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Möttingen

13.02.2021

"B25 Mittendrin": Möttinger Bürgerinitiative überreicht Unterschriften symbolisch

Die Bürgerinitiative „B25 Mittendrin“ richtet sich gegen eine Umfahrung außerhalb Möttingens.
Foto: Mack

Plus Die Bürgerinitiative "B25 Mittendrin" aus Möttingen hat in einer Videokonferenz Unterschriften an Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange übergeben. Wie geht es nach der Petition weiter?

In einer Videokonferenz mit dem Rieser CSU-Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange hat die Bürgerinitiative (BI) „B25 Mittendrin für alle“ am Mittwoch ihre gesammelten Unterschriften symbolisch überreicht. Die Gruppierung stellte nicht nur die Zahlen vor, Vertreter äußerten sich noch einmal explizit zu ihren Zielen. An der Konferenz nahmen auch Möttingens Bürgermeister Timo Böllmann und Uwe Beierlein vom Bund Naturschutz teil.

B25 Möttingen: Alle Varianten werden geprüft

Die BI „B25 Mittendrin“ befürwortet, den bestehenden Verlauf der Bundesstraße durch den Ort zu belassen, gegebenenfalls weiterzuentwickeln. Eine Umfahrung wird unter anderem deshalb abgelehnt, weil befürchtet wird, die Probleme könnten sich nur verlagern. Die Möttinger Bürger besser in den Entscheidungsprozess miteinzubeziehen ist eine weitere Forderung. Ulrich Bothner sagte einige Worte zur Entstehung der Initiative. Sie habe sich vor rund vier Monaten gegründet. Seither seien Gespräche mit Möttingern geführt und Flyer verteilt worden. Außerdem habe die BI eben die Petition gegründet und mit Erfolg abgeschlossen, welcher sich in Zahlen messen lasse. Diese wiederum stellte Simon Grimmeißen vor. Es seien 1228 Unterschriften gesammelt worden, sagte er. 722 davon würden aus Möttingen kommen, 1090 aus dem Kreis Donau-Ries (wir berichteten).

Lange betonte, dass die symbolische Übergabe der Unterschriften ihre Wirkung genauso wenig verfehle, als wenn sie persönlich erfolgt wäre. Er sagte, dass er in seiner Zeit als verkehrspolitischer Sprecher von der Gemeinde darum gebeten worden sei, die B25 in den vordringlichen Bedarf des Verkehrswegeplans zu bringen. „Die Aufnahme bedeutet keine Trassenentscheidung, es bedeutet eine Chance, überhaupt planen zu dürfen. Sonst könnten keine Gelder in der Planung ausgegeben werden“, so Lange. Es sei eine gute Entscheidung gewesen, dass man in dieses Gesetz gekommen ist. Lange betonte, dass alle Varianten „mit der gleichen Intensität und Ernsthaftigkeit“ geprüft werden. Sämtliche Faktoren müssen dann in den Entscheidungsprozess mit einbezogen werden: Nutzen, Kosten, Optimierung, Naturschutz, anschließende Straßen und die Wohnbebauung.

Debatte in Möttingen: Zwei Bürgerinitiativen setzten sich für ihre Ziele ein

Zum Verlauf der B25 durch den Ort heißt es bislang im Bundesverkehrswegeplan: „Die Nullvariante erfüllt nicht die Zielsetzung hinsichtlich Verkehrsqualität, Verkehrssicherheit und Immissionsschutz. In der Gesamtabwägung aller Belange stellt die gewählte Südvariante gegenüber einer Nordvariante (Verlauf entlang der Eger) die verträglichere Lösung dar.“ Soweit die Sicht der Behörde. Lange wiederholte in der Videokonferenz mehrfach, dass die Nullvariante dennoch geprüft werde.

Bekanntlich gibt es in Möttingen eine rege Debatte um den zukünftigen Verlauf der Bundesstraße 25. Eine weitere Bürgerinitiative setzt sich für eine Umfahrung ein.

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