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B25 bei Möttingen: Konsens durch Kommunikation

David Holzapfel
Kommentar Von David Holzapfel
04.09.2020

Plus Die B25 durch Möttingen spaltet die Gemeinde. Warum alle Beteiligten im Recht sind und warum Kommunikation jetzt wichtig ist, schreibt David Holzapfel in seinem Kommentar.

Die B25 spaltet Möttingen. Zu laut, zu schnell, zu dreckig, sagen die Anwohner. Sie fordern eine Umgehungsstraße, möglichst bald, möglichst weit vom eigenen Haus entfernt. Geht aber nicht, betonen die Gewerbetreibenden. Die Straße sei eine Lebensader des Dorfes – für die Geschäfte, und für die Gemeinde, die auf Gewerbesteuereinnahmen angewiesen ist.

Das Wichtigste vorweg: Beide Seiten haben recht. Nur mildert diese Tatsache den Konflikt nicht, sondern verschärft ihn zusätzlich.

Wer auch nur kurze Zeit an der Bundesstraße verbracht hat, bekommt zumindest einen knappen Eindruck von dem, was Anwohner jeden Tag ertragen müssen. Der Lärm, sagt ein Betroffener, der seit 50 Jahren an der Straße wohnt, sei nunmehr schwer erträglich. Wer möchte ihm da widersprechen?

B25 bei Möttingen: Konsens durch Kommunikation

B25-Umfahrung um Möttingen: Flächenfraß und hohe Kosten

Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass jene Unternehmen, die sich an der Straße angesiedelt haben, eine mögliche Umgehung als existenzielle Bedrohung sehen. Außerdem hätte eine Umfahrung Flächenfraß, hohe Kosten und teils lediglich eine Verlagerung der Lärmprobleme zur Folge.

Eine Universallösung gibt es also nicht. Nun sind der Bürgermeister und die Gemeinderäte gefordert. Sie müssen die Betroffenen an einen Tisch bringen, denn nur durch Kommunikation kann ein Konsens hergestellt werden. Doch dazu gehört eben auch die Bereitschaft der Streitenden, unvoreingenommen an diesem Tisch Platz zu nehmen.

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