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Heuberg

07.11.2017

Altes Schulhaus erregt die Gemüter

Über die Zukunft des alten Schulgebäudes wurde auf der Heuberger Bürgerversammlung diskutiert.
Bild: Bernd Schied

In Heuberg diskutieren die Bürger eifrig über die Zukunft des sanierungsbedürftigen Gebäudes. Eine Bürgerbefragung soll dabei helfen, eine Lösung zu finden.

Die Heuberger sind bekannt für ihre Diskussionsfreudigkeit. Dies stellten sie einmal mehr bei der diesjährigen Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus unter Beweis.

Da ist zu allererst das alte Schulhaus, das seit Jahren vor sich hin gammelt und keiner so recht weiß, was künftig damit geschehen soll. Bereits 2009 gab es erste Vorschläge, das Gebäude entweder zu sanieren und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen oder es abzureißen und das Areal neu zu gestalten. Diese Ideen wurden jedoch nicht weiterverfolgt. Folglich ist auch nicht mehr viel geschehen, außer, dass die Stadt Oettingen einige Räume als Archiv für das Stadtmuseum genutzt hat.

Jetzt wollen Bürgermeisterin Petra Wagner und der Heuberger Ortsbeauftragte Rudolf Österle Nägel mit Köpfen machen und das Thema erneut anpacken. Damit rannten beide bei den Bürgern offenen Türen ein. Bei der Versammlung wurde lange und eifrig debattiert, wie es mit der markanten Immobilie weitergehen soll. Die Alternativen sind nach wie vor die gleichen wie vor acht Jahren. Rathauschefin Wagner machte deutlich, dass die Stadt Oettingen ihrerseits künftig keine Nutzung vorsehe. Österle meinte, eine Sanierung mache nur mit einem durchdachten Nutzungskonzept Sinn. Außerdem gelte es, so der Ortsbeauftragte, dabei die zu erwartenden hohen finanziellen Aufwendungen zu berücksichtigen, auch wenn es Zuschüsse gebe.

Das Meinungsspektrum war an diesem Abend vielfältig. Deshalb setzt Bürgermeisterin Wagner auf eine Bürgerbeteiligung. Die Heuberger sollen im Rahmen einer „Befragung“ kundtun, wie sie sich die Zukunft ihres alten Schulhauses vorstellen. Dazu wird die Stadt die Bürger anschreiben. Welcher Personenkreis dafür infrage kommt, soll verwaltungsintern geklärt werden. Zu drei Alternativen sollen sich dann die Einwohner äußern: Abriss des Gebäudes und Neugestaltung des freigewordenen Grundstücks, Sanierung und Weiternutzung mit einem passenden Konzept oder Verkauf. Bei der Bürgerversammlung im kommenden Jahr will Petra Wagner die Ergebnisse präsentieren und die weitere Vorgehensweise abstimmen bevor sich dann der Stadtrat damit beschäftigt. Rudolf Österle plädierte für eine Lösung bis 2021, dem Jahr des Feuerwehrfestes.

Weitere Themen des Abends waren die Feldwege rund um Heuberg und dabei insbesondere eine Zufahrt zum Flugplatz-Denkmal, die mitunter wegen ihren schlechten Zustandes auf Kritik stößt (wir berichteten). Ob dieser Bereich vor dem Denkmal eines Tages asphaltiert wird, wie im Bauausschuss des Stadtrates angedacht, bleib allerdings offen.

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