1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Am Sonntag wird in Hainsfarth ein neuer Bürgermeister gewählt

Wahl

06.03.2019

Am Sonntag wird in Hainsfarth ein neuer Bürgermeister gewählt

Copy%20of%20IMG_6523.tif
2 Bilder
Hainsfarth liegt am nördlichen Riesrand. Bei gutem Wetter haben die Bürger des Ortes einen traumhaften Blick auf Oettingen und das Ries. Am Sonntag wird in der Riesgemeinde ein neuer Bürgermeister gewählt.
Bild: Verena Mörzl

Plus Warum es sich in der Riesgemeinde am kommenden Sonntag um eine „unechte“ Wahl handelt und was die Bürger erwarten.

Drei Frauen stehen vor der Sparkasse in Hainsfarth, lassen sich die Sonne an diesem Mittwochvormittag ins Gesicht scheinen und plaudern, bevor sie am Automat Geld abheben. Am Sonntag ist Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Hainsfarth. „Ja, was bräuchten wir im Ort eigentlich?“, überlegen sie laut, mit Blick auf den Wechsel im Rathaus am 10. März.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Ihren Namen wollen sie nicht in der Zeitung lesen, eine Meinung haben sie schon. Ein „Semmelauto“ wie damals, das mit den Backwaren aus Polsingen kam, könnte wieder Halt machen. Oder vielleicht wäre es auch möglich, die Öffnungszeiten des Dorfladens auszuweiten. Denn dass man sonst vor Ort keine Lebensmittel mehr kaufen könne, sei schade, meinen sie. Und für die älteren Frauen im Dorf wäre hin und wieder ein gemeinsamer Treffpunkt toll.

Wahl in Hainsfarth: Erwartungen an den Bürgermeister

Erwartungen an den neuen Bürgermeister gibt es auch anderswo in der Riesgemeinde. Josefa Rettenmeier wohnt in der Mühlstraße in Hainsfarth. Sie hofft, dass dort künftig nicht mehr so schnell gefahren wird und vor allem: dass es dort nicht mehr so stinkt. „Es ist schon viel besser geworden, seit dem die Gemeinde etwas unternommen hat“, sagt sie. Aber gerade morgens, kurz nach 6 Uhr, rieche es oft noch immer sehr streng aus den Abflussrohren.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Im nördlichen Teil Hainsfarths wohnt Elisabeth Mayer. Sie arbeitet an diesem Mittwoch in ihrem Garten und hat keine speziellen Erwartungen für Sonntag. Ihrer Ansicht nach müsse der neue Bürgermeister „schon danach sehen, dass es aufwärts geht und die Leute weiterhin zufrieden sind“.

Bürger können von 8 bis 18 Uhr wählen

Am Sonntag also entscheiden die Hainsfarther, wer der neue Rathauschef wird. Einziger Kandidat ist der bisherige Zweite Bürgermeister, Klaus Engelhardt, der seit der Amtsniederlegung des erkrankten Franz Bodenmüller die Geschäfte in der Gemeinde übernommen hat. Einen Gegenkandidaten gibt es nicht. Engelhardt hofft am Sonntag dennoch auf eine hohe Wahlbeteiligung und sagt im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Bürger einen „hoch motivierten Bürgermeister“ bekommen werden, sollten sie ihn wählen. „Ich möchte jedes Anliegen ernst nehmen und gemeinsam mit den Bürgern die Zukunft der Gemeinde gestalten.“

Von 8 bis 18 Uhr können die Wahlberechtigten in der Gemeindekanzlei in Hainsfarth, in der frisch sanierten ehemaligen jüdischen Schule und in Steinhart im evangelischen Gemeindehaus (Frankenstraße 18) ihre Stimme abgeben. Die Briefwahlunterlagen müssen laut Wahlleiter Günther Schwab bis Sonntag um 18 Uhr im Oettinger Rathaus sein. Die Wahl hat Schwab zufolge vor allem eine Besonderheit: Nachdem es nur einen Kandidaten gibt, handelt es sich um eine sogenannte „unechte Mehrheitswahl“. Auf dem Stimmzettel gibt es neben dem Kreuzchen für Klaus Engelhardt die Möglichkeit, andere Kandidaten zu benennen. Schwab geht nicht davon aus, dass sich Bürger zusammenschlössen, um einen weiteren Kandidaten zu bestimmen. Derjenige müsste dann mehr Stimmen erhalten, als Klaus Engelhardt. Meist gebe es „einzelne Witzbolde“, die einen anderen Namen auf den Wahlzettel schrieben, aber keine geplante Aktion. In der Gemeinde sind nach Angaben des Wahlleiters 1169 Bürger wahlberechtigt. Rund zehn Prozent wollen nach aktuellem Stand per Briefwahl darüber abstimmen, wer in der schön gelegenen Gemeinde am Riesrand das Amt des Ersten Bürgermeisters bis zum Jahr 2026 bekleiden wird.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren