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Die Riesmetropole im Film

13.02.2018

Bibi fliegt über Nördlingen

Im Kinofilm „Bibi Blocksberg (2002)“ schwebt die kleine Hexe mit ihrem Besen Kartoffelbrei über die Nördlinger Altstadt.

Charlie & die Schokoladenfabrik, Bibi Blocksberg, Schicksalsjahre: In diesen Filmen war Nördlingen Kulisse.

Über den Dächern der Altstadthäuser kommt sie angeflogen, die kleine Hexe Bibi Blocksberg. Strahlend schwebt sie auf ihrem Besen Kartoffelbrei durch die Lüfte – im erfolgreichsten, deutschsprachigen Film im Jahr 2002 über keine geringere Kulisse, als die Nördlinger Altstadt. Der Daniel ist zu sehen, dann schwenkt die Kamera nach oben. Die Kinobesucher erhaschen einen Blick auf das umliegende Ries.

Frech, vorlaut und dennoch das Herz am richtigen Fleck. Jeder kennt sie, die liebenswerte Hexe aus dem fiktiven Städtchen Neustadt. Auch die Nördlinger Stadtmauer, deren vollständiger Erhalt deutschlandweit einzigartig ist, erkennt man im ersten Teil der Bibi-Blocksberg-Filme deutlich. Es sind wohl der besondere Charme und die ausdrucksstarke Architektur Nördlingens, die viele internationale und nationale Filmemacher für ihre Kulissen bevorzugen.

Die Terra-X-Dokumentationsreihe „Deutschland von oben“ zeigt Nördlingen daher in der zweiten und dritten Staffel als Beispiel einer mittelalterlichen „Musterstadt“. Luftaufnahmen der Ries-Gemeinde wurden 1971 zudem für die Stadt, in der Willy Wonka seine berühmte Schokoladenfabrik betreibt, gefilmt. Und selbst die weltweit bekannten Marionetten der Augsburger Puppenkiste spielen bei der Produktion von „Wir Schildbürger“ aus dem Jahr 1972 vor einem Modell der Stadt. Ebenfalls interessant für japanische Produzenten und Künstler: Nördlingen im 19. Jahrhundert diente als Vorbild für die fiktive Stadt „Shiganshina“ in einem Anime. In der Bilderbuchstadt Kinkan sind unter anderem Gebäude wie die Alte Schranne, das Löpsinger Tor, das Klösterle sowie das Narrenbildnis am Rathaus nahezu originalgetreu dargestellt. Der ZDF-Zweiteiler „Schicksalsjahre“ aus dem Jahr 2011 mit Maria Furtwängler wurde zum Teil in Nördlingen gefilmt. Die Grundlage für das Drehbuch waren die familiengeschichtlichen Erinnerungen von Uwe-Karsten Heye. Zurück auf die Kinoleinwand, kehrt auch Regisseur Aron Lehmann bei den Dreharbeiten zu „Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel“ an die Orte seiner Kindheit im Nördlinger Ries. Dort produzierte er auch einen weiteren seiner Filme: „Die letzte Sau“, lief erst neulich wieder im Fernsehen.

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