Musik

14.05.2018

Beeindruckender Auftakt

Grandiosen Vokalklang bot das Ensemble „ChorWerk Ruhr“ beim Konzert in der Auhausener Klosterkirche. Es war der Auftakt für die diesjährige Saison.
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Grandiosen Vokalklang bot das Ensemble „ChorWerk Ruhr“ beim Konzert in der Auhausener Klosterkirche. Es war der Auftakt für die diesjährige Saison.

In Auhausen eröffnet der Verein Musica Ahuse die diesjährige Konzertsaison. Das „ChorWerk Ruhr“ begeistert die Besucher mit einem ungewöhnlichen Programm

Mit „ChorWerk Ruhr“ konnte der Verein „Musica Ahuse“ gleich zum Auftakt der Konzertsaison in der Klosterkirche Auhausen einen der bedeutendsten Kammerchöre in Deutschland für einen Auftritt gewinnen. Das Ensemble um Dirigent Florian Helgath bot mit Werken von Domenico Scarlatti, Giacinto Scelsi und Johann Sebastian Bach raumfüllenden Klang in der mächtigen Klosterkirche und begeisterte das Publikum mit einer exzellenten Vorstellung.

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Carmen Lechner, Vorsitzende des veranstaltenden Vereins „Musica Ahuse“, hieß zum Saisonbeginn die Gäste willkommen. Eine außergewöhnliche Freude sei es für den Verein, dass dieser hochklassige Chor die Konzertsaison eröffne. Erst vor knapp 20 Jahren gegründet, habe sich der Chor zu einer festen Säule der Vokalkunst im deutschsprachigen Raum entwickelt und besteche mit herausragender solistischer Besetzung, dynamischem Chorklang und Experimentierfreudigkeit. Dies bewies der Chor bereits bei „Stabat Mater“ des Komponisten Domenico Scarlatti für zehnstimmigen Chorgesang. Unaufgeregt und feinsinnig führte Dirigent Florian Helgath den Chor, begleitend feinfühlig das Musikertrio Björn Colell (Laute), Christian Zincke (Violone) und Christoph Anselm Noll an der Orgel. „Stabat Mater“, eigentlich ein mittelalterliches Gedicht über die schmerzerfüllte Mutter Jesu am Kreuz, brachte der Chor mit voluminöser Klangfülle in das Auhausener Kirchenschiff.

Die Beschreibung „Experimentierfreudigkeit“ des Chores galt besonders bei „Tre Canti Sacri“ des italienischen Komponisten Giacinto Scelsi, dessen Kompositionen Florian Helgath charmant mit „sich darauf einlassen“ beschrieb. Vor dem Stück erläuterte Helgath in launischen Worten den Werdegang des italienischen Adeligen und den Zeitensprung des Konzertprogramms von Scarlatti zu Scelsi und wieder zurück zu Bach. Scelsi lebte im 20. Jahrhundert, Scarlatti und Bach um das Jahr 1700. Während Sacri seinen eigenen Stil pflegte, hielten sich die beiden Barock-Komponisten an strenge Musikabläufe und dennoch ermunterte der sympathische Dirigent das Publikum: „die Musik einfach wirken lassen“.

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Honoriert wurde das Konzert von den begeisterten Zuhörern mit lang anhaltendem Applaus für ein außergewöhnliches Konzerterlebnis. Insgesamt fünf Konzertereignisse bietet der Verein „Musica Ahuse“ in diesem Jahr an. Am Samstag, 23. Juni kommt das „Ensemble Trigon“ mit einem poetisch-persönlichen Blick auf Volksmelodien. Am Samstag, 28. Juli findet ein großer Konzertnachmittag mit Sommerfest in „Schnitkers Garten“ und musikalischer Begleitung durch „Katsche und Band“ statt, anschließend spielt „Capella de la Torre“ auf und abgeschlossen wird das Sommerfest mit der Mittelalterband „Terzium Laszivus“.

Ausflugskonzert mit einem Menü

Eine Premiere findet am Samstag, 6. Oktober statt. „Musica Ahuse“ und der Gasthof Gentner auf der Burg Spielberg veranstalten im Kultursudhaus ein Ausflugskonzert mit „The Turnbull Band“ und Konzertmenü. Abgeschlossen wird die Konzertreihe mit dem Nachwuchschor der Regensburger Domspatzen am Samstag, 8. Dezember.

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