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Nördlingen

21.01.2021

BRK-Bereitschaft in Nördlingen: 2020 war ein schwieriges Jahr

Norbert Jawansky und Sylvia Windisch führen in den kommenden vier Jahren die BRK Bereitschaft Nördlingen.
Foto: Rauh

Plus Bei der Bereitschaft des Roten Kreuzes in Nördlingen gibt es personelle Änderungen. In welchen Bereichen die Mitglieder vor Ort helfen.

Norbert Jawansky und Sylvia Windisch führen in den kommenden vier Jahren die Bereitschaft Nördlingen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Während Jawansky bereits seit geraumer Zeit an der Spitze der Einrichtung steht, wurde Windisch als neue Stellvertreterin von den Mitgliedern bestimmt.

Das Einsatzgebiet der Bereitschaft umfasst die Stadt Nördlingen und sämtliche Stadtteile. Zum Team gehören derzeit rund 40 Frauen und Männer, die alle ehrenamtlich tätig sind. Zu den Hauptaufgaben der aktiven Mitglieder zählt der Sanitätswachdienst bei Veranstaltungen und Festen im Raum Nördlingen. Dazu gehören beispielsweise die Mess’, das Stabenfest und auch die häufig mehrtägigen Vereinsjubiläen in den Stadtteilen.

Wegen Corona gab es 2020 wenig zu tun

Hinzu kommen Einsätze bei sogenannten Großschadenslagen. Darunter sind Hilfseinsätze bei schweren Unfällen auf den Verkehrswegen des Rieses zu verstehen. Tätig ist die Bereitschaft darüber hinaus beim Blutspendedienst, speziell bei den jeweiligen Terminen für die breite Öffentlichkeit. Gefahren wird darüber hinaus auch im Rettungsdienst des BRK.

Norbert Jawansky spricht gegenüber unserer Zeitung von einem schwierigen Jahr 2020. „Im Sanitätsbereich hatten wir so gut wie nichts zu tun, weil wegen Corona keine Veranstaltungen stattgefunden haben.“ Von den 40 Aktiven würden 14 als Sanitäter den Rettungsdienst in der Rettungswache am Nördlinger Stiftungskrankenhaus unterstützen.

Im Nachwuchsbereich ist das BRK Nördlingen gut aufgestellt

Eine Schicht dauere jeweils zwölf Stunden. Was den Bereitschaftsleiter besonders freut, ist, dass er bis dato keine Nachwuchsprobleme hat. „Wir finden immer wieder Jugendliche, die bei uns mitmachen wollen.“ Somit sei die Bereitschaft personell recht gut aufgestellt. Die Alarmierung für Einsätze erfolge wie bei den Feuerwehren auch über „Piepser“.

Finanziert wird nach Worten Jawanskys die Nördlinger Bereitschaft vom BRK-Kreisverband Nordschwaben mittels eines jährlichen Budgets. „Wir freuen uns natürlich auch über direkte Spenden an uns, die wir immer gut gebrauchen können.“

Derzeit können die BRK-Mitglieder in Nördlingen nicht üben

Untergebracht ist die Bereitschaft im BRK-Heim am Bleichgraben, wo auch die drei Einsatzfahrzeuge stehen. In normalen Zeiten würden sich die Mitglieder in der Regel einmal pro Monat treffen. Dies sei derzeit leider nicht möglich, bedauert Norbert Jawansky. Deshalb könne momentan auch nicht geübt werden.

Das Rote Kreuz ist im gesellschaftlichen Leben Nördlingens eine wichtige Einrichtung, die auf eine lange Geschichte zurückblickt. Die Gründung erfolgte bereits 1899. In den beiden Weltkriegen mussten zahlreiche Kameraden in den Einsatz. Manche verloren dabei ihr Leben. 1949 fand das 50-jährige Gründungsjubiläum statt. Im Zuge der Gebietsreform 1973 wurde der damals noch eigenständige Kreisverband Nördlingen in den neu entstandenen Kreisverband Nordschwaben integriert.

1987 entstand schließlich das neue BRK-Heim am Bleichgraben, nachdem man in den Jahren zuvor in verschiedenen Gebäuden innerhalb der Altstadt untergebracht war und dort die Raumnot immer großer wurde.

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