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Wohnen

05.12.2018

Anker-Gelände in Nördlingen: Das wird gebaut

So könnte das derzeitige Anker-Areal und zukünftige Eger-Viertel eines Tages aussehen. Noch handelt es sich bei dieser Darstellung um einen Entwurf, der endgültige Plan wird erst noch erarbeitet.
Bild: Darstellung Architekturbüro Schlientz

In Nördlingen stellen die Beteiligten das Großprojekt öffentlich vor. Eine Tiefgarage mit rund 90 Stellplätzen soll entstehen. Für wen die Wohnungen gedacht sind

Oft hat bei Sebastian Haag in den vergangenen Tagen das Handy geklingelt. Viele Anrufer waren Leser unserer Zeitung, die in unserer Wochenendausgabe erfahren haben, dass auf dem Anker-Areal Wohnungen entstehen sollen. Noch stehen die nicht zum Verkauf, noch muss entschieden werden, welchen Zuschnitt und welche Größe sie haben werden. Gestern gaben Haag, sein Partner Stephan Deurer vom Unternehmen Eco Residential und der Nördlinger Architekt Reiner Schlientz weitere Informationen zu dem Projekt bekannt, das ein Volumen von circa 20 bis 30 Millionen Euro haben wird.

Nur fünf beziehungsweise sechs denkmalgeschützte Gebäude sollen auf dem alten Brauerei-Gelände stehen bleiben. Die anderen Bauwerke werden ab dem Frühjahr 2019 abgerissen – insgesamt rund 26500 Kubikmeter. Bis zum Sommer sollen die Arbeiten erledigt sein, dann habe das Haus für Kinder erste Priorität, sagte Deurer gestern auf einer Pressekonferenz. Wie berichtet, sollen Kita, Kindergarten und Hort auf das Ankergelände ziehen. Spielen können die Buben und Mädchen auf einem Grundstück außerhalb der Stadtmauer, das der Familie Haag gehört und rund 1800 Quadratmeter Nutzfläche hat.

Träger des Hauses für Kinder ist die Katholische Jugendfürsorge (KJF) der Diözese Augsburg, mit ihr und der Stadt führe man derzeit „finale Gespräche“, sagte Deurer. Für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto in die Betreuungseinrichtung bringen, sollen es entlang der Stadtmauer Kurzzeitstellplätze geben. Zudem ist eine Beratungsstelle der KJF geplant.

Anker-Gelände in Nördlingen: Das wird gebaut

Einfahren von der Ankergasse aus

Entlang der Stadtmauer können auch die Bewohner des neuen Eger-Viertels kurzfristig parken, für sie wird aber eine neue Tiefgarage unter dem Gelände angelegt. Rund 90 Stellplätze sind derzeit angedacht, etwa 3,20 bis 3,30 Meter soll in die Tiefe gebaut werden. Das Gelände muss archäologisch untersucht werden. Einfahren soll man in die Tiefgarage voraussichtlich von der Ankergasse aus. Die Bewohner können dann direkt in ihre Wohnungen gelangen. Die entstehen in mehreren, unterschiedlichen Gebäuden mit Satteldächern. Insgesamt soll in Zukunft rund 300 Quadratmeter weniger Fläche bebaut sein als jetzt.

Auf dem Gelände des Eger-Viertels gibt es keine Parkplätze. Die Eger selbst soll freigelegt werden, ein Zugang über Stufen ist angedacht. Hinter dem Mal’schen Haus links ist derzeit Gastronomie vorgesehen, auf einem Freiplatz davor könnten die Besucher ihr Getränk beziehungsweise ihr Essen unter freiem Himmel genießen. In diesem Bauwerk – es gehört zu denen, die unter Denkmalschutz stehen – könnte auch ein Dienstleister arbeiten, der wiederum Senioren betreut. 40 bis 50 Wohnungen sollen auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet sein. Insgesamt sind 80 bis 90 Wohnungen geplant – von einer Größe von Zwei- bis Vier-Zimmer (plus Bad und Küche). Deurer hofft, dass das Projekt 2021 fertiggestellt ist, geht aber eher von 2022 aus. Die Nördlinger wollen Deurer, Haag und Schlientz auf einer Art Bürgerversammlung im Januar direkt informieren, auch die Bauvoranfrage stehe noch aus.

Mehr zum Thema lesen Sie hier: Auf dem Anker-Areal sollen 80 Wohnungen entstehen

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