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19.11.2018

Ausbau B29 und Benzenzimmern: Verzwickte Lage

Die Straßenführung der Bundesstraße 29 soll sich an dieser Kreuzung verändern. Sogar die Ampel könnte abgebaut werden.
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Die Straßenführung der Bundesstraße 29 soll sich an dieser Kreuzung verändern. Sogar die Ampel könnte abgebaut werden.
Bild: Mörzl

Plus Westlich von Baldingen soll die Bundesstraße 29 saniert werden. Die Umleitung war eigentlich über Benzenzimmern geplant. Doch da wird ab April ebenfalls gebaut.

Die Bundesstraße 25 ist nach zwei Monaten wieder befahrbar und da kündigen sich bereits die nächsten Baustellen an. Der Streckenabschnitt der Bundesstraße 29 westlich von Baldingen zwischen dem Kreisverkehr bei Ehringen und der Kreuzung zum Inneren Ring in Nördlingen soll saniert werden. Doch eine weitere Baustelle in Benzenzimmern sorgt für Probleme.

Denn eigentlich sei laut dem Bereichsleiter des Staatlichen Bauamts Augsburg, Stefan Scheckinger, die Umleitung für Autofahrer von oder nach Bopfingen über Benzenzimmern geplant gewesen. Doch in dem Kirchheimer Ortsteil kommt ab April 2019 die Vollsperrung der Hauptstraße. Kirchheims Bürgermeister Willi Feige sagt gegenüber den RN, dass dort die Straßendecke erneuert wird sowie Kanalarbeiten durchgeführt werden. Die Bauarbeiten sollen in zwei Abschnitten jeweils von April bis Oktober in den Jahren 2019 und 2020 erfolgen. Deshalb habe die Gemeinde ursprünglich geplant, den Verkehr in Richtung Bopfingen über die B29 umzuleiten, also den Straßenabschnitt, der ebenfalls im kommenden Jahr umgebaut werden soll. Doch das funktioniert nach dem aktuellen Stand nicht. Auch wenn es für dieses Dilemma derzeit noch keine Lösung gibt, zeigt sich Willi Feige zuversichtlich. „Alle wollen schöne Straßen, deshalb werden wir uns da bestimmt einig“, sagt er.

Am schlimmsten könnte die verzwickte Lage die Nördlinger treffen. Denn der Verkehr, der von der B466 oder der B25 kommt, soll laut Nördlingens Ordnungsamtsleiter Jürgen Landgraf bereits früh abgefangen werden und könnte dann durch Nördlingen über den Inneren Ring auf die B29 nach Bopfingen geleitet werden. Für eine weitere Diskussion sorgt die geplante Sanierung des Streckenabschnitts der B29. Neben einer Deckenerneuerung solle laut Scheckinger die Kreuzung der B29 nach Bopfingen umgestaltet werden. „Die gesamte Nördlinger Umfahrung macht nur Sinn, wenn die Straße an dieser Stelle nicht geradewegs in die Stadt führt, von Bopfingen her gesehen“, sagt Scheckinger. Deshalb wolle das Staatliche Bauamt die Streckenführung an der Kreuzung ändern, sodass Autofahrer künftig abbiegen müssen, um nach Nördlingen zu gelangen. Derzeit können sie geradeaus durchfahren, insofern sie nicht an der Ampel halten müssen. Auf die könne das Staatliche Bauamt ohnehin verzichten. „Es wäre natürlich super, wenn das ohne Ampel klappt“, sagt Scheckinger. Denn die würde nur unnötig Geld kosten.

Dagegen spricht sich Nördlingens Ordnungsamtsleiter Jürgen Landgraf aus. „Mit der Ampel haben wir eine sichere Straßeneinmündung ohne irgendwelche Auffälligkeiten“, sagt er. Werde die Kreuzung so ausgebaut, wie es derzeit angedacht sei, dann gebe es an der Stelle künftig Linksabbieger, die vom Kreisverkehr bei Ehringen kommen. „Das will man eigentlich in der heutigen Zeit vermeiden, daher wundern mich die derzeitigen Planungen schon etwas“, sagt Landgraf. Berücksichtige das Staatliche Straßenbauamt den Wunsch der Stadt Nördlingen nicht, müsse sie notfalls mit der Regierung von Schwaben reden, sagt Landgraf. Doch er sei überzeugt davon, dass es eine Einigung gebe.

Ob das Vorhaben an der B29 noch für das kommende Jahr geplant ist oder erst für das Jahr 2020, stehe ohnehin noch nicht fest. Im Moment seien das Überlegungen. Aber auch Scheckinger ist überzeugt, einen Kompromiss zu finden.

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