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Bürgerversammlung

29.11.2017

B25: Was die Möttinger befürchten

Der dreispurige Ausbau der B25 war Thema bei der Bürgerversammlung in Möttingen.
Bild: Schied

Die Klagen gegen die Planungen für den dreispurigen Ausbau sind Thema

Eine ganze Reihe von Möttinger Bürgern ist gar nicht unglücklich über die Klagen der Stadt Nördlingen und des Landwirts Georg Schabert gegen die Planungen für den dreispurigen Ausbau der B25, obwohl sie diesen möglicherweise um Jahre verzögern könnten. Durch den Gerichtsweg hoffen nun einige, dass die Gesamtplanung überarbeitet wird und beispielsweise die ursprünglich vorgesehene, mehrere Meter hohe Brücke über die Bundesstraße von Reimlingen her in dieser Form nicht kommt. Bei der Bürgerversammlung im Sportheim wurden zudem Befürchtungen laut, der Ortsteil Balgheim könnte eines Tages durch zusätzlichen Durchgangsverkehr belastet werden, weil viele Reimlinger den Heuweg mit seiner komplizierten Anbindung an die Bundesstraße („Brezl-Lösung“) meiden würden und über Balgheim den Weg zur Bundesstraße Richtung Donauwörth suchten.

Eine Neuigkeit brachte Bürgermeister Erwin Seiler im Zusammenhang mit der im Bundesverkehrswegeplan im vordringlichen Bedarf eingestuften Umgehungsstraße von Möttingen mit. Inzwischen seien erste Vorüberlegungen über einen möglichen Trassenverlauf seitens der Straßenbaubehörde angelaufen. Dazu würden vom Staatlichen Bauamt die verschiedenen Korridore rund um den Ort untersucht und erste naturschutzrechtliche Belange beleuchtet.

Seiler informierte zudem über den Stand der Bauarbeiten beim neuen Bürgerzentrum. Diese befänden sich nach wie vor im Zeit- und Kostenrahmen. Im März 2018 sei der Umzug der Gemeindeverwaltung in das neue Domizil vorgesehen. Von den veranschlagten sieben Millionen Euro Gesamtkosten sind laut Seiler inzwischen 3,5 Millionen bezahlt. Das benötigte Darlehen von 2,5 Millionen Euro könne wegen eines geringen Prozentsatzes ohne Probleme in den kommenden 20 Jahren zurückbezahlt werden.

In seinem Ausblick auf das kommende Jahr wies Seiler auf den Ausbau der Kreisstraße DON 11 sowohl innerhalb des Ortes als auch außerhalb in Richtung Balgheim durch den Landkreis hin. Zuvor werde der Kanal im Mitteldorf von der B 25 bis zum Dorfplatz und zusätzlich im Bachweg bis zum Forellenbach ausgewechselt. Weitere Kanalarbeiten sollen im Kirchenweg und im Gewerbegebiet Enkinger Wegfeld erfolgen. Trotz hoher Erschließungskosten will Seiler auch an der Ausweisung weiterer Bauplätze in Enkingen festhalten. Zunächst sei an sechs Plätze gedacht. Im Kernort stehe die Optimierung der Breitbandversorgung an. Hierbei gehe es um die Beseitigung der „weißen Flecken“, also der Bereiche, in denen die Übertragungsgeschwindigkeit noch zu wünschen übrig lasse. Mit diesem Thema werde sich der Gemeinderat Anfang des neuen Jahres beschäftigen. Seitens der Besucher der Versammlung gab es nur wenige Anliegen. Ein Bürger zog die Sinnhaftigkeit eines neuen Baugebietes in Enkingen in Zweifel.

Einig waren sich die Möttinger, dass die neu installierte Ampel an der Einmündung Kreuzweg/Weilerweg zur B 25 sehr positiv sei und ein problemloses und sicheres Einbiegen in die Ortsdurchfahrt gewährleiste. Auch die Fußgänger könnten jetzt die Straße ohne Gefahr überqueren.

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