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Nordschwaben

30.06.2009

Arbeitslosenzahl fast unverändert

Von 3,2 auf 3,1 Prozent leicht gesunken ist im Juni die Arbeitslosenquote in Nordschwaben. Damit liegen die Landkreise Donau-Ries und Dillingen bundesweit nach Freising und Ingolstadt auf dem dritten Rang.

Dies zeige sich auch an der nach wie vor hohen Dynamik auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Zwar hätten sich im Juni 1185 Personen arbeitslos gemeldet (das sind knapp 30 Prozent mehr als vor einem Jahr); gleichzeitig seien jedoch 1308 Menschen wieder in Arbeit gekommen. Wolfinger nannte dies ein "beachtliches Ergebnis" angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage. Die Sektoren Dienstleistung, Handwerk, Metall und Zeitarbeit bezeichnete die Agenturchefin wörtlich als Bereiche, "in denen etwas geht".

Vom Mittelstand geprägt

Dass es in Nordschwaben besser als in anderen Arbeitsamtsbezirken aussehe, liege zum einen an der stark vom Mittelstand geprägten Struktur; andererseits gebe es viele Handwerksbetriebe, bei denen es noch recht gut laufe.

Arbeitslosenzahl fast unverändert

Kurzarbeit: Monetärer Reiz

Dennoch: Seit Beginn der Wirtschaftskrise im Herbst vergangenen Jahres nutzten rund 160 Unternehmen die Kurzarbeit, um Entlassungen zu vermeiden, so Wolfinger weiter. Das Mittel der Kurzarbeit werde nicht zuletzt deshalb genutzt, weil hier die Bedingungen für die Arbeitgeber deutlich besser geworden seien. "Da spielt der monetäre Anreiz eine große Rolle."

Zwei Beispiele zum selben Thema

Der Leiter der Nördlinger Geschäftsstelle des Arbeitsagentur, Wolfgang Schelzig, machte dies an zwei Beispielen deutlich: "Ab einem halben Jahr Kurzarbeit zahlen wir als Agentur den Betrieben die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge. Außerdem übernehmen wir die Kosten für eine Qualifizierungsmaßnahme von Kurzarbeitern, die sich weiterbilden."

Agenturchefin zeigt sich realistisch

Auf die Frage der RN, ob die von Kurzarbeit betroffenen Menschen nach deren Beendigung möglicherweise in die Arbeitslosigkeit geraten könnten, meinte Agenturleiterin Wolfinger: "Das kann man nicht ausschließen." Dies hänge von der konjunkturellen Entwicklung ab.

In ihrem Ausblick auf die weitere Entwicklung des nordschwäbischen Arbeitsmarktes ist Agenturchefin Wolfinger realistisch: "Ich denke, dass die Krise sich auch bei uns im Herbst und Winter stärker auswirken wird und die Arbeitslosenquote ansteigt."

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