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Auszeichnung

24.07.2019

Bayerischer Verdienstorden für Schwester Mansueta

Ministerpräsident Markus Söder überreicht Schwester Mansueta Peschel den Bayerischen Verdienstorden.
Bild: Bayerische Staatskanzlei

Die Franziskanerin hat sich über alle Maße für die Kinder des Oettinger Kinderheims eingesetzt. Ministerpräsident Söder würdigte ihr Engagement.

Die frühere Leiterin des Oettinger Kinderheims, Schwester Mansueta Peschel, ist von Ministerpräsident Markus Söder mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet worden.

Schwester Mansueta war von 1985 bis 2017 Heim- und Gruppenleiterin im Kinderheim Oettingen. Das Besondere: Sie lebte zusammen mit den Schwestern Henrika Voit, Wilma Kaufmann und „ihren“ Kindern wie in einer großen Familie. Besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge erhielten die Kinder, die eine besondere Not mitbrachten, die als Säuglinge ins Heim kamen oder schwer krank waren. Einer Pressemitteilung zufolge soll Schwester Mansueta einmal gesagt haben: „Meine Kinder sollen die bestmöglichen Chancen und Startbedingungen für ihr Leben bekommen“.

Es sei ihr gelungen, für jedes Kind herauszufinden, was notwendig war und ihm zu ermöglichen oder zu verschaffen, was es brauchte. Eine nicht immer einfache Aufgabe, da die Kostenträger des Heimaufenthaltes nur den Grundbedarf finanziell absichern. Musikinstrumente waren ebenso wenig im Etat eingerechnet, wie Klassenfahrten.

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Die Kinder nannte sie liebevoll „Mutsch“

Die Kinder wussten sich von Anfang an angenommen und geliebt, heißt es weiter. Es sei nicht verwunderlich, dass Schwester Mansueta von den Kindern „Mutsch“ genannt wurde, „weil sie wie eine echte Mutter für sie da war und für sie sorgte, sie förderte und forderte“. Schwester Mansueta habe die Gruppe mit Unterstützung der Mitschwestern und des Teams im Haus liebevoll geführt.

Selbstverständlich war auch eine lebendige Verbindung mit und der ehrenamtliche Einsatz der Schwestern in der Pfarrei Oettingen. Als Heimleitung gestaltete sie die Zusammenarbeit mit Kostenträgern, Fachdiensten, Schulen und Behörden ebenso engagiert, couragiert und oft unkonventionell zum Wohl ihrer Kinder wie ihren Alltag im Heim. Für junge Asylbewerber stellte sie in Absprache mit dem Trägerverein das Nebenhaus als Wohnraum zur Verfügung.

Nachdem ihre Mitschwestern 2016 in den Ruhestand und somit in das Mutterhaus nach Dillingen gezogen waren, lebte Schwester Mansueta von 2016 bis 2017 allein mit „ihren Kindern“ in der Ledergasse in Oettingen, um den Übergang in die neue Struktur zu erleichtern. Im Dezember 2017 übernahm die Lebenshilfe das Kinderheim. Schwester Mansueta lebt seither im Kloster Maria Medingen bei Dillingen. Sie ist und war Dillinger Franziskanerin mit der gleichen Überzeugung und Tatkraft wie sie auch Erzieherin und „Mutter ihrer Kinder“ ist und war.

Die Stadt Oettingen freut sich, dass ihr Wirken mit der Verleihung des Bayerischen Verdienstordens gewürdigt wird und gratuliert zu dieser hohen Auszeichnung.

Ministerpräsident Markus Söder sagte: „Der Bayerische Verdienstorden ist eine ganz exklusive Auszeichnung. Nur 2000 lebende Personen dürfen ihn tragen. Mit ihm ehren wir das vielfältige Engagement von großartigen Menschen, die Bayern einzigartig machen. Bekannte Sportler, Künstler und Wissenschaftler sind die Botschafter Bayerns weit über die Landesgrenzen hinaus. Ehrenamtliche machen unser Land im Stillen stark – ob bei der Pflege daheim, im Verein oder im Elternbeirat. Sie alle sind Vorbilder und Stützen unserer Gesellschaft. “pm

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