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Hallenbad

01.05.2019

Almarin: Möttinger Rat ist skeptisch

Ums Almarin ging es in der vergangenen Sitzung des Möttinger Gemeinderates. Diskutiert wurde nach einem Antrag einer Rätin nicht-öffentlich.

Plus Die Debatte wird nicht-öffentlich geführt – auch aus Angst vor unsachlicher Kritik

Im Gemeinderat Möttingen herrscht Skepsis was die Zukunft des Hallenbades Almarin im Nachbarort Mönchsdeggingen angeht. Als nicht besonders zielführend wertete das Gremium die jüngste Informationsveranstaltung, bei der erste Kostenschätzungen für Sanierung und Unterhalt vorgestellt wurden (wir berichteten). „Wir wissen derzeit gar nichts“, sagte Bürgermeister Erwin Seiler in der jüngsten Sitzung einleitend, bevor der Tagesordnungspunkt nach einem mehrheitlich angenommenen Geschäftsordnungsantrag von Sigrid Scharrer-Bothner kurzerhand in den nichtöffentlichen Teil verlegt wurde. Zum einen gehe es möglicherweise um sehr viel Geld für die Kommune; andererseits wolle sie nicht, dass ihre Wortbeiträge zu dem brisanten Thema öffentlich würden und sie sich unter Umständen für ihre Äußerungen unsachlicher Kritik stellen müsse, lautete die Begründung der Enkinger Gemeinderätin.

Nach der Sitzung erklärte Rathauschef Seiler im Gespräch mit den Rieser Nachrichten, es habe keinerlei Festlegungen im Zusammenhang mit dem Almarin seitens des Gemeinderates gegeben. Weder für den Beitritt zu einem möglichen Zweckverband, noch in finanzieller Hinsicht. Vereinbart worden sei lediglich die Mitwirkung Möttingens im geplanten Arbeitskreis.

Auf die Frage, ob er persönlich an eine Wiedereröffnung des Mönchsdegginger Bades glaube, sagte Seiler: „Ich würde mir das sehr wünschen. Angesichts der aktuellen Sachlage kann ich es mir aber momentan nur schwer vorstellen.“ Die genannten Investitionskosten von sehr als sieben Millionen Euro seien eine große Hürde, selbst wenn es staatliche Zuschüsse gebe. Seiler äußerte sich zudem zurückhaltend, ob angesichts der prognostizierten jährlichen Betriebsdefizite überhaupt Kommunen bereit wären, sich an einem Zweckverband zu beteiligen und einen entsprechenden Kostenanteil zu tragen. Er werde jetzt die weitere Entwicklung abwarten, sich zusammen mit seinem Dritten Bürgermeister Timo Böllmann im Arbeitskreis einbringen und zu gegebener Zeit die Angelegenheit mit dem Gemeinderat erneut bewerten, so Seiler.

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Bewegung ist inzwischen in die Diskussion um die umstrittene Umgestaltung des Bahnübergangs nach Lierheim durch die Deutsche Bahn gekommen (wir berichteten). Ganz offensichtlich habe der Vor-Ort-Termin mit Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange und Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel im Januar in Möttingen dazu geführt, dass die beteiligten Stellen sich nochmals Gedanken zu dem Vorhaben gemacht haben, betonte Seiler auf eine Anfrage von Gemeinderätin Gabriele Bissinger. Bei einem weiteren Treffen mit Lange und Vertretern des Gemeinderates wolle er die neuen Erkenntnisse vorstellen und erörtern.

Zufrieden äußerte sich der Bürgermeister über die aus seiner Sicht gut gelungene Neugestaltung der Kreisstraße DON 11 „Im Mitteldorf“ mit den gepflasterten Randbereichen, deren Bepflanzung und den beiden Bushaltestellen.

Bei der Informationsveranstaltung in Möttingen war unsere Kollegin Anja Ringel dabei, Ihren Text lesen Sie hier: So viel kostet das Almarin , ihren Kommentar dazu hier: Almarin: Die falsche Wahl getroffen

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