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15.02.2018

Almarin-Retter gründen Förderverein

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Das Almarin in Mönchsdeggingen ist seit 2010 geschlossen. Weder die Gemeinde noch ein privater Investor hatten es geschafft, das Schwimmbad profitabel zu betreiben. Es gab danach mehrere Versuche, das Bad zu retten.

Die nächste Hürde zur Wiedereröffnung des Mönchsdegginger Hallenbads für eine Woche im April ist genommen. Was ein Baugutachten ergeben hat.

Haufenweise Schmutz, eingeschlagene Scheiben und in die Jahre gekommene Anlagen: Viele Menschen im Ries haben daran gezweifelt, dass das Almarin in Mönchsdeggingen je wieder betrieben werden würde – Gründe dafür gab es genug. Jetzt haben die, die für eine Wiedereröffnung kämpfen, die nächste Hürde bei der Verwirklichung ihres Traums genommen.

Am Sonntag haben die Mönchsdegginger im Rathaus den „Förderverein Almarin“ gegründet, das bestätigt einer der Initiatoren der Wiedereröffnung des Almarins, Rolf Bergdolt. Wie berichtet, haben zahlreiche ehrenamtliche Helfer in den vergangenen Wochen und Monaten in ihrer Freizeit geschuftet, um die Anlagen wieder betriebsfähig zu machen und das Gebäude zu säubern. In der Woche nach Ostern, 2. bis 8. April, soll das Schwimmbad dann in einer Aktionswoche geöffnet werden. Für rund 38 Euro erhalten Unterstützer eine Wochenkarte, Kinder sollen 15 Euro kosten.

Doch bei einer Woche Badespaß soll es nicht bleiben, auch wenn der Fokus des Fördervereins zunächst darauf liege, wie die Initiatoren in einer Pressemitteilung schreiben. Das Ziel der bisher knapp 30 Mitglieder des Vereins sei es vielmehr, den dauerhaften Betrieb des Almarins zu ermöglichen. „Mit der Aktionswoche wollen wir zeigen, dass es technisch möglich ist, das Schwimmbad zu betreiben“, hatte Rolf Bergdolt im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt.

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Über Jahrzehnte hinweg hätten durchschnittlich 130000 Gäste im Jahr das Almarin besucht. „Die meisten kommunalen Bäder können von solchen Zahlen nur träumen“, sagt Bergdolt. Auch, dass das Mönchsdegginger Bad stets von 10 bis 22 Uhr geöffnet hatte, sei von den Gästen geschätzt worden. „Im Almarin gab es immer Platz zum Schwimmen“, sagt der DLRG-Vorsitzende. Die von der Wasserwacht initiierte Umfrage zur Schwimmbadsituation im Landkreis habe erneut deutlich gemacht, dass das Almarin sehr vielen Gästen positiv in Erinnerung geblieben sei. „Die Wehmut bei den Menschen hat über die Jahre immer mehr zugenommen, das war deutlich zu spüren.“

Bergdolt wurde zum Vorsitzenden des Fördervereins gewählt, sein Stellvertreter ist der Mönchsdegginger Bürgermeister, Karl Wiedenmann. Michael Gumpp, der die Idee zur Aktionswoche hatte, ist Schriftführer, Isabel Nödel Kassiererin, wie die Helfer mitteilen. Die notarielle Beglaubigung des Vereins sei bereits erfolgt.

Bis zur Wiedereröffnung des Almarins gebe es noch viele Meilensteine zu erreichen, wie Bergdolt es formuliert. Die Stromversorgung funktioniere bereits wieder, und – ebenfalls besonders wichtig – ein Gutachter habe den Initiatoren bestätigt, dass die Gebäudesubstanz des Bades in einem „sehr guten Zustand“ sei und es keinerlei Bedenken gebe. Die Gemeinde hatte den Baustatiker beauftragt, um die Sicherheit des Almarins zu prüfen. Bürgermeister Karl Wiedenmann, der im Gespräch mit den RN bereits verkündet hatte, ein großer Befürworter der Wiedereröffnung des Bades zu sein, bekam von den Gründungsmitgliedern des Fördervereins viel Lob für sein Engagement in den vergangenen Monaten zugesprochen. (mit pm)

Anmeldung An der Aktionswoche des Almarins Interessierte und mögliche Helfer können sich auf www.almarin.de anmelden. Am Sonntag, 18. Februar, gibt es im Gasthaus Rose in Mönchsdeggingen um 19 Uhr außerdem eine Infoveranstaltung zur Wiedereröffnung.

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