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30.06.2009

Auch schulisch Schwache brauchen Arbeit

Nördlingen (RN) - Parallel zu der regulären Jungarbeiterklasse hat die Staatliche Berufsschule Nördlingen im Schuljahr 2008/09 ein BVJ-k ins Leben gerufen. Dieses Berufsvorbereitungsjahr in kooperativer Form wendet sich an Jugendliche, die ohne Ausbildung oder Arbeitsplatz die Hauptschule verlassen haben. Im Gegensatz zur Jungarbeiterklasse (neun Wochen Blockunterricht) dauert das BVJ-k das gesamte Schuljahr. Im Schnitt sind die Schüler dabei pro Woche zu je 50 Prozent an der Berufsschule und in einem Betriebspraktikum.

Ziel: Ausbildungsplatz finden

Ziel ist, durch die schulische Qualifizierung und geeignete Praktika am Ende des Jahres eine Ausbildung oder passenden Arbeitsplatz für jeden Schüler zu finden. Bei der Suche der Praktikumsstellen und der pädagogischen Begleitung der Schüler wird die Berufsschule Nördlingen vom Beruflichen Fortbildungszentrum Donauwörth (bfz) unterstützt.

Das Projekt hat mit gut 20 Schülern begonnen. Der Klassleiter und gleichzeitig auch stellvertretende Schulleiter Eberhard Steffen sowie Andrea Großhauser (freiberuflicher Personal-Coach für das bfz Donauwörth) haben sich von Anfang an ganz individuell mit jedem einzelnen Schüler auseinandergesetzt, um herauszuarbeiten, wo die Stärken des Schülers liegen und welche Fähigkeiten er schon in eine zukünftige Ausbildung mit einbringen kann. Für einige wenige der zu einer nicht geringen Anzahl aus schulisch schwachen Schülern bestehenden Klasse stellte sich leider schon sehr schnell heraus, dass es an Grundvoraussetzungen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Motivation usw. fehlte.

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Sehr positiv wurde diese Maßnahme von den Mittelstandsbetrieben im Umkreis angenommen.

Zusagen nicht eingehalten

Trotz Zusagen für einen Ausbildungsplatz mussten die Schüler in ihren jungen Jahren die Erfahrung machen, dass diese Zusagen nicht immer eingehalten werden konnten. Die Bauinnung Donau-Ries, vertreten durch Robert Lang, war bereit, diesen Jugendlichen kurzfristig ein Praktikum anzubieten mit Aussicht auf einen Ausbildungsplatz. Es wurde ein enger Kontakt zu den Eltern und zu sozialen Einrichtungen in Nördlingen gepflegt.

Aber auch der Wechsel in andere berufsvorbereitende Maßnahmen wurde ermöglicht mit dem Ziel einer noch stärkeren sozialpädagogischen Betreuung.

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