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Radiologie

13.05.2019

Am Stiftungskrankenhaus entsteht ein neues Gebäude

Waren beim Spatenstich dabei (von links): Architekt Eberhard Groß, Dr. Harald Gunselmann (Radiologicum), Ulrich Lange, Dr. Dieter Müller, Dr. Julia Dikopoulos, Dr. Florian Pachmayr (alle Radiologicum), Jürgen Busse (Vorstandsvorsitzender gKU), Stefan Rößle und Andreas Diethei (Bauleiter Firma Eigner).
Bild: Bernd Schied

Eine radiologische Praxis errichtet einen Anbau am Nördlinger Klinik-Gebäude. Wann der Betrieb starten soll.

Die Bauarbeiten haben zwar schon begonnen. Doch mit dem offiziellen Spatenstich für ein Gebäude zur Unterbringung eines neuen Kernspintomografen am Nördlinger Stiftungskrankenhaus sollte am Wochenende symbolisch ein Bauvorhaben auf den Weg gebracht werden, auf das die Verantwortlichen länger als geplant warten mussten.

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Die radiologische Praxis „Radiologicum“ aus Donauwörth errichtet auf dem Klinik-Gelände den Anbau auf eigene Kosten. Der Grund wird von den Vereinigten Wohltätigskeitsstiftungen mittels Erbbaupacht zur Verfügung gestellt. Bis Ende des Jahres soll der Anbau stehen, der durch einen Steg mit dem Hauptgebäude verbunden sein wird. Der Betrieb des MRT, wie ein Kernspintomograf auch bezeichnet wird, ist für Anfang 2020 vorgesehen. Mit dem gemeinsamen Kommunalunternehmen (gKU) gibt es einen Kooperationsvertrag. Das Gerät steht sowohl für Untersuchungen von Krankenhauspatienten als auch für ambulant von den niedergelassenen Ärzten überwiesene Patienten zur Verfügung. Rund 2,5 Millionen Euro investiert das Radiologicum in das Projekt.

Neues Radiologie-Gebäude: Das Vorhaben wäre fast gescheitert

Der Sprecher der Gesellschafter der Donauwörther Praxis, Dr. Florian Pachmayr, nannte die Magnet-resonanztomografie einen wichtigen Baustein in der Diagnose. Sie gewinne zunehmend an Bedeutung in der Onkologie und der Kardiologie. Den Computertomografen (CT) am Stift, bei dem das Radiologicum bereits seit 2008 unter der Woche die Befundungen macht, werde es weiterhin geben. Der Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange sagte, das MRT sei eine wichtige Ergänzung für die Versorgung an der Klinik. Für den Vorsitzenden des gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU), Landrat Stefan Rößle, ist das neue Gerät ein Signal für Fachärzte, sich im Raum Nördlingen anzusiedeln. Trotz einiger „Umwege“ sei er froh, dass mit dem Kernspintomografen die Qualität der medizinischen Versorgung in der Region weiter verbessert werde.

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Ursprünglich wollte das gKU in eigener Regie ein MRT betreiben. Weil jedoch die Regierung von Schwaben staatliche Zuschüsse verweigerte, scheiterte das Vorhaben. Das Projekt schien zwischendurch sogar gefährdet. Auf Bitten des Radiologicums hat Lange beim gKU und der Stadt Nördlingen für ein zwischenzeitlich vorliegendes Betreiberkonzept der Donauwörther Praxis für ein MRT geworben. Ebenso bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB), die letztlich dem Vorhaben zugestimmt hat.

Die Idee seinerzeit war, einen Kassensitz des Radiologicums, von denen die Praxis mehrere hat, nach Nördlingen zu verlegen. Nicht zuletzt deshalb, weil keine Aussicht bestand, einen neuen genehmigt zu bekommen. Nordschwaben gilt aus Sicht der KVB im radiologischen Bereich als „überversorgt“.

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