1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Bahnübergang in Möttingen: So lange könnten Autofahrer warten

Verkehr

08.07.2019

Bahnübergang in Möttingen: So lange könnten Autofahrer warten

Lange Wartezeiten befürchteten die Möttinger am Bahnübergang in Richtung Lierheim. 

Die Möttinger befürchteten, dass sich auf der B 25 Staus bilden könnten. Was jetzt besprochen wurde.

 Nach einem erneuten Gespräch zwischen der Gemeinde Möttingen und Vertretern der Deutschen Bahn zeichnet sich im Zusammenhang mit der Erneuerung des Bahnübergangs nach Lierheim eine Lösung ab, die für die Kommune akzeptabel wäre. Wie berichtet, befürchten Bürgermeister Erwin Seiler und der Gemeinderat durch die ursprünglich von der Bahn genannten verhältnismäßig langen künftigen Schließzeiten der Schranken von 10 bis 15 Minuten erhebliche Probleme auf der B 25 beim Abbiegeverkehr und Rückstaus aus Richtung Lierheim und Mönchsdeggingen. Zu längeren Stehzeiten des Verkehrs kommt es dann, wenn die Züge aus Donauwörth und Aalen in Möttingen aufeinander warten müssen. Diesen „Kreuzungsverkehr“ gibt es derzeit 15 Mal am Tag.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Fahrdienstleiter am Möttinger Bahnhof kann Schranken öffnen

Bei dem jüngsten Treffen haben die Bahnvertretern Wartezeiten von acht bis zehn Minuten genannt. Außerdem könne auch bei einer neuen Anlage der Fahrdienstleiter im Möttinger Bahnhof wie bisher nach eigenem Ermessen die Schranken zwischendurch kurz öffnen, wenn es zu lange dauern sollte. „Diese beiden Aspekte sehen wir als Gemeinde sehr positiv und könnten damit leben“, sagte Bürgermeister Seiler nach dem Treffen.

Keine Chancen gibt der Rathauschef früheren Überlegungen, die Gleise und die gesamte Bahnanlage aus Richtung Lierheim zu „untertunneln“. Der Leiter des Tiefbauamtes am Donau-Rieser Landratsamt, Gerhard Schappin, habe entsprechenden Kostenschätzungen für eine solche Lösung angestellt und sei auf ein Volumen von sechs bis sieben Millionen Euro gekommen. „Das ist finanziell nicht darstellbar. Nicht für den Landkreis, aber auch keinesfalls für die Gemeinde Möttingen, die an den Kosten beteiligt wäre“, betont Seiler. Viel zu teuer käme auch eine angedachte Fußgängerunterführung mit einem entsprechenden Aufzug für die Bahnreisenden, um vom Bahnhofsgebäude aus auf das gegenüberliegende Gleis zu kommen. Das Staatliche Bauamt Augsburg habe eine Machbarkeitsstudie anfertigen lassen mit dem Ergebnis, dass diese Variante rund 4,5 Millionen Euro verschlingen würde.

Bahnübergang in Möttingen: So lange könnten Autofahrer warten

Herbert Margraf von der DB Netz AG in Augsburg wies auf neue, höhere Bahnsteige am Möttinger Bahnhof hin, die es bei der Übernahme der Strecke Donauwörth-Aalen durch das Eisenbahnunternehmen Go Ahead ab Dezember 2022 geben werde.

CSU-Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange, der das Treffen vermittelt hatte, erklärte gegenüber den RN, die Verkehrsteilnehmer müssten nicht bei jeder Schrankenschließung acht bis zehn Minuten warten, sondern eben nur beim Kreuzungsverkehr. Im Normalfall, also bei einer Zugdurchfahrt, würden es wohl nur fünf Minuten sein. Lange regte an, bei der Neugestaltung des Übergangs die Abbiegespur Richtung Lierheim auf der B 25 zu verlängern und gleichzeitig die bestehende Fußgängerampel am Bahnhof ganz zu beseitigen.

Die Neugestaltung der Bahnkreuzung ist eine Auflage des Eisenbahnbundesamtes zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Die derzeitige Anlage entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren