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27.02.2019

Almarin: Förderung als „historische Chance“

Damit das Almarin in Mönchsdeggingen wiedereröffnet werden kann, hat der Gemeinderat nun beschlossen, eine Förderung für die Sanierung des Schwimmbades zu beantragen.

Plus Um eine Wiedereröffnung des Almarins zu schaffen, hat der Mönchsdegginger Gemeinderat beschlossen, zwei Anträge zu stellen. Wie es jetzt weitergeht.

Es war eine Abstimmung, die zukunftsweisend war: „Wenn wir jetzt Nein sagen, dann können wir gleich ganz aufhören, denn dann ist auch das Almarin gestorben“, sagte Mönchsdeggingens Bürgermeister Karl Wiedenmann auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Denn: Um eine Förderung für die Sanierung des Schwimmbades beantragen zu können, mussten die Ratsmitglieder zwei Beschlüsse fassen. Und die Zeit eilt: Die entsprechenden Anträge müssen in rund zwei Wochen fertig sein.

Zunächst musste der Gemeinderat entscheiden, ob sich Mönchsdeggingen am Städtebauförderungsprogramm beteiligen möchte. Horst Hofmockel, stellvertretender Leiter des Sachgebiets Städtebau bei der Regierung von Schwaben, stellte den Gemeinderäten und den rund 20 Zuhörern das Programm vor. Er erklärte, dass das Förderungsprogramm die Voraussetzung für ein städtebauliches Entwicklungskonzept wäre, das dann über mehrere Jahre laufen würde. Dabei werde Wert darauf gelegt, dass sich die Bürger beteiligen und ihre Wünsche äußern. Gefördert werden Hofmockel zufolge öffentliche Gebäude – wie zum Beispiel ein Bürgerhaus – aber auch private Vorhaben. Das Städtebauförderungsprogramm betreffe zudem den gesamten Ort.

Ohne Gesamtkonzept ist es schwierig, andere Fördermittel zu erhalten

Das sieht bei dem zweiten Beschluss anders aus: Denn die Gemeinderäte mussten außerdem entscheiden, ob sie eine Förderung durch den Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ beantragen möchten. Dieser Antrag betrifft jedoch nur das Almarin. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte Hofmockel, dass das Programm ein zusätzliches Förderinstrument sei. Dafür sei jedoch wichtig, dass die Kommune auch an einem klassischen Förderprogramm teilnimmt. Der Grund: Ohne Gesamtkonzept sei es schwierig, andere Fördermittel zu erhalten.

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Gemeinderätin Karin Bergdolt sagte, die Beteiligung an den Programmen sei eine „historische Chance“ für den Ort. Ihrer Meinung nach ist der Investitionspakt passgenau für die Gemeinde. Denn darin gehe es um soziale Integration und sozialen Zusammenhalt. „Und mehr Zusammenhalt als bei der Aktionswoche im Almarin im vergangenen Jahr geht nicht.“

Wie hoch die Förderung für das Almarin sien könnte, steht noch nicht fest

Wie berichtet, könnte durch das Programm bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten der Sanierung bezuschusst werden. Hofmockel sagte, dass im bayerischen Städtebauförderungsprogramm – in das die Gemeinde eintreten möchte – in der Regel 60 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen werden. Laut einer Mitteilung des bayerischen Bauministeriums sind bei Gesamtsanierungen die Gebäudebereiche förderfähig, die der Integration und dem sozialen Miteinander dienen. Wie hoch eine mögliche Förderung für das Almarin ausfällt, konnte Hofmockel noch nicht sagen.

Die Ratsmitglieder beschlossen, sich sowohl für das Städtebauförderungsprogramm als auch den Investitionspakt zu bewerben. Für Hofmockel war es ein positives Signal, dass im Gemeinderat Einstimmigkeit herrschte, denn: „Wenn das Projekt gelingen soll, dann müssen alle zusammenhalten.“

Schrittweise Vorgehensweise beim Mönchsdegginger Almarin

Nun muss Mönchsdeggingen in Zusammenarbeit mit der Verwaltungsgemeinschaft Ries und dem Landratsamt Donau-Ries bis zum 15. März die Anträge bei der Regierung von Schwaben einreichen. Simon Kapfer vom Landratsamt Donau Ries sagte, dass dafür unter anderem erste Kostenschätzungen für die Sanierung des Schwimmbades fertiggestellt werden müssen.

Zum zeitlichen Ablauf erklärte Hofmockel, dass die Regierung von Schwaben alle eingegangenen Anträge zeitnah prüfen und entscheiden werde, welche Bewerbungen Zuschüsse erhalten. Anschließend – normalerweise innerhalb von zwei Monaten – werden die Anträge mit den Empfehlungen der Regierung von Schwaben an das bayerische Bauministerium weitergeleitet. Das entscheidet dann endgültig. Ebenfalls zeitnah sollen Bürgermeister Wiedenmann zufolge Bürgerversammlungen für das Entwicklungskonzept stattfinden. Hofmockel zufolge müsse man beim Almarin schrittweise vorgehen und letztendlich nicht nur die Finanzierung sicherstellen, sondern auch eine architektonische Lösung finden, bei der aus Kostengründen möglichst viel erhalten werden kann.

Den Kommentar zum Thema lesen Sie hier: Beim Almarin gilt die Devise: Nicht nachlassen

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