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Nördlingen

05.10.2019

Ankerbräu: Wann werden die neuen Wohnungen gebaut?

Einst wurde hier Bier gebraut, bald sollen Wohnungen gebaut werden: Auf dem Angergelände entsteht das Egerviertel.
Bild: Martina Bachmann

Plus 2018 wurden die Planungen für das neue Egerviertel vorgestellt. Weshalb die Arbeiten noch nicht begonnen haben.

Anfang Dezember des vergangenen Jahres wurde es bekannt: Auf dem Ankergelände in der Nördlinger Altstadt soll ein neues Wohnviertel samt Gastronomie, Büroflächen und Kindertagesstätte entstehen – das sogenannte Egerviertel. Wer allerdings in diesen Tagen am einstigen Brauereiareal vorbei fährt, hält vergeblich nach Baggern oder Baukränen Ausschau. Vielmehr scheint das Projekt in einem Dornröschen-Schlaf versunken zu sein. Doch wie so oft täuscht der oberflächliche Eindruck, wie Stephan Deurer auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt.

Deurer leitet das Unternehmen Eco Residential, das das Egerviertel realisieren will. Derzeit gehe es hinter den Kulissen um den Bebauungsplan, berichtet er. Normalerweise würden dabei noch keine Details festgelegt. Doch in Nördlingen sei das wegen der Altstadtsatzung anders. So werde bereits darüber gesprochen, wie die Fenster eines Tages aussehen sollen. Doch wenn man die plane, müsse man sich auch mit den Grundrissen befassen, erklärt Deurer – und so dauert alles ein bisschen länger als üblich.

Nördlinger Stadtrat muss über Bebauungsplan entscheiden

Eine erste konkrete Planung haben die Verantwortlichen für das Projekt Egerviertel bereits der Stadtverwaltung und Vertretern des Denkmalschutzes präsentiert. Auch Nördlingens Stadtheimatpfleger Dr. Wilfried Sponsel sei involviert gewesen, berichtet Deurer. In dieser Runde seien noch verschiedene Punkte angeregt worden, die jetzt in den Plan eingearbeitet werden sollen, wie Oberbürgermeister Hermann Faul im Gespräch mit unserer Zeitung sagt. Beim Ankergelände handle es sich um ein sensibles Gebiet, das neue Egerviertel müsse zur Altstadt passen. Konkret gehe es um Höhen und Abstandsflächen, Faul spricht von „Feinabstimmungen“.

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Sind die erledigt, soll der Stadtrat über den Bebauungsplan entscheiden – in diesem oder dem nächsten Monat. Danach geht es ins öffentliche Auslegungsverfahren. Deurer sagt, es könne sein, dass bereits im November oder Dezember mit ersten Arbeiten auf dem Areal begonnen werden könnte, das hänge aber vom Verlauf des Verfahrens ab. Im nächsten Jahr soll es dann an den Voll-Abbruch gehen – und nach unten. Denn die Bewohner des Egerviertels werden eine Tiefgarage nützen können, 100 Fahrzeuge sollen darin Platz finden. Deurer hofft darauf, dass die Tiefbauarbeiten im zweiten und dritten Quartal 2020 über die Bühne gehen.

Ankerbräu schloss bereits 2016

Anschließend werden unter anderem 70 Wohneinheiten gebaut. Wenn alles glatt läuft, können Besitzer oder Mieter 2022 einziehen. Deurer berichtet, er habe bereits „massiv“ Anfragen bekommen. Doch verkauft werde erst, wenn alle rechtlichen Genehmigungen vorliegen – also voraussichtlich Anfang 2020.

Auf dem Gelände unweit des Baldinger Tors wird schon seit 2016 kein Bier mehr gebraut. Damals schloss die Ankerbrauerei nach mehr als 400 Jahren. Sebastian Haag, dessen Familie die Brauerei einst betrieb und der sie gehörte, hat mit Deurer einen Partner gefunden, der das Gelände entwickelt. In einem neuen Jugend- und Familienzentrum soll dort auch das Haus der Kinder untergebracht werden.

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