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Verkehr

04.06.2019

B 25-Baustelle: Was die Möttinger befürchten

Die B 25 zwischen Nördlingen und Harburg ist teilweise gesperrt. Viele Autofahrer nutzen die Strecke über Lierheim und Heroldingen, um die Baustelle zu umfahren. Die ist jetzt für Lastwagen gesperrt.
Bild: Bernd Schied

Im Möttinger Gemeinderat geht es um Umfahrungsstrecken. Auf einer dürfen Lastwagen nicht mehr fahren.

Der Gemeinderat Möttingen macht sich zunehmend Sorgen um die Nebenstrecken rund um die Kommune. Grund ist der starke Umleitungsverkehr wegen der Sanierung der B 25 bis nach Großsorheim (wir berichteten).

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Bürgermeister Erwin Seiler sagte im Gremium, mittlerweile würden vermehrt auch schwere Lkw über Lierheim auf der relativ schmalen Verbindungsstraße nach Heroldingen fahren und nicht selten auf die Seitenstreifen kommen. Gleiches gelte für die Strecke über Klein- und Großsorheim zur Bundesstraße bei Hoppingen. „Wenn das so weitergeht, machen die unsere Straßen kaputt“, so die Befürchtung Seilers. Die Gemeinde müsse die Schäden unter Umständen für teures Geld wieder reparieren.

Seit Wochen sei er bemüht, entsprechende Beschilderungen zu erreichen. Dies sei ihm jetzt in Lierheim gelungen, wo ein Schild darauf hinweise, dass Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen nicht mehr Richtung Heroldingen abbiegen dürften, sondern geradeaus durch Appetshofen und weiter nach Alerheim fahren müssten. Die Polizei werde auch von Zeit zu Zeit kontrollieren.

B 25-Baustelle: Was die Möttinger befürchten

Keine Unterstützung habe er dagegen beim Staatlichen Bauamt Augsburg erhalten. „Euer Problem“, lautete Seiler zufolge die dortige Antwort. Mit der Straßenverkehrsabteilung des Landratsamtes Donau-Ries habe er allerdings eine entsprechende Regelung finden können. Gleiches habe er für die Straße von Ziswingen über Kleinsorheim nach Großsorheim erreichen können. Dort werde zeitnah ein Hinweisschild aufgestellt. Seiler wies auf das hohe Verkehrsaufkommen im Bereich Möttingen hin. 12000 bis 15000 Fahrzeuge pro Tag seien kein Pappenstiel.

Mit einem Abwägungs- und Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan für das innerörtliche Wohngebiet „Spanäcker“ haben die Gemeinderäte die Voraussetzungen für die Bebauung des Grundstückes zwischen der B 25 und dem Römerweg im Baugebiet Baadfeld geschaffen. Wie berichtet, will die Zoltinger Baufirma Oßwald zwei Mehrfamilienhäuser auf dem Gelände bauen. Rathauschef Seiler hat dieses Vorhaben vorangetrieben, weil er seit Langem auf die innerörtliche Entwicklung in seiner Kommune setzt.

Für das neue Wohngebiet Römerweg kündigte der Bürgermeister den Beginn der Erschließungsarbeiten an. Die archäologischen Grabungen seien ohne große Probleme über die Bühne gegangen. Im Laufe des kommenden Jahres könnten dann die ersten Häuser gebaut werden.

Eine besondere Ehre wird dem neuen Möttinger Bürgerzentrum zuteil. Ende Juni treffen sich Architekten aus ganz Bayern im neuen Ortsmittelpunkt zur „Architektentour“. Veranstalter ist die Bayerische Architektenkammer. Der Planer des Projektes, das Studio Dietzig aus München, hat sich mit dem Bürgerzentrum dafür beworben und wurde als eines der Vorzeigeobjekte ausgewählt. Dietzig wird seinen Kollegen bei dem Treffen das Bauvorhaben vorstellen und erläutern.

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