fünf Räten, die gegen einen Beitritt zum neuen Verein „Geopark Ries“ waren, ging es nicht um die 50 Euro Mitgliedsbeitrag im Jahr, den Gemeinden zu berappen haben, sondern darum, dass nach ihrer Meinung der Geopark den Landgemeinden wenig bringe und seine Vorhaben die heimische Landwirtschaft behindern. So gab es nur eine 8:5-Entscheidung für den Beitritt zum Verein.

In einer vorausgehenden öffentlichen Sitzung hatten die Räte die Submissionsergebnisse für die Umgestaltung der ehemaligen Bühler Schwalbmühle (wir berichteten) behandelt und sich für den günstigsten Anbieter, den Megesheimer Lorenz Lechner, entschieden. Dessen Angebot beläuft sich auf 202 000 Euro.

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