Newsticker
Gesundheitsminister wollen Besuchseinschränkungen in Senioren- und Pflegeheimen lockern
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Beratung für Frauen in der Lebensmitte

Soziales

29.01.2019

Beratung für Frauen in der Lebensmitte

Die Ehe- und Familienberatung der Diözese Augsburg im Landkreis will vor allem Frauen helfen, mit der „Lebensmitte“ besser zurechtzukommen.
Bild: dpa

Ab 45 Jahren steckt man in der „Lebensmitte“. Warum gerade Frauen darunter leiden.

Die Kinder sind aus dem Gröbsten raus, das Eigenheim gebaut, im Beruf läuft es nach Plan – und jetzt? Für viele Menschen ist die Phase der „Lebensmitte“ keine einfache. Denn es ist Zeit für eine erste Zwischenbilanz im Leben. Habe ich erreicht, was ich mir vorgenommen habe? Gehe ich in die richtige Richtung? Was kommt jetzt noch?

„Vor allem Frauen hadern in dieser Phase des Lebens und stellen sich genau diese Fragen“, erklärt Christa Lechner von der Ehe- und Familienberatung der Diözese Augsburg im Landkreis. Denn für die Frauen im Alter zwischen 45 und 60 steht auch ein körperlicher Umbruch an: die Wechseljahre. „Und das ist immer noch ein Tabuthema“, sagt Lechner. Aus diesen Gründen bietet sie jetzt eine neue Beratung für Betroffene. An zwei Abenden möchte sie mit Frauen den spannenden Lebensabschnitt der Lebensmitte betrachten, Informationen weitergeben und Austausch fördern. Schlaflosigkeit, Hitzewallungen, Schwindel und Stimmungsschwankungen – etwa ein Drittel aller Frauen spüren die Wechseljahre ziemlich heftig. „Wir stellen immer wieder fest, wie sehr die Frauen unter diesen Veränderungen leiden, sich aber wenig Hilfe holen“, sagt Lechner.

Aber es geht nicht nur um die Wechseljahre an diesen Abenden, sondern auch um psychologische Dimensionen der Lebensmitte. „Frauen, die bis dahin keine Kinder haben, müssen das Thema für sich abschließen“, sagt Lechner. Auch Partnerschaft sei ein großes Thema, denn wenn weniger Zeit für die Kinderbetreuung notwendig wird, gilt es sich wieder mit dem Partner neu zu erfinden. Auch die Sexualität verändert sich, und nicht zuletzt hat auch der Mann mit Veränderungen zu kämpfen.

Zudem rückt immer mehr in den Fokus, dass auch die eigenen Eltern auf zunehmend mehr Hilfe und Pflege angewiesen sind. Und auch das sind in unserer Gesellschaft nach wie vor klassische Frauenthemen. „Zudem führt die Pflegebedürftigkeit der eigenen Eltern auch oft dazu, dass die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Lebens gestellt wird und die eigene Endlichkeit bewusster wird.“

„Wir Frauen in der Lebensmitte“ findet am 14. und 28. März, 19 bis 21 Uhr, in der ELF-Beratungsstelle in Donauwörth im Zehenthof 2 statt. Anmeldung unter 0906/21215 oder elf-donauwoerth@bistum-augburg.de

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren