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28.12.2010

Beispielhaftes für die Region geleistet

IHK-Regionalgeschäftsführer Wolfgang Haschner (rechts) überreichte Firmenchef Heinrich Gropper (Mitte) und dem Umweltbeauftragten bei Gropper, Hans Guggenmoos (links) die EMAS-Urkunde, mit der besondere Leistungen im betrieblichen Umweltschutz honoriert werden. Foto: Pawlu
Bild: Pawlu

Die Molkerei Gropper ist mit der EMAS-Urkunde ausgezeichnet worden. IHK-Regionalgeschäftsführer Wolfgang Haschner beglückwünschte die Unternehmensleitung zu dem besonderen Erfolg. Er überreichte die Urkunde an Firmenchef Heinrich Gropper und an Hans Guggenmoos, den Leiter der Bereiche Qualitätssicherung, Produktentwicklung und Umwelt.

EMAS ist die Kurzbezeichnung für "Eco-Management and Audit Scheme", auch bekannt als EU-Öko-Audit. EMAS wurde von der Europäischen Union entwickelt. Betriebe, die sich an den EMAS-Betriebsprüfungen beteiligen, wird mit Urkunde bestätigt, dass sie beim Umweltmanagement Außergewöhnliches leisten. Begleitet wird der EMAS-Prozess von den Industrie- und Handelskammern. Nach den Worten von Wolfgang Haschner hat die Gropper GmbH & Co. KG auf dem Weg zu EMAS die Umweltauswirkungen ihrer Produktion ermittelt, ein wirksames Umweltmanagement strukturiert, die Vorgaben umgesetzt, die Funktionsfähigkeit des Systems kontrolliert und von einem unabhängigen Umweltgutachter überprüfen lassen. Von besonderer Bedeutung sei die Unterstützung der EMAS-Ziele durch die gesamte Belegschaft. Auch in dieser Hinsicht, so Haschner, habe die Firma Gropper Beispielhaftes für die Region geleistet.

Betriebliche Umwelterklärung

Die Molkerei erfüllte die Bedingungen nach den Regelungen von EMAS III, die seit Januar 2010 gültig sind. Hans Guggenmoos kann auf eine betriebliche Umwelterklärung verweisen, die auf 31 Seiten die Umweltpolitik, die Organisation des Umweltmanagementsystems und die Umweltziele zusammenfasst. Seit 1995 werden regelmäßig Öko-Bilanzen erstellt, Umweltbetriebsprüfungen durchgeführt, Schwachstellen analysiert und ein Umweltprogramm erarbeitet. Die wesentlichen betrieblichen Umweltauswirkungen von Gas, Strom, Wasser und Abwasser bleiben damit unter ständiger Kontrolle. Zu den effizienten Maßnahmen des Umweltschutzes gehört beispielsweise die Installation eines Kühlturms samt separatem Kühlkreislauf, mit dem sich Eiswasser als Kühlmedium für relativ warme Fertigprodukte einsparen lässt. Warmwasser wird ohne zusätzlichen Verbrauch von Primärenergie erzeugt, weil der Wärmerückgewinn aus der Kälteanlage für die Versorgung der neuen Sozialräume genutzt wird. Im Bereich der Abfallbegrenzung hat Gropper mit der Gewichtreduzierung der PET-Preforms und mit der Veränderung der Verschlüsse von Giebelpackungen einen entscheidenden Schritt zu verbessertem Umweltschutz vollzogen. Der Vertrag zur Einhaltung der Grenzwerte bei der Einleitung von Abwasser in die kommunale Kläranlage wurde mit der Erweiterung der Neutralisationsanlage durch einen 1500-Kubikmeter-Tank samt Flotation erfüllt.

Geschäftsführer Heinrich Gropper wertet die EMAS-Anerkennung vor allem als Image-Gewinn. Das ist für das Familienunternehmen mit seinen 380 Mitarbeitern von großer Bedeutung, weil 96 Prozent der Gropper-Produkte an große Discounter geliefert werden. Die Produktpalette ist am Standort Mühlberg seit 1996 kontinuierlich ausgebaut worden. Neben alle gängigen Milchprodukten werden inzwischen auch Frucht- und Gemüsesaftgetränke produziert und vertrieben. Jeden Tag werden etwa 500 000 Liter Milch von 830 landwirtschaftlichen Betrieben aus der Region angeliefert und verarbeitet. Das Biomilchgeschäft erreicht einen Umsatzanteil von acht Prozent. Der Jahresumsatz des Unternehmens liegt bei circa 200 Millionen Euro.

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