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Comedy

29.01.2019

Amor trifft Glückskeks Amanda

Sebastian Reich begeisterte mit Nilpferddame Amanda die Besucher im Nördlinger Klösterle.
Bild: Dieter Mack

Bauchredner Sebastian Reich begeistert mit seiner Nilpferd-Puppe im Klösterle. Warum seine Show bei Jung und Alt so beliebt ist

Den zahlreichen Fans des Veitshöchheimer Frankenfaschings sind sie seit Jahren bestens bekannt: der Bauchredner Sebastian Reich und seine Puppe, die liebestolle Nilpferd-Dame „Amanda“. Bereits zum zweiten Mal präsentierte das illustre Pärchen sein aktuelles Showprogramm mit dem Titel „Glückskeks“ in Nördlingen und begeisterte damit die 430 Besucher im komplett ausverkauften Stadtsaal Klösterle.

Um Glück soll es also an diesem Abend gehen, obwohl Amanda mit der Begrüßung durch ihren Schwarm Horst Seehofer aus dem Off ganz und gar nicht einverstanden ist. Schließlich ist sie mit ihrem „Anhängsel“ Sebastian nicht verheiratet – und außerdem haben nur Superstars keine Nachnamen! Auch den Sinnsprüchen in den Glückskeksen kann sie wenig abgewinnen. Lieber textet sie selbst („Hat das Blümchen einen Knick, war der Schmetterling zu dick“) oder flirtet mit Josef aus dem Publikum: „Lass mich dein Glückskeks sein!“

Im Zwiegespräch zwischen dem Komödianten und seiner Figur wird munter weiter gewitzelt, es wird „Schnick-Schnack-Schnuck“ gespielt und geklärt, ob Glück auch der Besitz eines Handys sein kann. Und weil man mit einer einzelnen Puppe kaum einen kompletten Abend bestreiten kann, lässt Sebastian Reich noch weitere Figuren aufmarschieren: Der aus früheren Programmen bekannte Herr Esel sorgt als „König der Kalauer“ für „Stimmmuuuuung!“, während das „nicht gerade erfolgreiche“ Marzipan-Glücksschwein „Pig Nic“ das Pech geradezu anzieht – schließlich war es schon Maskottchen für den HSV.

Auch nach der Pause verbreitet das Mensch-Hippo-Paar Frohsinn und Gaudi bei den Besuchern. Diese werden regelmäßig ins Programm eingebunden: Der neunjährige Max darf seine selbst gebastelte Amanda-Puppe präsentieren, Amelie darf zum Erinnerungs-Foto auf die Bühne, und aus der Glücksbox werden lustige Zuschauer-Kommentare verlesen („Glück wäre für mich Toilettenpapier in der Pause gewesen“). Gegen Ende nimmt die Show noch einmal Tempo auf: Sebastian Reich beweist sich als Zauberkünstler, bei einer „Fahrstunde“ gehen bei Amanda wieder mal die Hormone durch und auch der unvermeidliche „Spezi-Fisch“ taucht regelmäßig auf. Zum guten Schluss spielt der Bauchredner gleich mit zwei Puppen gleichzeitig, als der „Liebesgott Amor“ („Ich vermittle verlässlich, ob dumm oder hässlich“) seine Pfeile auf Amanda abschießt.

Sebastian Reich ist ein sympathischer, witziger und charmanter Unterhaltungskünstler, der Gegensatz zu seiner frechen und vorlauten Nilpferd-Puppe ist perfekt inszeniert. Seine Fertigkeiten als Bauchredner sind herausragend: Lippenbewegungen sind praktisch nicht erkennbar, die Dialoge mit und unter den Puppen erfolgen in Hochgeschwindigkeit – sogar singen können seine Figuren. Als Entertainer kommuniziert er souverän mit den Zuschauern, ist pointensicher, schlagfertig und gewieft in der Improvisation: die „Reisegruppe aus Pflaumloch“ gerät zum „Running Gag“ des Abends.

So bietet „Glückskeks“ eine unterhaltsame, kurzweilige und lustige Bühnenshow für die ganze Familie – von Kindern bis Senioren sind alle Altersschichten vertreten. Im Sinne des Programmtitels gelingt es Sebastian Reich, sein Publikum einen Abend lang glücklich machen. Folgerichtig wird er mit seiner Amanda nach dem gemeinsamen Abschiedslied „Schubi-dubi-duh“ ausgiebig bejubelt.

„Fastnacht in Franken“ ist auch heuer wieder im Bayerischen Fernsehen zu sehen. Am Freitag, 22. Februar, zeigt der BR die Prunksitzung ab 19 Uhr. Die Wiederholung am darauffolgenden Samstag beginnt um 20.15 Uhr.

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