Von Sebastian Musolf
Alerheim/Balgheim Vor drei Wochen brach in zwei Betrieben in Alerheim und einem in Balgheim die gefährliche Rinderseuche BHV1 aus. Für Alerheim kann die Veterinärabteilung des Landratsamtes Donau-Ries jetzt Entwarnung geben. „In Alerheim ist alles in Ordnung. Alle untersuchten Proben fielen negativ aus“, bestätigt Amtstierarzt Dr. Thomas Kellner. Im Rahmen einer Nachuntersuchung wurden in allen Rinderbetrieben in Alerheim und Balgheim Blut- und Milchproben der Tiere genommen und untersucht. Der Sperrbezirk in Alerheim werde jetzt aufgehoben, die dortigen Rinder können ohne Genehmigung der Veterinärabteilung verkauft werden.
Für Balgheim steht das endgültige Ergebnis noch aus. Bei einem Tier sei das Testergebnis grenzwertig ausgefallen, weshalb noch eine weitere Untersuchung notwendig sei, erklärt Kellner. Das Ergebnis wird am 10. Mai erwartet. Aufgrund des Ausbruchs der Seuche wird die Milchuntersuchung für den gesamten Landkreis vorgezogen und findet im Mai statt. Alle Milchviehbetriebe im Donau-Ries-Kreis werden dabei auf die Seuche untersucht.
Das Krisenmanagement habe gut funktioniert. Zwischen dem 19. und 24. April wurden alle rund 360 Rinder der drei von der Seuche befallenen Betriebe getötet. Es konnte jedoch nicht herausgefunden werden, auf welchem Weg die Krankheit ins Ries kam. „Unsere Ermittlungen haben keine belastbaren Hinweise auf die Einschleppungsursache erbracht“, sagt Kellner.