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Diskussion

07.06.2019

Baustelle ist Dauerbrenner in Deiningen

Die Deininger Bürgerversammlung fand links im Ristorante Donau Ries quasi mitten in der Baustelle statt, die natürlich großes Thema war.
Bild: Ronald Hummel

Bei der Bürgerversammlung gibt es Kritik von den Anwohnern, auch wegen eines Fußgängerüberwegs. Ab 17. Juni wird ein Straßenabschnitt wieder freigegeben.

Es lag in der Natur der Sache, dass die derzeit größte Baustelle Deiningens, die Sanierung der Hauptstraße, bei der Bürgerversammlung in der Pizzeria Ristorante Donau Ries eines der Hauptthemen war. So werde am 17. Juni der Bereich von der Egerbrücke bis zur Einfahrt Hauptstraße 7 einschließlich der Kreuzung bei der Jahnstraße geteert und wieder befahrbar sein, verkündete Bürgermeister Wilhelm Rehklau und skizzierte die Neugestaltung vor allem aus Sicht der Fußgänger. Die Gehsteige werden verbreitert, generell näher an die Häuser gerückt und durch Grünstreifen von der Straße abgegrenzt. Aus dem Hang an der Pizzeria wird eine Betonmauer mit Geländer, um die Unfallgefahr zu reduzieren. Dort entsteht auch eine Querungshilfe, also ein Fußgängerüberweg mit Verkehrsinsel in der Straßenmitte.

Bei der Schule verursacht eine neue Querungshilfe großen Unmut, die nach den Planungen des Straßenbauamtes die beiden bislang bestehenden Übergänge ersetzen soll. Der Gemeinderat hatte sich einstimmig für die Beibehaltung beider Übergänge ausgesprochen, doch die Behörde machte ihre Zuständigkeit geltend und lehnte dies ab. Ein Gast der Versammlung lobte den Widerstand des Gemeinderates und pochte darauf, „die Planänderung mit allen Mitteln abzuwürgen“ – die neue Situation bringe für Schüler gefährlichere Situationen mit sich. Rehklau erklärte, das Straßenbauamt sei der Ansicht der Polizei gefolgt, dass zwei Querungen kurz hintereinander eine Verkehrsgefährdung darstellten. Generell solle die Diskussion Anregungen für Optimierungen liefern, doch hier sei die Lage wohl schon gegen alle Widerstände geklärt.

Ein Gebäude für betreutes Wohnen

Angesprochen wurde in der Bürgerversammlung auch die zuvor vorgestellte Überlegung, in der Jahnstraße 10 ein Gebäude für betreutes Wohnen einzurichten – der laute und gefährliche Verkehr dort harmoniere nicht damit. Rehklau erklärte, den Fußgängern werden auf jeden Fall in einem weiträumigen Ausbaukonzept sichere Wege bereitet, sobald konkret geplant wird. Eine Besucherin mahnte an, neue Straßenlaternen besser mit dem Baumbestand zu koordinieren, um Schattenbildung zu vermeiden; Rehklau erklärte, Lichtraumprofil und Höhe der Laternen werden durchgehend einander angepasst.

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Auf die Feststellung, dass beim neuen Spielplatz am Fessenheimer Weg die alten Spielplatz-Hinweisschilder entfernt wurden, versicherte der Bürgermeister, die Gemeinde habe generell alles getan, um gegen undisziplinierte Autofahrer anzugehen, jetzt wäre nur noch die Einführung von Tempo 30 im ganzen Ort konsequent. Radwege nach Pfäfflingen und Grosselfingen, die verlangt wurden, wären Bestandteil des Nördlinger Radwegekonzeptes, doch derzeit hätten Wege, die direkt nach Nördlingen führen, Vorrang. Wege zwischen den Nördlinger Ortsteilen träten erst später auf den Plan.

Der Bürgermeister hatte vor der Diskussion umfassend alle aktuellen Themen skizziert. So wurde bei der Mauchbrücke ein Bodengutachten durchgeführt, dessen Ergebnisse in Kürze die Grundlage zur Entwurfsplanung liefern. Das angekündigte Kanalisierungskonzept mit fünf Bauabschnitten sei erstellt; 2020/21 soll der Bereich Webersteig-Ahornstraße-Lerchenweg zur Vorbereitung des Ausbaus von Jahn- und Raiffeisenstraße in Angriff genommen werden; generell wolle man wegen der hohen Förderung bis 2021 möglichst viele Kanalprojekte angehen.

Weitere Themen waren der Ausbau der Sudetenstraße, zahlreiche neue Spielgeräte an verschiedenen Stellen, die systematische Erörterung einer sich wandelnden Friedhofskultur, die sehr gut angelaufene Nachbarschaftshilfe Mittleres Ries, das kommunale Infrastrukturprogramm Schule bis hin zur Unterstützung der Vereine.

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